HÖRSTATION DAS NATHANSTIFT

Das Nathanstift entstand nach den Plänen von Stadtbaurat Holzer an der Ecke Tannen- und Langestraße. Im Erdgeschoss befand sich das Wöchnerinnenheim mit Entbindungs- und Operationssaal. Hier konnten bis zu 16 Wöchnerinnen gleichzeitig aufgenommen werden. Im 1. OG waren das Säuglingsheim und der Speisesaal für die Pflegerinnen untergebracht und das Dachgeschoss beherbergte Wohnraum für Personal. Im Untergeschoss lagen Wirtschaftsräume und eine Leichenkammer. Die Ausstattung war für die damalige Zeit auf dem neuesten Stand der Technik: das Haus war komplett elektrifiziert, es gab Brutkästen für Frühchen, eine Wärmestube für Säuglinge und Wärmeschränke für die Wäsche.

Sprecher Marco Steeger

STIFTEN AUS TRADITION

HÖRSTATION DIE NATHANSAGA

Die Nathans zählte im 19. Jahrhundert zu den angesehensten großbürgerlichen Familien in Fürth. Erfolgreich betrieben ihre Mitglieder ein Bankunternehmen und traten im öffentlichen Leben mit zahlreichen Stiftungen in Erscheinung. Die Geschichte der Familie lässt sich in Franken bis in das 17. Jahrhundert zurückverfolgen. Können, eine geschickte Heiratspolitik und Glück waren maßgebend für den gesellschaftlichen Aufstieg. Meier Nathan, der Stammvater der Familie in Fürth, erhielt hier um 1718 das Niederlassungsrecht.

Sprecher: Marco Steeger

STIFTEN AUS TRADITION – HÖRSTATION GEDICHTBÄNDE

1 Was konnt’ ich tun?

2 An junge Eltern

3 Der Heimat

Während Alfred Nathan als großer Mäzen in Erscheinung tritt, lebt er selbst sehr bescheiden.  Er ist ein Einzelkind und bleibt Zeit seines Lebens unverheiratet und kinderlos. Die einzigen persönlichen Hinterlassenschaften Alfred Nathans sind daher heute seine Stiftungen und seine Gedichte. Seine Leidenschaft zum Dichten entdeckt er als ihn ein Lungenleiden zur Aufgabe seiner juristischen Tätigkeit in München zwingt. Während seiner Kuraufenthalte in Meran und Bad Reichenhall dichtet er und veröffentlicht insgesamt acht Gedichtbände.

Hörstation Gedichtbände von Alfred Nathan
Fürth 1905 bis 1918
Jüdisches Museum Franken
Sprecher: Marco Steeger

WER ERINNERT SICH AN DAS NESTHÄCKCHEN?

LESUNG FÜR KINDER UND ERWACHSENE MIT SABINE FORKEL KUTSCHKA ZUM WELTKINDERTAG

Viele kennen das Nesthäckchen als Fernsehserie aus den 1980er Jahren. Wenige aber wissen, dass die Autorin der Nesthäckchen-Geschichten Else Ury jüdisch war. Sie war eine der erfolgreichsten Kinderbuchautorinnen ihrer Zeit. Zehn Bände schrieb sie über die Berliner Arzttochter Annemarie Braun. Urys‘ Figuren durften eigen und non-konform sein, ihre Individualität ohne Rohrstock ausleben in einer Zeit als Kinder „gezüchtigt“ wurden. Aus diesem Grund waren ihre Erzählungen wohl so beliebt.

Die Lesung legt einen Fokus auf das Werk, auf Nesthäckchens Abenteuer, und eignet sich daher für Kinder ab 6 Jahren und natürlich auch für Erwachsene!

Im Anschluss an die Lesung gibt es Frischgebackenes aus der Museumsküche!

Wann: 25.9.22, 14-15 Uhr

Wo: Jüdisches Museum Franken | Adolph S. Ochs Lounge in der Krautheimer Bibliothek (1. OG Neubau), Königstraße 89

Anreise: U1 bis Fürth Rathaus

Parkhaus: Contipark Flair, Königstraße 112-114 – Die Anreise empfiehlt sich über die Henri Dunant Straße

Kosten: 8€ Erwachsene | 5€ Kind

barrierefrei

STIFTEN AUS TRADITION

Eine Ausstellung zu Ehren des Fürther Mäzens Alfred Nathan

Der Fürther Rechtsanwalt Alfred Nathan war ein herausragender Stifter und Mäzen. Damit reiht er sich in die mäzenatische Tradition der Bankiersfamilie Nathan ein, die Ende der 1880er Jahre mehrere Stiftungen in Fürth errichtete. Die Stiftertätigkeit der Nathans steht beispielhaft für das wohltätige Engagement des deutsch-jüdischen Großbürgertums im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert, das mit dem Nationalsozialismus sein Ende fand. Die bedeutendsten Spenden tätigte Alfred Nathan für die Errichtung des Wöchnerinnen- und Säuglingsheims »Nathanstift« in Fürth, die viele Fürther:innen bis heute kennen.

OrtJMF in Fürth | Altbau, 3. – 4. OG
Ausstellungsdauer25.10.22 – 31.01.23
Eintritt6€ regulär | 3€ ermäßigt | Kinder bis einschl. 13 Jahren frei


PRESSEFOTOS:

DER GARTEN DES (NICHT) VERGESSENS – Unutma Bahçesi

Ausstellung über den Fürther Wissenschaftler Dr. Alfred Heilbronn und den Botanischen Garten in Istanbul

Den Foto-Download bitte über die rechte Maustaste vornehmen.

Für Bildrechteinfo bitte hier klicken.

Visit


Masks

in all three Museums, masks are no longer mandatory, just a recommedation
for all visitors over the age of 16 we do recommend wearing a FFP-2 mask
children from the ages 6 to 15, we recommend a medical mask


Hygiene

Hygiene dispensers are available in all Museums


Cashless payment

Please pay cashless at the Museums ticket office and in the Museum Shop. EC cards are accepted.


Head Phones

In the exhibitions there are no headphones available for the audio and video stations in Fürth.

For the sake of the environment, we therefore ask you to take your own headphones with you to our audio and video stations in our exhibition space in Fürth.

Otherwise you can purchase headphones at the Museum desk for a small additional charge of €0.50.


Opening Hours During the Covid-19 Pandemic

JMF FürthDo-So, 10-17 Uhr
Mary S. Rosenberg Café
at the JMF Fürth
Do-So, 10-17 Uhr
Krautheimer Library
at the JMF Fürth
closed
JMF Krautheimer Nursery Museum in Fürthopened for booked tours only
JMF SchnaittachSa + So, 10-17 Uhr
JMF SchwabachSa + So, 10-17 Uhr
All museums open on Easter and Whit Monday
and closed on: Yom Kippur, December 24th/25th/31st and Jan. 1

Admission Fees

FürthSchnaittach & Schwabach
regularPermanent and Changing Exhibitions8€5€
Permanent or Changing Exhibitions6€5€
reduced*Permanent and Changing Exhibitions5€3€
Permanent or Changing Exhibitions3€3€
Family TicketPermanent and Changing Exhibitions18€15€
(up to 5 )Permanent or Changing Exhibitions15€15€
Free entry**Permanent and Changing Exhibitions
Permanent or Changing Exhibitions

Open Tours Fees

regular6€ plus reduced admission fee
reduced4€ plus reduced admission fee
Children (14-18 Jahre)3€ plus reduced admission fee
Children up to and including 13 yearsfree

Guided Tour Fees for Registered Groups

MUSEUMS TOURS
regular booking fee plus admission feeup to 14 visitors
reduced + free Museum entry
(ALG II, welfare recipients, asylum seeker)
up to 14 visitors
School classup to 14 visitors
Teachersup to 14 visitors
CITY TOURS
regular plus up to 14 visitors
reduced
(ALG II, welfare recipients, asylum seeker)
up to 14 visitors
School classup to 14 visitors
Teachersup to 14 visitors
CEMETERY TOURS*
regularup to 14 visitorsup to 14 visitors
reduced
(ALG II, welfare recipients, asylum seeker)
up to 14 visitors
School classup to 14 visitors
Teachersup to 14 visitors
*no Jewish cemetery in Schwabach
CANCELLATION FEES FOR BOOKED GROUP TOURS
booked group regular tour feeup to 14 visitors47€
booked group reduced tour feeup to 14 visitors30€
School class and Kindergartenup to 14 visitors
30€
Teacher, teachers in training, student groupup to 14 visitors
30€

Bags

Large bags are not permitted in the Museum. Please use our lockers and compartments for oversized bags.


Accessibility

Fürth Contemporary Buildingbarrier-free
Fürth Historical Buildingaccessibility limited: all floors except ritual bath and sukkah can be reached by elevator; different door sill heights
Former Krautheimer Nursery – Branch of The Jewish Museum FranconiaThe exhibition rooms are not barrier-free. They can only be reached by stairs
Schnaittachaccessibility limited, no elevator or stair lift
Schwabachnot barrierfree, no elevator, historical stairs
Contact person for questions about accessibilityAlisha Meininghaus

Directions & Parking

The Jewish Museum Franconia in Fürth and the Krautheimer Library

©GerhardHagen_Neubau

Königstraße 89
Car: Directions
Subway: U1 til Fürth „Rathaus“
Parking garage: Contipark Garage Flair, Königstraße 112-114


The Jewish Museum Franconia in Schnaittach

Museumsgasse 12-16
Car: Directions
Train: from Nuremberg Main Train Station to Schnaittach Train Station


The Jewish Museum Franconia in Schwabach

Blick in die Synagogengasse mit dem Jüdischen Museum Fanken in Schwabach.

Synagogengasse 10 a (rear entrance)
Car: Directions
Parking garage: Bürgerparkhaus (Rathausgasse 2-4)


Former Krautheimer Nursey – Branch of The Jewish Museum Franconia

Außenansicht der Krautheimer Krippe, einer Dependance des Jüdischen Museums Franken.

Maistraße 18
Auto: Directions
Train: Nuremberg Main Train Station to Fürth Main Train Station
Subway: U1 til Jakobinenstraße


Bürgertum

THE JEWISH MUSEUM FRANCONIA

DISCOVER THE HISTORY & PRESENCE

OF JEWISH LIFE

Discover past and present Jewish life in the historical Museum buildings and in the permanent exhibitions of the Jewish Museum Franconia in Fürth, in Schnaittach and in Schwabach

In adddition, our changing exhibitions at all three Museums convey new perspectives on a variety of Jewish themes.

PROGRAM


[tribe_events view=“list“]

GARDEN AND MARY S. ROSENBERG CAFÉ

The tranquility of the Mary S. Rosenberg Café in the sheltered courtyard with the adjoining museum garden has become a real insider tip for visitors who want to escape the hustle and bustle of everyday life for a while.

KINDER- UND FAMILIENPROGRAMM


ZITRONENKUCHEN ZU PESSACH

FERIEN-BACKWORSHOP IM JMF FÜRTH AM 3.8.22, 13-17 UHR

VON ALEPH BIS Z

FERIENANGEBOT –  ENTDECKUNGSTOUR DURCH DAS JMF FÜRTH AM 4.8.22, 10-14 UHR

WER KENNT NOCH DAS NESTHÄCKHEN?

LESUNG IM JMF FÜRTH, AM 25.9.22, 14 UHR

KÖNIG HÄNSCHEN I

LESUNG IM JMF AM 20.11.22

BAMBI

LESUNG IM JMF AM 11.12.22, 14 UHR

VERMITTLUNG


Unsere Lernangebote für Schüler:innen, Lehrkräfte und Multiplikator:innen


sergi

Unutma Bahçesi

Fürth bilim adamı Dr. Alfred Heilbron ve İstanbul Botanik Bahçeleri


Fürth’teki Yahudi Müzesi Franken’in Türkiyeli iki küratör ile iş birliği içerisinde sergilediği özel bir tohum: Unutma Bahçesi sergisi ve sanatsal araştırma projesi ile Fürth doğumlu Yahudi botanikçi Alfred Heilbronn’u ve onun İstanbul Üniversitesi bünyesinden kurduğu Botanik Bahçesi’ni anıyor.

1885’te Fürth’te bir Yahudi olarak dünyaya gelen Alfred Heilbronn – daha sonra Hıristiyanlığa geçti – Münih’te doğa bilimleri okudu ve doktorasını kazandı. Heilbronn 1914’te Münster Üniversitesi onu botanik profesörü olarak atadı. 1933’te, Nasyonal Sosyalistler sebebiyle pek çok haktan mahrum kalan Heilbronn ilkin görevden uzaklaştırıldı ardından da öğretmenlik lisansı da elinden alındı. Heilbronn bu durumdan İstanbul’daki üniversitenin kuruluş çağrısı ile kurtulabildi. 1935’ten itibaren kuruluşunun bir parçası olduğu Botanik Enstitüsü’nde ders verdi ve bir Botanik Bahçesi kurdu. Emekliliğinin ardından Almanya’ya geri dönen Heilbronn 1961’de Münsterde vefat etti. İstanbul’daki enstitü binası resmi olarak 2017 yılında Diyanet işleri Başkanlığı’na devredildi ve 2018 yılında binanın yıkımına başlandı. Botanik Bahçesi o tarihten bu yana ziyarete kapalı.

Türkiyeli mimar ve sanatçı Dilşad Aladağ ve sanatçı Eda Aslan, bahçenin yıkılma tehdidine karşı bir hatırlama ve hatırlatma mücadelesi veriyor. „Unutma Bahçesi merkezinde şu soruyu soruyor: Bir yeri ve bir vatanı „yeniden yeşertmek“ ve böylece onu hafızada yaşatmak mümkün müdür?“

Blick in den Museumsgarten des Jüdischen Museums Franken in Fürth.

Fürth’teki sergi, hem Alfred Heilbronn’un yaşadığı vatanını kaybetme, hem de Türkiye’deki işini kaybetme deneyimlerini ses, video ve sanat enstalasyonları ile sanatsal bir şekilde ifade ediyor ve bunu yaparken enstitünün ve ailenin koleksiyonundan gelen arşiv materyallerini içeriyor. Franconia’daki Yahudi Müzesi’nin müze bahçesi ve Fürth şehri de, genişletilmiş küratöryel alanlar olarak kullanılıyor:

orada, İstanbul’daki bahçeden gelen tohumlar filizleniyor, müdahaleler Heilbronn’ların aile tarihini hatırlatıyor. Almanca ve Türkçe olarak sergilenen sergi, Alman-Yahudi akademisyen ve aydınların Nasyonal Sosyalizm’in baskısından Türkiye’ye sığındıkları ve bu sayede hayatta kaldıkları unutulmuş bir tarihi de anıyor. Alman ve Türkiyeli bilim insanlarıyla konferanslar, filmler, paneller ve rehberli turlar, Türkiye’deki Yahudi tarihine ve bir sürgün ülkesi olarak Türkiye’nin rolüne ışık tutuyor.

yerJMF in Fürth | UG Neubau | Königstraße 89
süre15.7.22 – 26.2.23
giriş ücreti6€ | 3€

DER GARTEN DES (NICHT) VERGESSENS – Unutma Bahçesi

Ausstellung über den Fürther Wissenschaftler Dr. Alfred Heilbronn und den Botanischen Garten in Istanbul

TUR


Es ist ein besonderes Samenkorn, das das Jüdische Museum Franken in Fürth zusammen mit zwei türkischen Kuratorinnen auslegt: Mit dem Ausstellungs- und künstlerischem Forschungsprojekt „Garten des (nicht)Vergessens“ ehren sie den jüdischen Botaniker Alfred Heilbronn, der aus Fürth stammte und den botanischen Garten der Universität Istanbul gründete.

1885 geboren, studierte Alfred Heilbronn – der später zum Christentum konvertierte – in München Naturwissenschaften und promovierte. 1914 berief ihn die Universität Münster zum Professor für Botanik. 1933 wurde er zunächst beurlaubt, bevor er im Zuge der Entrechtung durch die Nationalsozialisten die Lehrerlaubnis verlor. Seine Rettung war der Ruf an die Universität in Istanbul. Dort lehrte er ab 1935, gründete das Institut für Botanik und legte einen Botanischen Garten an. Nach seiner Emeritierung kehrte Heilbronn 1955 nach Deutschland zurück, er starb 1961 in Münster. Das Institutsgebäude in Istanbul wurde 2017 an das Präsidium für Religionsangelegenheiten der Türkei übergeben, 2018 begann sein Abriss. Der Botanische Garten ist seither für Besucher:innen geschlossen.

Gegen die drohende Zerstörung des Gartens kämpfen die türkische Architektin und Künstlerin Dilşad  Aladağ und die Künstlerin Eda Aslan mit einem Erinnerungsprojekt. Ins Zentrum ihres „Garten des (nicht)Vergessens“ stellen sie die Frage: Ist es möglich einen Ort und eine Heimat „umzupflanzen“ und ihn so in Erinnerung lebendig zu halten?

Die Fürther Schau setzt sowohl den Heimatverlust, den Alfred Heilbronn erlebte als auch den aktuellen Verlust seines Schaffens in der Türkei künstlerisch mit Klang-, Video- und Kunstinstallationen um und bezieht dazu Archivalien des Instituts und den Nachlass der Familie ein.

Der Museumsgarten des Jüdischen Museums Franken und das Fürther Stadtgebiet werden als erweiterter kuratorischer Raum genutzt: Dort sprießt verpflanzter Samen aus dem Istanbuler Garten, Interventionen erinnern an die Familiengeschichte der Heilbronns.

Die Ausstellung – in deutscher und türkischer Sprache – erinnert zudem an ein Stück vergessener Geschichte, als deutsch-jüdische Akademiker und Intellektuelle im Nationalsozialismus Zuflucht in der Türkei suchten und so überlebten. Vorträge, Filme und Podiumsdiskussionen mit deutschen und türkischen Wissenschaftler:innen und Führungen beleuchten die jüdische Geschichte in der Türkei und ihre Rolle als Exilland.

OrtJMF in Fürth | UG Neubau | Königstraße 89
Dauer15.7.22 – 26.2.23
Kosten6€ regulär | 3€ erm.

Jüdische Feste und Bräuche in Franken

Feiertage wie Pessach, Chanukka und der Schabbat waren wichtige Bestandteile des jüdischen Lebens in Franken. Wie die dazu gehörigen koscheren Mahlzeiten zubereitet wurden, welche Bedeutung die Synagoge und die Tora hatten und wie der religiöse Alltag jüdischer Familien in Schnaittach aussah, ist anhand einer beeindruckenden Judaika-Sammlung erfahrbar.

Auch als interaktives Programm buchbar!


OrtJMF in Schnaittach, Museumsgasse 12-16
Empfehlung5.-9. Klasse
Dauer90 Minuten
Kosten3€ pro Schüler*in, 2 Begleitpersonen frei
Buchung E-Mail
PandemieHier geht es zu den aktuell gültigen Pandemie-Regeln

Eine Kinderkrippe für Fürth – Die Stifterfamilie Krautheimer | interaktives Programm

Im interaktiven Schulprogramm arbeiten Schüler:innen mit historischen Quellen und lernen wichtige Ereignisse der deutsch-jüdischen Geschichte sowie der Fürther Stadtgeschichte kennen.


OrtJMF Dependance Krautheimer Krippe, Maistraße 18 Fürth
Zielgruppe5.-13. Klasse
Dauer90 Min
Kosten3€ pro Schüler*in, 2 Begleitpersonen frei
Buchung E-Mail

Während der Covid-19-Pandemie bleibt die Dependance Krautheimer Krippe bis auf Weiteres leider geschlossen. Zayt gesunt!

Ab 23.7.22: DAS MIKWEN-PROJEKT

In Fotografien und Interviews beleuchten die Fotografin Janice Rubin und die Schriftstellerin Leah Lax wie jüdische Frauen in den Europa, den USA und in Israel das archaische Gebot der rituellen Reinigung in einer Mikwe für sich wiederbeleben. Sie zeigen wie das Eintauchen in einer Mikwe körperliche und emotionale Veränderungen verdeutlicht.

Das Gebot der rituellen Reinigung in einer Mikwe (Ritualbad) hat ihre Wurzeln in der Tora, den fünf Büchern Moses. Für Frauen wird der Besuch der Mikwe im 2. Jahrhundert unserer Zeit mit der Entstehung des Talmuds zur Pflicht. Mit dem

aufkommenden Reformjudentum ändert sich diese Sicht im 19. und 20. Jh. Das liberale Judentum sieht den Besuch der Mikwe als eine persönliche Entscheidung, die jede Frau selbst treffen darf. Der Mikwenbesuch führt die Frau nicht nur von einem, den religiösen Gesetzen nach, »unreinen« in einen »reinen« Zustand. Das Ritualbad ist in der modernen Interpretation vielmehr ein spirituelles Erlebnis, ein intimer Moment, der ganz vielschichtige Übergänge im Leben einer Frau markiert. In Kooperation mit den Jüdischen Museen Frankfurt am Main, Hohenems und Wien.

Das Mikwenprojekt

ab Samstag, den 23.7.22 im Jüdischen Museum Franken in Schwabach zu sehen. Am 23. und am 24. Juli 2022, während des Bürgerfests, haben Besucher:innen freien Eintritt.


Laufzeit23.7.22-26.3.23
OrtJMF Schwabach
Eintritt5 € regulär | 3 € erm. | am 23. und 24.7. haben alle Besucheer:innen anlässlich des Bürgerfests freien Eintritt
ÖffnungszeitenKlicken Sie bitte hier, um unsere aktuellen Öffnungszeiten und Besuchsregeln während der Pandemie zu erfahren
Barrierefreinicht barrierefrei (kein Aufzug)

Comic-Workshop: Werner Gundelfinger – Rückkehr in die Heimat(3-tägig)

Der Workshop widmet sich dem Leben des jüdischen Fürthers Werner Gundelfinger, der 1945 aus dem Exil zurückkehrte und dessen wechselvolle Erfahrungen in der Ausstellung zu sehen sind. Die Jugendlichen zeichnen Comics, die seine Geschichte erzählen. Wie fühlte er sich in seiner Heimat nach der Shoah, über die damals noch nicht so gesprochen wurde wie heute? Mit welchen Schwierigkeiten hatte er zwischen den Welten zu kämpfen? Die Comic-Autorin Nathalie Frank entführt die Teilnehmenden in die freie Ausdrucksform, die sich besonders gut für dokumentarische und historische Erzählungen eignet.

Am letzten Workhoptag findet im Anschluss eine kleine Ausstellungseröffnung mit kleinem Imbiss und Umtrunk statt. Pandemiebedingt kann leider immer nur eine Person pro Haushalt teilnehmen. Den teilnehmenden Kinder geben wir hierfür am ersten Workshoptag ein Anmeldeformular mit nach Hause.

Anmeldung über das über das Ferienprogramm Fürth


OrtJMF Fürth, Königstraße 89
Alter15-16 Jahre
Termine19.-21.04.2022 täglich 10-16 Uhr
Kosten15€ | 9€ ermäßigt (Fürth- und Ferienpass)
Buchung über das Ferienprogramm Fürth

BESUCH


Corona-Hinweise – zaygesunt!


Maskenpflicht

  • in allen drei Museen gilt keine Maskenpflicht mehr, lediglich eine Empfehlung.
  • für alle Besucher*innen ab 16 Jahren empfehlen wir eine FFP-2 zu tragen.
  • für Kinder zwischen sechs und 15 Jahren empfehlen wir eine medizinische Maske

Hygiene

in allen Museen des JMF stehen Hygienespender bereit.


bargeldlose Zahlung

Zahlen Sie an der Museumskasse und im Shop nach Möglichkeit bargeldlos. Akzeptiert wird die EC-Karte.


Kopfhörer

In Fürth liegen keine Kopfhörer für die Hör- und Videostationen aus.

Für unsere Hör- und Videostationen in Fürth bitten wir Sie daher, – der Umwelt zuliebe – ihre eigenen Kopfhörer mitzunehmen.

Köpfhörer können Sie auch an der Fürther Museumskasse für einen geringen Aufpreis in Höhe von 0,50€ erwerben.


Öffnungszeiten

JMF FürthDi-So, 10-17 Uhr
Oster- und Pfingstmontag geöffnet
Mary S. Rosenberg Café
im JMF Fürth
Di-So, 10-17 Uhr
Oster- und Pfingstmontag geöffnet
Krautheimer Studienbibliothek
im JMF Fürth
derzeit nur nach Anmeldung
bibliothek@juedisches-museum.org
JMF Krautheimer Krippe Fürthzu Führungsterminen geöffnet
JMF SchnaittachSa + So, 10-17 Uhr
Oster- und Pfingstmontag geöffnet
JMF SchwabachSa + So, 10-17 Uhr
Oster- und Pfingstmontag geöffnet
Alle Museen am Oster- und Pfingstmontag geöffnet
Schließtage: Jom Kippur, 24./25./31.12. und 1.1.

Eintrittspreise Museum

FürthSchnaittach & Schwabach
RegulärDauer- & Wechselausstellung8€5€
Dauer- oder Wechselausstellung6€5€
Ermäßigt*Dauer- & Wechselausstellung 5€3€
Dauer- oder Wechselausstellung3€3€
FamilienticketDauer- & Wechselausstellung 18€15€
(bis zu 5 Personen)Dauer- oder Wechselausstellung 15€15€
Freier Eintritt**

*Empfänger/innen von Transferleistungen (ALG II, Sozialhilfe,ASYL) Dauer- und Wechselausstellung, Bayerische Ehrenamtskarte

** Kinder bis einschließlich 13 Jahren; mit Nachwei für Empfänger*innen von Transferleistungen (ALG II, Sozialhilfe, Grundsicherung oder Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz); Fürth-Pass-Inhaber*innen (Dauerausstellung), ärztlich als notwendig anerkannte Begleitpersonen von Schwerbehinderten, Mitglieder des Deutschen Museumsbunds und ICOM-Mitglieder, Journalist*innen, Mitglieder des Vereins zur Förderung dees Jüdischen Museums Franken (Dauerausstellung); Nürnberg Card-Inhaber*innen, Mitglieder des Bundesverbands Museumspädagogik


Preise offene Führungen

regulär6€ zzgl. erm. Eintritt
ermäßigt4€ zzgl. erm. Eintritt
Jugendliche (14-18 Jahre)3€ zzgl. erm. Eintritt
Kinder bis einschließlich 13 Jahrenfrei

Preise Führungen für angemeldete Gruppen

MUSEUM
regulär zzgl. Eintrittbis 14 Personen60€
ermäßigt + freier Museumseintritt
(ALG II, Sozialhilfe, Asyl)
bis 14 Personen45€
Schulklassebis 14 Personen3€ pro Person
Lehrer:innen,
Referendar:innen
bis 14 Personen45€
STADT
regulärbis 14 Personen60€
ermäßigt
(ALG II, Sozialhilfe, Asyl)
bis 14 Personen45€
Schulklassebis 14 Personen3€ pro Person
Lehrer:innen,
Referendar:innen
bis 14 Personen45€
FRIEDHOF*
regulärbis 14 Personen60€
ermäßigt
(ALG II, Sozialhilfe, Asyl)
bis 14 Personen45€
Schulklassebis 14 Personen3€ pro Person
Lehrer:innen,
Referendar:innen
bis 14 Personen45€
*kein jüdischer Friedhof in Schwabach
STORNOGEBÜHREN
gebuchte Gruppe regulär47€
gebuchte Gruppe ermäßigt30€
Schul-, Kindergartengruppe30€
gebuchte Multiplikatorengruppe
(Lehrer*innen,
Referendar*innen,
Studierende)
30€

Taschen

Große Taschen und Gepäckstücke sind im Museum nicht erlaubt. Bitte nutzen Sie unsere Fächer und Spinde zum Verstauen von Taschen und Gepäckstücke

Barrierefreiheit

Fürth Neubau

Fürth Neubau

barrierefrei

Fürth Altbau

bedingt barrierefrei, alle Stockwerke außer Ritualbad und Laubhütte sind mit dem Aufzug erreichbar; unterschiedliche Türschwellenhöhen

Schnaittach

bedingt barrierefrei, kein Aufzug

Schwabach

nicht barrierefrei, kein Aufzug

Ansprechpartnerin für Fragen zur Barrierefreiheit

Anfahrt


Jüdisches Museum Franken in Fürth und Krautheimer Studienbibliothek

©GerhardHagen_Neubau

Königstraße 89
Auto: Anfahrt
U-Bahn: U1 bis Fürth „Rathaus“
Parken: Tiefgarage City Center, Königstraße 112-114

Die Ausstellungsräume im Altbau sind bedingt barrierefrei. Vier Ausstellungsebenen sind mit dem Fahrstuhl erreichbar. Zwischen den Räumen sind Fußschwellen in unterschiedlicher Höhe. Laubhütte und Mikwe sind nur über Treppen erreichbar. Der gesamte Neubau und die Studienbibliothek sind barrierefrei.


Jüdisches Museum Franken in Schnaittach

Museumsgasse 12-16
Auto: Anfahrt
Zug: Schnaittach Bahnhof

Die Ausstellungsräume sind bedingt barrierefrei. Die oberen Stockwerke sind ausschließlich über Treppenstufen erreichbar. Im gleichen Gebäude befindet sich das Heimatmuseum Schnaittach.


Jüdisches Museum Franken in Schwabach

Blick in die Synagogengasse mit dem Jüdischen Museum Fanken in Schwabach.

Synagogengasse 10 a (rückwärtiger Eingang)
Auto: Anfahrt
Parken: Bürgerparkhaus

Die Ausstellungsräume sind nicht barrierfrei.
Sie lassen sich nur über Treppenstufen erreichen.


Dependance Krautheimer Krippe

Maistraße 18
Auto: Anfahrt
Bahn: Fürth Hbf
Ubahn: Jakobinenstraße

Die Ausstellungsräume sind nicht barrierfrei. Sie lassen sich nur über Treppenstufen erreichen.


Bürgertum

JÜDISCHES MUSEUM FRANKEN

ENTDECKEN SIE GESCHICHTE & GEGENWART

JÜDISCHEN LEBENS

Mit unseren Wechselausstellungen an allen drei Standorten eröffnen wir neue Blicke auf eine Vielfalt jüdischer Themenwelten.

VERANSTALTUNGEN


Aus technischen Gründen ist unser Veranstaltungskalender in der gewohnten Form derzeit leider nicht abrufbar. Wir bemühen uns um eine schnelle Lösung des Problems.

02.10.22 | 14 Uhr – Sonntagsführung in Fürth – entfällt


02.10.22 | 14 Uhr | Friedhofsführung in Schnaittach

Kronen, Kannen und segenende Hände

Begeben Sie sich auf eine Spurensuche mit Sandra Höfling über auf die jüdischen Friedhöfe Schnaittachs. Die Erinnerung an verstorbene Familien- und Gemeindemitglieder spielt im Judentum eine wichtige Rolle. Jüdische Begräbnisrituale sind daher genau beschrieben und wurden auch in Schnaittach jahrhundertelang praktiziert. Zeichen und Symbole sind bis heute auf Grabsteinen der drei Schnaittacher Friedhöfen erhalten. Darauf geht dieser Rundgang genauer ein.

Männer bringen bitte eine Kopfbedeckung mit.

Vorab oder im Anschluss des Rundgangs können Gäste zum erm. Eintritt das JMF in Schnaittach und die derzeit gezeigte Wechselausstellung besuchen.

Ort: JMF Schnaittach, Museumsgasse 12-16
Anmeldung: besuch@juedisches-museum.org
Führungsgebühr: 6€ | 4€


02.10.22 | 14 Uhr | Stadtführung in Schwabach

Tora-Rolle aus Forth aus der Sammlung Gundelfinger. Die Tora-Rolle ist im Jüdischen Museum in Fürth ausgestellt.

Stadtführung „Simchat Tora – Fest der Tora-Freude“ mit Jutta Müller

Im jüdischen Kalender ist derzeit Sukkot, das Laubhüttenfest. Der letzte Tag dieses Festes ist ein besonderer Tag: Simchat Tora, das Fest der Torafreude. Religiöse Jüdinnen und Juden feiern den Tag vorwiegend in der Synagoge. Was wissen wir über das Fest – und wie feierten es jüdische Familien auch in Schwabach? Begleiten Sie Jutta Müller durch das Viertel um die Alte Synagoge und lernen Sie das ehemalige jüdische Schwabach und jüdische Bräuche kennen.

Im Anschluss begeht die Gruppe die Ehemalige Synagoge, in der zweite Teil der aktuellen Wechselausstellung des Jüdischen Museums Franken in Schwabach „Das Mikwenprojekt“ zu sehen ist.

Ort: JMF Schwabach, Synagogengasse 10a, rückwärtiger Eingang
Anmeldung:
schwabach@juedisches-museum.org
Führungsgebühr: 6€ | 4€, zzgl. erm. Eintritt pro Person


Di, 11.10.22 | 19:30-20:30 Uhr | Online-Podiumsgespräch Juden in der Türkei

Die Politik der Türkei gegenüber den Juden während des Zweiten Weltkriegs

Die Geschichte der Universitätsreform von 1933 und der in die Türkei eingeladenen jüdischen deutschen Professoren ist ein wichtiges Kapitel in der Geschichte der Einwanderung nach Deutschland und in die Türkei.

Viele der Professoren spielten nicht nur eine wichtige Rolle bei der Gründung der türkischen Universtitäten, sondern bauten sich auch ein neues Leben in der Türkei auf. Die öffentlichen Programme, die die Ausstellung „Der Garten des (nicht) Vergessens“ im Jüdischen Museum Franken in Fürth begleiten, konzentrieren sich auf diesen Teil dr Geschichte sowie auf die Judenpolitik der Türkei im Allgemeinen während dieser Jahre.

Der Round Table Talk ist mit den Wissenschaftler:innen Izzet Bahar, Corry Guttstadt, Nora Seni (Moderatorin), hochkarätig besetzt.

Die Veranstaltung findet in englischer Sprache statt.

Ort: zoom
Anmeldung: besucherservice@juedisches-museum.org
kostenfrei


So, 16.10.22 | 14 Uhr | Vortrag in Schwabach
Johann Christoph Leißner und Model Marx

Zur christlich-jüdischen Zusammenarbeit bei der herrschaftlichen Gold- und Silberdrahtmanufaktur in Schwabach

Vortrag von Prof.in Dr. Michaela Schmölz-Häberlein

Sechs Jahre bevor Markgraf Johann Friedrich von Brandenburg-Ansbach 1685 die Niederlassung von Hugenotten in seiner Amtsstadt Schwabach erlaubte, wurde dort eine Gold- und Silberbortenmanufaktur gegründet, um deren Betrieb es schon bald große rechtliche Auseinandersetzungen gab. Dem Nürnberger Johann Christoph Leißner wurde 1679 gestattet sich in Fürth niederzulassen und einen Vertrieb für Gold- und Silberdraht aufzubauen. 1680 übertrug man ihm die Leitung der herrschaftlichen Manufaktur in Schwabach vor dem Zöllnertor, die an den Kammerrat Georg Benedikt Eyermann unterstellt war. Als die vormundschaftliche Regierung 1689 diese an den Hofjuden Marx Model verpachtete, lieferte Leißner regelmäßig Ware an diesen, wohingegen Model ihn mit den nötigen Rohmaterialien sowie ausreichend Kapital versorgte. Als Leißner, Ware in schlechter Qualität lieferte, kam es zum Bruch zwischen den beiden Geschäftspartnern und zur Aberkennung des kaiserlichen Privilegs zur Fabrikation von bestimmtem Silberdraht im Markgraftum.

Anhand dieses Schwabacher Beispiels soll gezeigt werden, dass geschäftliche Kooperationen zwischen jüdischen und christlichen Wirtschaftsakteuren deutlich weiterverbreitet waren, als man bislang in den Blick genommen hat. Gerichtsakten, die im Falle des Konflikts erhalten haben, erlaubten die Beobachtung, dass wirtschaftliche Kontakte zwischen Christen und Juden keineswegs nur punktuell waren, sondern auch längerfristige Formen der Zusammenarbeit einschlossen und mitunter auch von staatlicher Seite gewünscht war. 

Michaela Schmölz-Häberlein ist außerplanmäßige Professorin an der Otto-Friedrich-Universität in Bamberg und leitet zwei DFG Projekte zur jüdischen Geschichte der Frühen Neuzeit an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt.

Eine Veranstaltung des Jüdischen Museums Franken in Kooperation mit dem VEREIN SYNAGOGENGASSE 6 e.V. und der Katholischen Universität Eichstätt.

Ort: Ehemalige Synagoge, Synagogengasse 6, Schwabach
Eintritt: 8€/5€
Anmeldung: schwabach@juedisches-museum.org


So, 23.10.22 | 14 Uhr | Führung durch die Wechselausstellung im JMF Schwabach und der Ehemaligen Synagoge

Das Mikwenprojekt

Die amerikanische Fotografin Janice Rubin und die Schriftstellerin Leah Lax haben sich über mehrere Jahre lang in Interviews, mit Porträts und berückend schönen Unterwasseraufnahmen mit dem Verhältnis jüdischer Frauen zur Tradition der Mikwe (Ritualbad) beschäftigt. Sie thematisieren die traditionelle Überlieferung des Rituals und seine Wahrnehmung durch Frauen heute. Dabei wird die im Judentum umstrittene Rolle der Mikwe wie auch ihre Renaissance im Zeichen neuer Formen feministischer jüdischer Spiritualität offenbar.

Jutta Müller führt die Teilnehmer:innen durch die Fotoausstellung „Das Mikwen-Projekt“ im Jüdischen Museum Franken und in die Ehemalige Synagoge. Auf dem Weg zwischen Museum und Synagoge erfahren die Teilnehmerinnen mehr über Schwabachs historische Mikwen.

In Kooperation mit dem Verein Synagogengasse 6 e.V.

Ort: JMF Schwabach, Synagogengasse 10a, rückwärtiger Eingang
Führungspauschale: 6€/4€, zzgl. erm. Eintritt pro Person
Anmeldung: schwabach@juedisches-museum.org


25.10.22 | 19 Uhr | Vortrag im JMF Fürth zum christl.-jüd. Alltag im 17. /18. Jh.

Zeiträume – Schabbat und Sonntag, Schulklopfer und Kirchenglocken

Variable Kontakträume zwischen Fürther Juden und Christen

Vortrag von Franziska Strobel, Katholische Universität Eichstätt

Zeit schafft Räume – bestimmte Zeiten im Alltag der Menschen verändern die Nutzung ihres Lebensraums. Im 17. und 18. Jahrhundert gibt vor allem die Religion den Menschen einen festgefügten Rahmen vor, der Tag, Woche und Jahr gliederte. Diese Strukturierung unterschied Juden und Christen. Während für die einen der Samstag Ruhetag und Sonntag Arbeitstag war, ruhten die anderen sonntags und arbeitete samstags. Ebenso differierten die täglichen Gebetszeiten und Feiertage. Der Vortrag geht der Frage nach, wie religiöse Praktiken und Traditionen das Zusammenleben der Menschen konkret beeinflussen und in welchem Kontext dies zu Konflikten führte? Waren die religiös getrennten, doch für alle einsehbaren öffentlichen Räume für die Einwohner:innen überhaupt  Thema oder fielen diese Unterschiede nur Außenstehenden auf, die in ihrem Alltag nicht mit jüdischem Leben konfrontiert waren? Der Vortrag versucht einen ersten Einblick in die Situation vor Ort an einigen ausgewählten Beispielen.

Franziska Strobel promoviert seit 2018 zum Thema „Kontakte und Konflikte zwischen Juden und Christen im Rahmen lokaler Koexistenz in Fürth – 1648-1792“. Seit Januar 2020 ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin im DFG-Projekt „Fraktalität und Dynamiken jüdischer Lebensformen im Süden des Alten Reichs im 17. Und 18. Jahrhundert“

Ort: JMF Fürth, Königstraße 89 | Neubau
Eintritt: 8€ | 5€ erm.
Anmeldung: besucherservice@juedisches-museum.org


So, 10.10.22 | 14 Uhr | Führung JMF Fürth
GARTEN DES (NICHT) VERGESSENS

Führung durch die Wechselausstellung und den Museumsgarten mit Benjamin Herrmann

Es ist ein besonderes Samenkorn, das das Jüdische Museum Franken in Fürth zusammen mit zwei türkischen Kuratorinnen auslegt: Mit dem Ausstellungs- und künstlerischem Forschungsprojekt „Garten des (nicht)Vergessens“ ehren sie den jüdischen Botaniker Alfred Heilbronn, der aus Fürth stammte und den botanischen Garten der Universität Istanbul gründete.

Benjamin Herrmann führt die Teilnehmer:innen durch die Wechselausstellung und den Museumsgarten. Die Führung beginnt im Museumsgarten und führt im Anschluss durch die Wechselausstellung. Im Anschluss können die Besucher:innen die Dauerausstellung auf eigene Faust erkunden.

Ort: JMF Fürth, Königstraße 89
Kosten: Führungspauschale 6€/4€, zzgl. erm. Eintrittspreis
Anmeldung: besucherservice@juedisches-museum.org


So, 6.11.22 | 16 Uhr | Vortrag im JMF Fürth zur Fürther Lernnacht NEU!

Über Leben in Extremen. Was war Gesellschaft in Theresienstadt?

Vortrag von Professorin Dr. Anna Hájková

Wie entstehen Zugehörigkeiten, Ethnizität und soziale Machtverhältnisse? Die Historikerin Anna Hájková hat ein Buch über die Inhaftierten in Theresienstadt geschrieben, das uns mehr und anderes über Gesellschaft erzählt, als man vermuten würde. Ca. ein Drittel der jüdischen Bevölkerung wurde im Nationalsozialismus deportiert, viele wurden in das Ghettolager Theresienstadt verschleppt – auch viele Juden und Jüdinnen aus Franken.

Seit 1942 galt das Ghettolager Theresienstadt in der NS-Propaganda als sogenanntes „Altersghetto“, wohin ältere und prominente Juden und Jüdinnen deportiert wurden. Theresienstadt verklärten die Nationalsozialisten auch zu einer angeblichen „jüdischen Mustersiedlung“ und führten sie ausländischen Besuchern vor. Zwischen 1942 und 1943 waren oft mehr als 40.000 Insassen dort untergebracht. Theresienstadt diente den Nationalsozialisten als Gestapo-Gefängnis, als Transitlager und als sogenanntes „Altersghetto“ zur Ermordung von Juden und Jüdinnen.

Anna Hájková ist Associate Professor of Modern Continental European History an der Universität Warwick (Vereinigtes Königreich) und forscht über die Geschichte des Holocaust; ihr jüngstes Buch „The Last Ghetto“ wurde mehrfach ausgezeichnet. Sie arbeitet gegenwärtig an einem Projekt über transgressive Sexualität im Holocaust.

Ort: JMF Fürth, Königstraße 89 | Altbau
Eintritt frei
Anmeldung: besucherservice@juedisches-museum.org


Sa, 5.11.22 | 19 Uhr | Sparkassensaal Schnaittach | Lernnacht

Portrait von Bernhard Purin, Museumsleiter des Jüdischen Museums München. ©Daniel Schvarcz

Die Judaica-Sammlung in Schnaittach im bayerischen und internationalen Kontext

Vortrag zur Schnaittacher Lernnacht von Bernhard Purin, München

Die im Nationalsozialismus gesammelte und im Heimatmuseum Schnaittach erhaltene Judaika-Sammlung wird seit 1996 im Jüdischen Museum Franken in Schnaittach ausgestellte. Sie zählt heute zu den bedeutendsten ihrer Art in Bayern. Sie hat eine problematische Geschichte, da sie im Nationalsozialismus vom damaligen Heimatmuseumsleiter Gottfried Stammler gesammelt wurde. Auch an anderen Orten haben sich ähnliche Sammlungen erhalten. Der Vortrag stellt die Sammlung in einen vergleichenden Kontext, betrachtet Gemeinsamkeiten und Unterschiede und beleuchtet auch jenen Sammlungsteil, der nach 1945 in US-amerikanische Museen gelangte.

Bernhard Purin, geb. 1963 in Bregenz, ist Kulturwissenschaftler, baute 1995–2002 die Jüdischen Museen in Schnaittach und Fürth auf. Seit 2003 leitet er das Jüdische Museum München.

Ort: Sparkassensaal Schnaittach | Marktplatz 5
Eintritt frei
Anmeldung: schnaittach@juedisches-museum.org


SO, 13.11.22 | 14 Uhr | Führung in Schwabach
DAS MIKWEN-PROJEKT

Das Mikwenprojekt

DAS MIKWEN-PROJEKT

Führung durch die aktuelle Wechselausstellung im JMF Schwabach und in der ehemaligen Synagoge sowie durch die Synagogengasse und Umgebung mit Sabine Forkel-Kutschka

Das Gebot der rituellen Reinigung in einer Mikwe (Ritualbad) hat ihre Wurzeln in der Tora, den fünf Büchern Moses. Für Frauen wird der Besuch der Mikwe im 2. Jahrhundert unserer Zeit mit der Entstehung des Talmuds zur Pflicht. Lernen Sie mehr über den Bedeutungswandel der rituellen Reinheit für jüdische Frauen bis heute in der aktuellen Fotoausstellung „Das Mikwen-Projekt“, die im JMF Schwabach und in der Ehemaligen Synagoge gezeigt wird, und entdecken Sie mit Sabine Forkel-Kutschka Häuser mit ehemaligen Ritualbädern in Schwabach.

In Kooperation mit dem Verein Synagogengasse 6 e.V.

Ort: JMF Schwabach, Synagogengasse 10a, rückwärtiger Eingang
Führungspauschale: 6€/4€, zzgl. erm. Eintritt pro Person
Anmeldung: schwabach@juedisches-museum.org


Sa, 19.11.22 | 11-18:30 Uhr | AUSFLUG VON FÜRTH NACH SULZBACH ROSENBERG

Stadtpartie nach Sulzbach-Rosenberg mit Pfarrer Walter Drescher

Sulzbach-Rosenberg war in der frühen Neuzeit ein führendes Zentrum jüdischen Lebens und des interreligiösen Dialogs. Am Samstag, den 19. November bietet das Jüdische Museum Franken einen Ausflug mit Besichtigung der klassizistischen Synagoge und Führung durch die Stadt an. Begleitet werden wir durch den Stadtarchivar Johannes Hartmann.

Treffpunkt: Die Gruppe trifft sich um 11.00 Uhr am Centaurenbrunnen des Bahnhofplatzes.

Mit U- und Regionalbahn fahren wir in die oberpfälzische Residenzstadt.

Um 13.00 Uhr Vortrag und Besichtigung in der Synagoge, anschließend kehren wir zu Kaffee und Kuchen ein. Danach suchen wir interessante Orte in der Stadt auf.

Um 17.30 Uhr fahren wir mit Regional- und S-Bahn wieder nach Fürth und kommen um 18.30 Uhr an.

Kosten pro Teilnehmer/in: 30,- €. Darin inbegriffen: Bahnticket und Führung in der Synagoge und durch die Stadt.

Anmeldung: besucherservice@juedisches-museum.org


So, 20.11.22 | 14-15 Uhr | Lesung in der Adolph S. Ochs Lounge zum Tag der Kinderrechte

ZUM TAG DER KINDERRECHTE:

KÖNIG HÄNSCHEN DER ERSTE

LESUNG MIT SABINE FORKEL-KUTSCHKA FÜR KINDER UND ERWACHSENE

König Hänschen der Erste würde viel lieber mit anderen Kindern spielen. Doch das kann er nicht, weil seine Eltern gestorben sind und er die Regierungsgeschäfte übernehmen muss. Die Katastrophen, mit denen sich König Hänschen auseinandersetzen muss hat er den Erwachsenen zu verdanken: Krieg, Hass, Ungerechtigkeit. Dennoch versucht er Solidarität und Friede unter die Völker zu bringen.

„König Hänschen der Erste“ schrieb der polnische Reformpädagoge und Arzt Janusz Korczak im Jahr 1923. Bis heute ist es in Polen eines der beliebtesten Kinderbücher. Es zählt bis heute zu einem der beliebtesten Kinderbücher in Polen. Korczak leitete in Warschau mehrere Waisenhäuser, die als „Kinderrepubliken“ organisiert waren. 1942 wird er mit seinen Helfern und allen Kindern des Waisenhauses Dom Sierot aus dem Warschauer Ghetto abgeholt, nach Treblinka deportiert und dort ermordet.

Sabine Forkel-Kutschka liest aus dem Werk Korczaks. Daher eignet sich die Lesung für Gäste ab 9 Jahre bis 120!

Im Anschluss gibt es wieder frische Backwaren, diesmal Chanukka-Kekse, aus der Museumsküche gebacken von Elena Litinski!

Ort: JMF Fürth, Königstraße 89
Kosten: 8€ Erw. | 5€ Kinder
Anmeldung: besucherservice@juedisches-museum.org


So, 27.11.22 | 14-15:30 | Online-Veranstaltung
VON TRAGETASCHEN, GÄRTEN UND KISTEN – EXHIBITION TALK
DILSAD ALADAG UND EDA ASLAN IM GESPRÄCH MIT ASLIHAN DEMIRTAS

Dilşad Aladağ und Eda Aslan besprechen mit Aslıhan Demirtaş (Architektin und Forscherin), die den Ausstellungstext zu ihrer ersten Ausstellung „The Garden of (not) Forgetting“ im DEPO Istanbul geschrieben hat, ihre Reise, die 2017 mit Exkursionen in den Alfred Heilbronn Botanischen Garten sowie zu den Themen Besuchen, Sammeln und Geschichtenerzählen.

Aslihan Demirtas ist Architektin und Leiterin des interdisziplinären Studios Aslihan Demirtas Design & Research Office mit Sitz in New York und Istanbul. Ihre Praxis ist interdisziplinär in Form von Bauen, Forschungsausstellungen und Kunstprojekten. Oft werden Landschaften in ihren Arbeiten zu Installationen.

Die Veranstaltung findet in englischer Sprache statt.

Anmeldung zur Online-Veranstaltung: event@juedisches-museum.org


SO, 04.12.22 | 14 Uhr | Führung in Schwabach
DAS MIKWEN-PROJEKT

DAS MIKWEN-PROJEKT

Führung durch die aktuelle Wechselausstellung im JMF Schwabach und in der ehemaligen Synagoge sowie durch die Synagogengasse und Umgebung mit Sabine Forkel-Kutschka

Das Gebot der rituellen Reinigung in einer Mikwe (Ritualbad) hat ihre Wurzeln in der Tora, den fünf Büchern Moses. Für Frauen wird der Besuch der Mikwe im 2. Jahrhundert unserer Zeit mit der Entstehung des Talmuds zur Pflicht. Lernen Sie mehr über den Bedeutungswandel der rituellen Reinheit für jüdische Frauen bis heute in der aktuellen Fotoausstellung „Das Mikwen-Projekt“, die im JMF Schwabach und in der Ehemaligen Synagoge gezeigt wird, und entdecken Sie mit Sabine Forkel-Kutschka Häuser mit ehemaligen Ritualbädern in Schwabach.

In Kooperation mit dem Verein Synagogengasse 6 e.V.

Ort: JMF Schwabach, Synagogengasse 10a, rückwärtiger Eingang
Führungspauschale: 6€/4€, zzgl. erm. Eintritt pro Person
Anmeldung: schwabach@juedisches-museum.org


So, 11.12.22 | 14 Uhr | Lesung in der Adolph S. Ochs Lounge im JMF Fürth
BAMBI – EINE LEBENSGESCHICHTE AUS DEM WALDE

BAMBI – EINE LEBENSGESCHICHTE AUS DEM WALDE

Spätestens seit der Disneyverfilmung über ein verwaistes Rehkitz kennt jeder die Geschichte von „Bambi“. Nur wenigen jedoch ist heute bekannt, dass der Autor Felix Salten jüdisch war. Sabine Forkel-Kutschka liest in unserer neuen Lesereihe für Kinder berühmte Kinderromane jüdischer Autoren. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Lesen!-Festival des Fürther Kulturamts statt.

Geschützt im Dickicht des Waldes wird Bambi geboren. Jeden Tag lernt er mehr über die Geheimnisse des Lebens, aber auch über die Gefahren, die Menschen bringen, muss Bambi schmerzlich lernen. Bei einer Treibjagd verliert er seine Mutter und schlägt sich von nun an ganz alleine durch. Seine Freunde Faline und Gobo helfen ihm dabei. Mit ihnen erlebt er Freundschaft und viele Abenteuer. So vergeht die Zeit bis Bambi größer wird und sich verliebt.

Zsiga Salzmann alias Felix Salten (1869-1945) war ein ungarisch-jüdischer Autor, der mit seinen Eltern nach Österreich gekommen war und den aufsteigenden Antisemitismus intensiv erlebte. Manche deuten das Kinderbuch Bambi, in dem die Rehe das jüdische Volk symbolisieren, als ein politisches Werk mit dem Salten Kritik an den Antisemitismus übte. Die Nationalsozialisten sahen in Bambi eine anti-Nazi Allegorie und verbrannten es 1933.

Sabine Forkel-Kutschka ist freischaffende Autorin, Schauspielerin, Theater- und Kunstpädagogin. Sie hatte Lehraufträge an der Fachakademie für Sozialpädagogik in Erlangen und an der FH Ansbach. Sie leitet Theatergruppen an Schulen, Kindergärten und Horten. Ihre Leidenschaft und Liebe gehört dem Theater, wo sich unterschiedliche Kunstformen begegnen. Diesen Reichtum zu vermitteln, damit zu spielen und zu experimentieren ist ihr Markenzeichen in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen.

Nach der Veranstaltung gibt es für die Kinder frisches Chanukka-Gebäck aus der Museumsküche.

Ort: JMF Fürth, Königstr. 89
Kosten: 8€ Erw./5€ Kind
Anmeldung: besucherservice@juedisches-museum.org



MARY S. ROSENBERG CAFÉ UND GARTEN

Die Ruhe des Mary S. Rosenberg Cafés im geschützten Innenhof mit angrenzendem Museumsgarten ist ein wahrer Geheimtipp für Besucher*innen geworden, die dem Trubel des Alltags für eine Weile entfliehen möchten.

mehr zum Café und Garten

Pressefotos: Rückkehr in die Heimat bis 6.12.2022 im JMF Fürth

#1 Plakatmotiv
© Jüdisches Museum Franken | Grafik: Katja Raithel, zurgegstaltung Nürnberg
#2 Die Familie Gundelfinger: Werner, Suzanne, Daniel, Ronnie (im Vordergrund)
© Jüdisches Museum Franken | Ronnie Gundelfinger
#3 Die Familie Gundelfinger: Werner, Suzanne, Daniel, Ronnie (im Vordergrund)
© Jüdisches Museum Franken | Ronnie Gundelfinger
#3 Hochzeitsaufnahme: Alfred Gundelfinger und Hilde, geborene Wolf aus Köln
© Jüdisches Museum Franken | Ronnie Gundelfinger
#5 Die Gundelfingers auf der Fürther Kärwa: v.l.n.r. Suzanne, Daniel, Alfred, Ronnie, 1956
Fotograf: Werner Gundelfinger #2 Die Familie Gundelfinger: Werner, Suzanne, Daniel, Ronnie (im Vordergrund)
© Jüdisches Museum Franken | Ronnie Gundelfinger
#6 Tora-Aufsätze, 19. Jh., Schenkung Werner Gundelfinger
© Jüdisches Museum Franken
#7
Tora-Krone, Schenkung Werner Heilbronn
Nürnberg, um 1770, Silber, Glasfußbesatz Meister: Johann Samuel Beckensteiner (1713-1781)
© Jüdisches Museum Franken
Kopfbedeckung und Tallit und Tallit-Beutel, um 1920, Schenkung Suzanne Gundelfinger
© Jüdisches Museum Franken

LERNANGEBOTE FÜR SCHULKLASSEN


Das Jüdische Museum Franken kann mit seinen drei Häusern in Fürth, Schnaittach und Schwabach schulisches Lernen hervorragend ergänzen. Alle drei Häuser des JMF befinden sich in historischen Gebäuden mit einzigartigen baulichen Spuren, die eindrucksvoll vom jüdischen Leben ihrer Zeit erzählen.

Sie machen die Häuser des Jüdischen Museums Franken zu idealen außerschulischen Lernorten, an denen die Vielfalt jüdischen Lebens in Franken von seinen Anfängen bis in die Gegenwart entdeckt werden kann.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

UNSERE AKTUELLLE BILDUNGSBROSCHÜRE ZUM DOWNLOAD

FÜHRUNGEN & INTERAKTIVE PROGAMME FÜR SCHULKLASSEN

FÜHRUNGEN IN FÜRTH


Du darfst – koscher essen

interaktives Programm im JMF Fürth für Vorschulkinder und Klassen 1-5

mehr

Wie schmecken koschere Gummibärchen? Was macht ein Rabbiner in der Coca-Cola-Fabrik? Und was bedeutet eigentlich »koscher«? Bei diesem interaktivem Programm sind Entdecken und Probieren ausdrücklich erwünscht.

Spielerisch nähern sich die Kinder dem Thema und lernen, dass die jüdische Kultur und andere Religionen eigene Speisegebote, Feste und Gebräuche pflegen.

Lehrplanbezug: GS Et. 1-2/3.2, Et. 3-4/3.2, KR 1-2/10

JMF Fürth | Königstr. 89
3€ pro Schüler*in, 2 Begleitpersonen frei
90 Minuten
buchen


Ein jüdisches Dingsda

digitales Angebot für Klassen 4-7 in der Schule oder kombinierbar mit einem Museumsbesuch

mehr

Laubhütten, Besamimbüchsen, Torarollen – „jüdische“ Dinge, die bei der ersten Begegnung mysteriös erscheinen. Im digitalen Padlet-Programm des Jüdischen Museums Franken animieren Dinge aus der jüdischen Tradition Kinder und Jugendliche, Schüler:innen wie Erwachsene zum Rätselraten.

Beim „Padlet“-Format handelt es sich um eine digitale Pinnwand mit Bildern von Objekten. Schüler:innen tasten sich an die Bedeutung der Objekte und den religiösen Kontext heran, indem sie Fragen und Assoziationen in die Kommentarfelder des Padlets tippen.

Im zweiten Schritt besucht ein Museumsguide mit Objekten im Gepäck die Schulklasse – entweder virtuell oder vor Ort. Nun beginnt ein Gespräch über die dargestellten Objekte, die Vermutungen und die Fragen der Schüler:in- nen.

Die Bereitstellung des Links zum Programm erfolgt durch das Jüdische Museum, eine Installation ist nicht notwen- dig. Das Klassenzimmer sollte mit stabiler Internetverbin- dung sowie interaktivem Whiteboard oder Beamer mit Laptop ausgestattet sein.

Das Padlet-Angebot kann alternativ als Vorbereitung für ein Museumsbesuch gebucht werden. Der Besuch eines Guides in der Schule entfällt in diesem Fall.

JMF Fürth | Königstraße 89
3€ pro Schüler:in, 2 Begleitpersonen frei
90 Minuten
buchen


Rallye

Fürther Hausgeschichten

Museumsrallye durch das ehemalige Wohnhaus der jüdischen Familie Fromm für Klassen 5-7

mehr

Unterwegs im über 300 Jahre alten Wohnhaus der Familie Fromm: Wer entdeckt zuerst das Ritualbad? Wer findet die Laubhütte? Wo war die Küche und wo die empfingen die Fromms Gäste?

Ausgestattet mit Impulsbildern spüren die Schüler:innen historische Relikte in dem verwinkelten Museumsgebäude auf. Dabei erkunden sie das größte Ausstellungsstück des Museums – das Gebäude selbst und lernen spielerisch das jüdische Alltagsleben im 18. und 19. Jahrhundert kennen.

Lehrplanbezug: GS HSU 3-4/4.1-4.3

JMF Fürth | Königstraße 89
3€ pro Schüler:in, 2 Begleitpersonen frei
90 Minuten
buchen


Die Krautheimer Krippe

Führung durch das Gebäude der ehemaligen Kinder Krippe und die darin enthaltenen Ausstellungsräume für Klassen 5-13

mehr

Die Führung vermittelt die Geschichte der einzigartigen Fürther Stiftung und das Schicksal der Stifterfamilie Krautheimer, die aufgrund des aufkeimenden Antisemitismus gezwungen war, nach Schweden und den USA auszuwandern.

Lehrplanbezug: MS GPG 8.2, RS G 9.4 und 9.5, Gym G 9.2

Dependance Krautheimer Krippe | Maistraße 18
3€ pro Schüler:in, 2 Begleitpersonen frei
90 Minuten
buchen


Die Stifterfamilie Krautheimer

interaktives Schulprogramm in der Krautheimer Studienbibliothek über die Stifterfamilie Krautheimer

mehr

In diesem Programm arbeiten Schüler:innen mit historischen Quellen und lernen wichtige Ereignisse der deutsch-jüdischen Geschichte sowie der Fürther Stadtgeschichte kennen.

Lehrplanbezug: MS GPG 8.2, RS G 9.4 und 9.5, Gym G 9.2

Fürth, Krautheimer Studienbibliothek
3€ pro Schüler:in, 2 Begleitpersonen frei
90 Minuten
buchen


Tallit und Kopfbedeckung

Jüdische Wurzeln des Christentums

Museumsführung für Erstkommunionkinder, Firmlinge, Konfirmand:innen

mehr

Das Christentum hat jüdische Wurzeln. Jesus war Jude, feierte jüdische Feste und predigte in Synagogen. Kinder und Jugendliche stoßen spätestens im Rahmen der Sakramentenvorbereitung in den Texten der Evangelien auf jüdische Themen. Die Hintergründe und Bedeutung jüdischer Wurzeln im Christentum erfahren sie anhand zahlreicher Judaika und der Hausgeschichte des Museumsgebäudes in der Führung.

In Kooperation mit dem Erzbischöflichen Dekanat Fürth

im JMF Fürth | Königstr. 89
3€ pro Schüler:in, 2 Begleitpersonen frei
90 Minuten
buchen


Jüdische Feiertage und Riten

Als Museumsführung oder interaktives Programm buchbar für Klassen 7-13

mehr

Die Schüler:innen lernen in dieser Führung jüdische Riten und Feiertage kennen, wie sie im fränkischen Judentum gelebt wurden und werden. Sie erkunden zunächst Ritualbad und Laubhütte im historischen Wohnhaus der jüdischen Familien Fromm, Anspacher und Arnstein. Die Spurensuche führt sie weiter in die ehemaligen Wohnräume, wo heute eine beeindruckende Judaika-Sammlung ausgestellt ist.

im JMF Fürth | Königstr. 89
3€ pro Schüler*in, 2 Begleitpersonen frei
90 Minuten
buchen


Übersicht des einstigen Fürther Schulhofs, den das Jüdische Museum Franken in einer Panoramaversion rekonstruieren ließ.

Der Schulhof in Fürth – vier Synagogen und eine Talmudschule

Museums- und Stadtrundgang über die Fürther Synagogen und berühmten Talmudschule am ehemaligen „Schulhof“ für Klassen 7-13

mehr

פיורדא – das ist die hebräische Schreibweise von Fürth. Die jüdische Gemeinde bot seit 1528 vielen Familien über Jahrhunderte eine Heimat. Ihr religiöses Zentrum war der Fürther Synagogenplatz, der sogenannte Schulhof. Auf ihm standen einst die Hauptsynagoge, drei weitere Synagogen und eine berühmte Talmudschule. Vom 9.  auf den 10. November 1938 wurde der Schulhof zerstört und in der Folge die Fürther Juden und Jüdinnen vertrieben, deportiert und ermordet.

Im Anschluss an die Museumsführung werden die Schüler:innen in einem Stadtrundgang zum zum Platz des ehemaligen Schulhofs geführt. Gemeinsam begreifen die Schüler:innen die Bedeutung historischen Erinnerns – und lernen, was Museumsarbeit dazu leisten kann. Sie arbeiten mit Modellen, 3D-Druck und einer Virtual Reality-Darstellung des ehemaligen Schulhofs, die in Museumsprojekten mit Student:innen entstanden sind.

im JMF Fürth | Königstr. 89
3€ pro Schüler*in, 2 Begleitpersonen frei
90 Minuten
buchen


Margarete Meyers (Nathan Midas)

Jüdische Biografien zwischen Heimat und Exil

Museumsführung für Klassen 8-13

mehr

Eindrucksvolle Objekte, Fotografien, Ton- und Bildaufnah- men erzählen in der Dauerausstellung vom jüdischen Leben in Franken vom Mittelalter bis in die Gegenwart. Einen Schwerpunkt bildet das jüdische Leben in Fürth, dessen jüdische Gemeinde über Jahrhunderte die bedeutendste in Süddeutschland war.

Lehrplanbezug: MS R 7.5, MS GPG 8.2, RS G 9.4 und 9.5, GYM G 9.2

im JMF Fürth | Königstr. 89
3€ pro Schüler*in, 2 Begleitpersonen frei
90 Minuten
buchen


Ehemaliges Kaufhaus Tietz in Fürth.

Entdeckungstour durch Fürth

interaktiver Stadtrundgang durch Fürth für Klassen 1-5

mehr

Was hat das Kaufhaus Tietz, das erste in Bayern, mit der jüdischen Geschichte Fürths zu tun. Was bedeutet der Streifen im Sandstein, der sich an vielen Häusern neben der Eingangstür findet? Was für eine Schule war die Gabrielsschul?

Gebäude erzählen von den Menschen, die früher dort ein und aus gingen. Beim intefaktiven Stadtrundgang entdecken Kinder spielend, rätselnd und forschend über biografische Zugänge die jahrhundertealte jüdische Geschichte der Fürther Altstadt. 

Lehrplanbezug: GS HSU 3-4/4.1-4.3

Treffpunkt: JMF Fürth | Königstr. 89
3€ pro Schüler*in, 2 Begleitpersonen frei
90 Minuten
buchen


Jüdische Heimat Fürth | פיורדא

Stadtrundgang durch Fürth für Klassen 5-13

mehr

Wie sah früher der Alltag von Jüdinnen und Juden in Fürth aus? Was ist das Besondere an der jüdischen Gemeinde in Fürth? Als Ort des Lehrens und Lernens war Fürth seit dem 17. Jahrhundert bekannt und angesehen. »פיורדא«, wie Fürth in hebräischen Lettern geschrieben wurde, war über Jahrhunderte zur Heimat vieler jüdischer Familien.

Schüler:innen entdecken auf einem Rundgang durch die Fürther Altstadt bedeutende historische Ort wie etwa den ehemalige Synagogenplatz, die hebräische Druckerei und die Gabrielschul, eine Talmudstube aus dem 18. Jahrhundert.

Der Stadtrundgang ist auch mit einer Museumsführung kombinierbar. 

Lehrplanbezug: MS ER 7.5

Treffpunkt: JMF Fürth | Königstr. 89
3€ pro Schüler:in, 2 Begleitpersonen frei
90 Minuten
buchen


Altes Foto der jüdischen Familie Ortenau.

Jüdisches Bürgertum im 19. und 20. Jahrhundert

Stadtführung für Klassen 5-13

mehr

Das 19. Jahrhundert eröffnete Juden und Jüdinnen die Möglichkeit der gesellschaftlichen Integration. Um 1900 begannen jüdische Mäzene auch in Fürth, sich kulturell und sozial zu engagieren und für die Allgemeinheit zu stiften. Anhand ausgewählter Biografien jüdischer Stifter und Stifterinnen erhalten die Schüler:innen einen span- nenden Einblick in die bürgerliche Welt Fürths. Die Tour beginnt am Jüdischen Museum Franken und führt vom Rathaus durch die Innenstadt zum Stadtpark und von dort zur Krautheimer Krippe und der ehemaligen Geburtsklinik Nathanstift, die heute eine Schule ist. Der Stadtrundgang ist mit einer Museumsführung kombinierbar.

im JMF Fürth | Königstr. 89
3€ pro Schüler:in, 2 Begleitpersonen frei
90 Minuten
buchen


©JoachimWinkler

Der Alte Jüdische Friedhof in Fürth

Friedhofsführung für Klassen 5-13

mehr

Anhand von Grabsymbolik und der Schilderung jüdischer Begräbnisriten erfahren  die Schüler:innen jüdische Traditionen im Umgang mit dem Tod.

Männliche Teilnehmer bringen bitte eine Kopfbedeckung mit.

Die Führung ist mit einer Museumsführung kombinierbar.

In Zusammenarbeit mit der Israelitischen Kultusgemeinde Fürth

Treffpunkt: JMF Fürth | Königstr. 89
3€ pro Schüler*in, 2 Begleitpersonen frei
90 Minuten
buchen


SCHNAITTACH


Judentum begreifen

Museumsrundgang für Klassen 1-4

mehr

Wie duftet der jüdische Ruhetag Schabbat? Was ist eine Tora? Wie schmecken Mazzen? Anhand ausgesuchter Gegenstände, die die Schüler:innen anfassen und ausprobieren können, »begreifen« sie die Grundzüge jüdischer Feiertage und Riten.

Dabei erleben sie die historische Synagoge der früheren jüdischen Landgemeinde in Schnaittach. Interkulturelle Vergleiche und aktuelle Bezüge zum heutigen Judentum ergänzen die Führung.

Lehrplanbezug: GS KR 1-2/10, GS KR. 3-4/12

im JMF Schnaittach | Museumgasse 12-16
3€ pro Schüler:in, 2 Begleitpersonen frei
90 Minuten
buchen


Führung im Jüdischen Museum Franken in Schnaittach für Schulklassen.

Jüdische Feste und Bräuche in Franken

Museumsführung für Klassen 5-9

mehr

Feiertage wie Pessach, Chanukka und der Schabbat waren wichtige Bestandteile des jüdischen Lebens in Franken. Wie die dazu gehörigen koscheren Mahlzeiten zubereitet wurden, welche Bedeutung die Synagoge und die Tora hatten und wie der religiöse Alltag jüdischer Familien in Schnaittach aussah, ist anhand einer beeindruckenden Judaika-Sammlung erfahrbar.

Feiertage wie Pessach, Chanukka und der Schabbat waren wichtige Bestandteile des jüdischen Lebens in Franken. Wie die dazu gehörigen koscheren Mahlzeiten zubereitet wurden, welche Bedeutung die Synagoge und die Tora hatten und wie der religiöse Alltag jüdischer Familien in Schnaittach aussah, ist anhand einer beeindruckenden Judaika-Sammlung erfahrbar.

Lehrplanbezug: MS Et. 6.4, MS ER 7.5, MS IU 8.8, RS Et. 6.4, RS KR 6.5, RS ER 9.2, Gym IU 6.8, Gym. ER 9.3, Gym KR 9.3

im JMF Schnaittach | Museumgasse 12-16
3€ pro Schüler*in, 2 Begleitpersonen frei
90 Minuten
buchen


Frauenhaube im Jüdischem Museum Franken in Schnaittach.

Schnaittacher Hörgeschichten

Musuemsführung für Klassen 5-13

mehr

Koscher essen, koscher schreiben, ein Ritualbad nehmen – wozu das alles? Diese und viele weitere Fragen stellten sich Schüler:innen der Mittelschule Schnaittach.

Zusammen mit  dem Jüdischen Museum Franken und dem Bayerischen Rundfunk entwickelten sie Hörspiele für einen Audio Guide im Jüdischen Museum Franken in Schnaittach. Damit ausgestattet, können Besucher:innen das Museum nun erfrischend anders erkunden. Mit den »Schnaittacher Hörgeschichten« reisen die Zuhörer:innen durch die jüdische Geschichte Schnaittachs, hören Interviews mit einer Rabbinerin und erfahren mehr über jüdische Riten im interreligiösen Vergleich.

im JMF Schnaittach | Museumgasse 12-16
3€ pro Schüler:in, 2 Begleitpersonen frei
90 Minuten
buchen


Geschichte erleben: Das Fränkische Landjudentum

Museumsführung für Klassen 8-13

In einer der ältesten Synagogen Frankens mit einem Rabbinerhaus und einem historischem Ritualbad legt das Jüdische Museum Franken in Schnaittach seinen Fokus auf das Landjudentum.

mehr

In der Führung geht es um die Geschichte der Gemeinde und der Gebäude sowie um die Beziehungen zwischen Juden und Christen. Höhepunkt ist die Besichtigung der ehemaligen und deutschlandweit einzigartigen Männer- und Frauensynagoge.

Auch als interaktives Programm buchbar!

Lehrplanbezug: MS Et 6.4, MS ER 7.5, MS IU 8.8, RS Et 6.4 RS KR 6.5, RS ER 9.2, Gym IU 6.8, Gym ER 9.3, Gym KR 9.3

im JMF Schnaittach | Museumgasse 12-16
3€ pro Schüler:in, 2 Begleitpersonen frei
90 Minuten
buchen


Die Jüdischen in Schnaittach

Friedhofsführung in Schnaittach für Klassen 5-13

mehr

Was haben Steine zu erzählen? Drei jüdische Friedhöfe gibt es in Schnaittach, nicht einmal hundert Meter vom Marktplatz entfernt. Der älteste von ihnen wurde um 1500 angelegt.

Viele Grabsteine zeugen  von der großen Bedeutung dieser Ruhestätten für die Region. Die Führung macht Schüler:innen mit der Geschichte der Friedhöfe bekannt, klärt über die Fremdnutzung im Nationalsozialismus auf und stellt die Begräbnisriten im fränkischen Judentum dar.

In Kooperation mit dem Landesverband der Israeliten Bayerns.

Lehrplanbezug: MS ER 7.5, MS GPG 8.2, RS G 9.4 und 9.5, Gym G 9.2

Treffpunkt: JMF Schnaittach | Museumsgasse 12-16
3€ pro Schüler:in, 2 Begleitpersonen frei
90 Min.
buchen


Auf Landpartie – Geschichtswanderung im Schnaittachtal  

Geschichtswanderung im Schnaittachtal mit Museumsbesuch und Besuch der Alten Festung Rothenberg für Klassen 5-13

mehr

Im Rahmen eines Wandertags erkunden Scüler:innen gleich zwei historische Orte, die auf überraschende Weise miteinander verbunden sind.

Was hatten die Burgherren der Festung Rothenberg mit der jüdischen Bevölkerung Schnaittachs zu tun? Wie sah das jüdische Gemeindeleben aus? Und wie das raue Leben auf der barocken Festung?

Im Jüdischen Museum Franken und auf der Festung gibt es jeweils eine Führung. Die Wanderung auf den Rothenberg nutzen die Beteiligten für eine interessante Spurensuche. Die Führung beginnt am JMF in Schnaittach.

Anfahrt: Die Marktgemeinde Schnaittach ist von Nürnberg (Hbf) mit der Regionalbahn bequem erreichbar. Die Führung beginnt am Jüdischen Museum in Schnaittach und endet an der Festung Rothenberg.

Buchungszeit: Anfang April (Ostern) bis Ende Oktober

In Kooperation mit dem Heimatverein Schnaittach 1892 e.V.

Treffpunkt: JMF Schnaittach | Museumsgasse 12-16
3€ pro Schüler:in, 2 Begleitpersonen frei im JMF
3€ pro Person auf der Festung
Dauer: 4h
buchen

SCHWABACH


Laubhütte, Hase, Fragezeicheen

Was macht der Hase in der Laubhütte?

Führung durch das Museum und die historische Synagogengasse für Klassen 1-4

mehr

Auf den Wandfresken der historischen Laubhütte des Moses Löw Koppel ist ein gejagter Hasen zu sehen. Was es damit auf sich hat und wie die Familie Koppel das Laubhüttenfest einst feierte, erfahren Grundschulklassen spielerisch auf ihrer Entdeckungsreise durch das historische Wohnhaus und in der Synagogengasse.

Dabei lernen sie Grundzüge des religiösen jüdischen Alltags und die jüdische Geschichte Schwabachs kennen.

Die Gruppe wird geteilt und im fliegenden Wechsel durch das Museum und durch die Synagogengasse geführt.

Lehrplanbezug: GS HSU 3-4/4.1-4.3

im JMF Schwabach | Synagogengasse 10a
3€ pro Schüler:in, 2 Begleitpersonen frei
60 Minuten
buchen


Jüdisches Leben in Schwabach

Führung durch die Synagogengasse und durch das Museum zur historischen Laubhütte für Klassen 5-13

mehr

Das Jüdische Museum Franken in Schwabach befindet sich in einem ehemals jüdischen Wohnhaus in der Synagogengasse. In ihm wurde eine mit Wandmalereien ausgestattete Laubhütte mit Wandfresken und einer intakten Kassettendecke entdeckt, die der Kaufmann Moses Löw Koppel gegen Ende des 18. Jahrhunderts errichten ließ.

Bei der Erkundung der Hausgeschichte und der Laubhütte erfahren die Schüler:innen am authentischen Ort, wie Feiertage und Bräuche den Alltag in jüdischen Familien prägten. Die Gruppe wird geteilt und im fliegenden Wechsel durch das Museum und die Syngogengasse geführt.

Lehrplanbezug: MS Et 6.4, MS ER 7.5, MS IU 8.8, RS Et 6.4 RS KR 6.5, RS ER 9.2, Gym IU 6.8, Gym ER 9.3, Gym KR 9.3

JMF Schwabach | Synagogengasse 10a (rückwärtiger Eingang) 3€ pro Schüler:in, 2 Begleitpersonen frei
90 Minuten
buchen


Synagogengassen-App in Schwabach

App zum jüdischen Leben in und rund um die Synagogengasse für Klassen 5-13

mehr

In der Synagogengasse in Schwabach befinden sich viele historische und ehemals jüdische Gebäude wie Synagoge, Rabbinerhaus, Lehrhaus und Wohnhäuser jüdischer Familien und Hoffaktoren, die für höfische Herrschaftszentren Kapital, Heereslieferungen und Luxuswaren beschaffte.

In der Synagogengasse in Schwabach befinden sich viele historische und ehemals jüdische Gebäude wie Synagoge, Rabbinerhaus, Lehrhaus und Wohnhäuser jüdischer Familien und Hoffaktoren, die für höfische Herrschaftszentren Kapital, Heereslieferungen und Luxuswaren beschaffte. Eine kostenlose App lädt dazu ein, dieses einstige jüdische Zentrum Schwabachs zusätzlich zum Museumsbesuch auf eigene Faust zu erkunden und dabei die jüdische Geschichte Schwabachs und seiner Bewohner:innen kennenzulernen. Die App ist über GooglePlay erhältlich.

App für Android über googe play

Synagogengasse in Schwabach
1,5 h
kostenfrei

BILDUNGSPROGRAMME & WORKSHOPS
Unterrichtsprojekte, Studientage, W- und P-Seminare

Sie planen ein Unterrichtsprojekt zur jüdischen Kultur und Religion oder zur Fürther Stadtgeschichte? Oder wollen mit Ihren SchülerInnen eine Ausstellung dazu erarbeiten? Wir haben zu allem ein passendes Angebot 

Gerne beraten wir Sie!


Schüler:innen machen Museum

Ausstellungsprojekte im JMF Fürth für Klassen 5-13

Das Jüdische Museum Franken in Fürth fördert aktiv die Teilhabe und Teilnahme von Schüler:innen am Museumsgeschehen und Ausstellungsprojekten.

mehr

Die Möglichkeiten der Partizipation reichen von Zuarbeit über Mitarbeit bis hin zur Zusammenarbeit – je nach individueller Präferenz der Kinder und Jugendlichen bzw. des Klassenverbands. Junge Teilnehmende setzen sich in kreativen Prozessen intensiv mit Inhalten der jüdischen Geschichte und Gegenwart auseinander und lernen nachhaltig.

Beratung


Ölgemälde eines blonden kleinen Kindes.

Die Stifterfamilie Krautheimer

Studientag im JMF Fürth für die Klassen 5-13

mehr

Die Krautheimer Krippe wurde 1912 mit einer Spende der Familie Krautheimer als Säuglings- und Kleinkinderkrippe unweit der Geburtsklinik Nathanstift erbaut. Bis in die 1960er Jahre hinein wurden hier Babys und Kleinkinder betreut.

Heute ist das Gebäude ein schulischer und musealer Lernort. Im interaktiven Schulprogramm arbeiten Schüler:innen mit historischen Quellen und lernen wichtige Ereignisse der deutsch-jüdischen Geschichte sowie der Fürther Stadtgeschichte kennen. Die dialogische Führung durch das Gebäude und die Ausstellungsräume vermittelt die Geschichte dieser einzigartigen Fürther Stiftung und das Schicksal der Stifterfamilie Krautheimer.

In Kooperation mit dem Helene-Lange-Gymnasium

Lehrplanbezug: Gym G 9.2

Krautheimer Studienbibliothek im JMF Fürth Königstraße 89
3€ pro Schüler:in, 2 Begleitpersonen frei
Dauer: 1 Schultag
buchen


W- und P-Seminare, Fach-Seminare

für die Klassen 5-13. Klasse

mehr

Ob Leitfach oder Seminararbeit – das Jüdische Museum Franken unterstützt Lehrer:innen sowie Schüler:innen der gymnasialen Oberstufe und der Beruflichen Schulen bei der Themenfindung und Aufgabenstellung. Eine Kooperation zwischen Seminar und Museum bietet viele Vorteile:

Museumspädagogische Betreuung bei Planung und Durchführung der Seminare

Gewinnbringender Praxisbezug an drei außerschulischen Lernorten in Fürth, Schnaittach und Schwabach

Räumlichkeiten zur Präsentation von Arbeiten der Schüler:innen im Fürther Museum

Recherchemöglichkeit in der Krautheimer Studienbibliothek

JMF Fürth | Königstraße 89
3€ pro Schüler:in, 2 Begleitpersonen frei
Dauer: individuell vereinbar
buchen


© Katharina Greve | ariella Verlag

„An allem sind die Radfahrer und die Juden schuld!“ – Gegen Antisemitismus und Verschwörungstheorien

Workshop im JMF Fürth für die Klassen 8-13

mehr

Was ist Antisemitismus? Und wie äußert er sich? Anhand historischer und aktueller Beispiele beschäftigen sich Schüler:innen im Jüdischen Museum Franken in Fürth mit früheren und gegenwnärtigen Erscheinungsformen von Antisemitismus. Dadurch lernen sie, unterschiedliche Formen antijüdischer und antisemitischer Äußerungen zu erkennen, zu analysieren und darauf zu reagieren.

JMF Fürth | Königstraße 89
6€ pro Schüler:in, 2 Begleitpersonen frei – buchbar ab 2023
Dauer: 120
buchen

BUCHUNGSINFORMATIONEN


Schulklassenführungen bitte mindestens 14 Tage im Voraus buchen

maximale Gruppengröße: 23 Schülerr:innen

Die neuesten Corona-Regelen werden hier zusammengefasst. Angebot und Durchführung können während der Pandemie variieren.

Führungsbuchungskontakt: Annette Schuster, M. A.

Treffpunkt aller Führungen ist, mit Ausnahme der Führungsangebote für die Krautheimer Krippe, die Museumskasse des jeweiligen Standorts.

PREISE


3€ pro Schüler:in

2 Begleitpersonen frei

Bei der Geschichtswanderung in Schnaittach kommen die Eintrittskosten in Höhe von 3€ pro Person für den Besuch der Festung Rothenberg hinzu.

Lehrer:innen-Fortbildungen

Gruppenpreis: 45€

Bei der Geschichtswanderung in Schnaittach kommen die Eintrittskosten für den Besuch der Festung Rothenberg hinzu.

Gruppengröße: bis zu 15 Teilnehmer:innen

Stornogebühren

pro Gruppe 30€

Slider_©Gerhard Hagen_Neubau

FAQs


Wie weit im Voraus muss ich eine Führung für meine Schulklasse buchen?

Der Vorlauf für Führungen und interaktive Programme für Schüler:innen beträgt mindestens 14 Tage.

Wie weit im Voraus müssen Programme, Führungen, Studientage gebucht werden, die mit mehreren Klassen zur gleichen Zeit stattfinden?

Programme, die über diee regulär buchbaren Angebote hinaus gehen, müssen mindestens 6 Monate im Voraus in einem Beratungsgespräch mit der Abteilung Bildung und Vermittlung angemeldet werden.

Mit wievielen Personen kann ich das Museum als Gruppe besuchen?

Die Gruppengröße muss mindestens zehn Personen betragen bzw. es wird mindestens der Preis für zehn Personen erhoben. Die maximale Gruppengröße für Schulklassen beträgt in Fürth und Schnaittach 23 Personen, in Schwabach 15 Personen. Größere Klassen werden in mehrere Gruppen aufgeteilt. Während der Pandemie können die maximale Gruppengrößen gemäß der aktuell geltenden Corona-Auflagen variieren.

Ist das Jüdische Museum Franken in Fürth montags für Schulen geöffnet?

Nein, das Museum in Fürth ist am Montag geschlossen.

Die Museen in Schnaittach und Schwabach öffnen für Gruppenbuchungen auch an Montagen.

Was ist die Aufgabe der Begleitperson?

Während der Veranstaltungen verbleibt die Aufsichtspflicht bei den Lehrkräften. Sie begleiten und betreuen die Schüler:innen während des gesamten Aufenthalts.

Wieviel kostet eine Führung?

Eine Führung kostet pro Schüler:in 3 €, der Eintritt ist frei. Bis zu zwei Begleitpersonen pro Schulklasse sind ebenfalls frei.

Müssen männliche Besucher eine Kopfbedeckung tragen?

Nein, das Jüdische Museum Franken ist keine religiöse Einrichtung. Beim Besuch jüdischer Friedhöfe tragen männliche Teilnehmer jedoch eine Kopfbedeckung, da die Friedhöfe religiöse Orte sind. Das Museum stellt dafür Kopfbedeckungen zur Verfügung, wenn Besucher keine mitbringen.

Was tue ich, wenn ich mich verspäte?

Bitte verständigen Sie bei einer Verspätung die jeweilige Museumskasse telefonisch. Die Telefonnummer erhalten Sie mit Ihrer Buchung. Für Verspätungen ab 15 Minuten werden 5€ pro Viertelstunde in Rechnung gestellt.

Ich muss die gebuchte Veranstaltung absagen. Fällt eine Stornogebühr an?

Eine Stornogebühr in Höhe von 30€ wird fällig, wenn die Führung nicht spätestens drei Arbeitstage vor dem gebuchten Termin storniert wird.

Welche Regeln gelten während der Pandemie?

Die aktuell geltenden Pandemie-Regeln listet die Webseite www.juedisches-museum.org/besuch

Planen Sie Ihre nächste Fortbildung im Jüdischen Museum Franken in Fürth, Schnaittach oder Schwabach. Dort erfahren Sie mehr über die Vermittlungsarbeit und das pädagogische Konzept des Museums. Fortbildungen zu bestimmten Einzelaspekten jüdischer Geschichte und Kultur finden im Jahresverlauf regelmäßig statt. Bitte beachten Sie dazu die Ankündigungen auf unserer Website und in FIBS.


Leitbild


Franken war eine bedeutende Wiege jüdischen Lebens in Süddeutschland. In diese fast tausendjährige jüdische Geschichte gibt das Jüdische Museum Franken faszinierende Einblicke. Das Jüdische Museum Franken versteht sich als Zentrum zur Kenntnis und Verständnis jüdischer Geschichte und Kultur in Franken. Das Jüdische Museum Franken vermittelt in seinen drei Häusern in Fürth, Schnaittach und Schwabach die Vielfalt fränkisch-jüdischen Lebens von seinen Anfängen bis zur Gegenwart. Dazu dienen besonders Ausstellungen, Bildungsprogramme, Forschungsprojekte, Veranstaltungen, Publikationen und die Sammlungstätigkeit. Es gehört zum Selbstverständnis des Museums, sich auch an aktuellen gesellschaftlichen Debatten zu beteiligen und Stellung zu beziehen.

Alle Häuser befinden sich in historischen Baudenkmälern aus dem 16. bis 18. Jahrhundert. Sie besitzen begehbare Laubhütten und Ritualbäder, die bis heute erhalten geblieben sind. Zusammen mit den umfangreichen Sammlungen von Judaika und Alltagsgegenständen vermitteln die Museen ein plastisches Bild des jüdischen Lebens in Franken – vom städtischen und kleinstädtischen bis hin zum ländlichen Milieu, von seinen Anfängen bis heute.

Museen


Kontakt – Team


Jüdisches Museum Franken
+49 911-950988-0
info@juedisches-museum.org

Postanschrift:
Postfach 2055
90710 Fürth

Lieferanschrift:
Königstraße 89/Seiteneingang
90762 Fürth


Museumsleitung

DIREKTORIN
Daniela F. Eisenstein
Mail

STV. DIREKTORIN
Alisha Meininghaus, M. A. in Vertretung für Verena Erbersdobler, M. A. (Elternzeit)
Tel. 0911-950 988-0
Mail

SACHBEARBEITERIN DIREKTIONSASSISTENZ UND VERANSTALTUNGSORGANISATION
Margarita Volskaya, M. A.
0911-950988-0 (Mo-Do)
Mail

STABSTELLE PRESSE- UND ÖFFENTLICHKEITSARBEIT
Daniela F. Eisenstein in Vertretung für Annemarie Schütz, M. A. (Elternzeit)
0911-950988-20
Mail


Sammlung und Forschung

TEAMLEITERIN
Daniela F. Eisenstein
0911-950 988-0
Mail

KURATORIN
Daniela F. Eisenstein in Vertretung für Verena Erbersdobler, M. A. (Elternzeit)
0911-950 988-0
Mail

KURATORIN, BETREUERIN FOTOARCHIV
Monika Berthold-Hilpert, M.A.
+0911 950 988-14
Mail

SAMMLUNGSBETREUERIN
Sabine Sältzer, M. A.
0911-950 988-24
Mail

BIBLIOTHEK
Mail

WISSENSCHAFTLICHE VOLONTÄRIN
Marina Heller, M. A.
0911-950 988-13
Mail

PRAKTIKUM
N.N.
Mail


Bildung und Vermittlung

TEAMLEITERIN
Alisha Meininghaus, M. A.
Kuratorin für Bildung und Vermittlung
Tel. +49 911 950988-18
Mail


VERMITTLER
Benjamin Herrmann, M. A.
+49 911 950988-17
Mail

SCOUT
Tomke Gerstenberg-Winter, M. A.
+49 911 950 988-15
Mail

FÜHRUNGSBUCHUNG
Annette Schuster, M. A.
0911-950988-16
Mail

KOOPERATIONSPARTNER BILDUNG
Markus Sternecker
Teilabgeordneter Lehrer (MPZ) für Bildung & Vermittlung
Mail

KOOPERATIONSPARTNER BILDUNG
Pfarrer Walter Drescher
Kooperationspartner Ev.-Luth. Dekanat Fürth für Bildung & Vermittlung
Mail

KOOPERATIONSPARTNER BILDUNG
Heiko Quinkler
Kooperationspartner Kath. Dekanat Fürth für Bildung & Vermittlung
E-Mail


Verwaltung & Betrieb

TEAMLEITERIN
Jutta Putschner, M.A, M. A.
0911-950 988-19
Mail

SACHBEARBEITERIN VERWALTUNG
Margarita Volskaya, M. A.
0911-950988-0 (Mo-Do)
Mail

SACHBEARBEITER BUCHHALTUNG
Manfred Rose
0911-950988-12 (Mo und Mi )
Mail

HAUSMEISTER
Jan Borsdorf in Vertretung für Franz Götz
0911-950-988-72
E-Mail

REINIGUNGSKRAFT
Sibel Ciftci

BESUCHERSERVICE FÜRTH – MUSEUMKASSE
Ingrid Engler (Mary S. Rosenberg Café)
Kathrin Gleichmann-Schlesinger
Astrid Laufer M. A. (Literaturhandlung & Museumsshop)
Evelyn Liedtke
Julia Schnitzer
0911-95098880
Mail

BESUCHERSERVICE SCHNAITTACH – MUSEUMKASSE
Silvia Lobenhofer-Albrecht
Marie-Luise Sych-Fluck
09153-74340911-950 988-0
Mail

BESUCHERSERVICE SCHWABACH – MUSEUMSKASSE
09122-8862100; 0911-950 988-0
Mail


Ehrenamtliche Mitarbeit

Silvia Bär (Sammlung und Ausstellung)
Anna Griza (Sammlung)
Ute Hedrich (Sammlung und Ausstellung)
Laura Jakobs (Krautheimer Studienbibliothek)
Christine Just (Krautheimer Studienbibliothek)
Andrea Kragl (Presse- und Öffentlichkeitsarbeit)
Dagmar Menzel (Sammlung)
Kerstin Müller (Sammlung)
Gerd Niklas (Adressverwaltung)
Margit Pfahlmann (Bibliothek)
Ann-Kathrin Steger (Sammlung)
Helmut Steiner (Familienforschung)Mail
Sabine Roth (Sammlung)
Lutz Trautvetter (Sammlung)


Familienforschung


Altes Foto mit der Familie Freimann.

Gerne helfen wir bei der Familienforschung weiter. Dabei durchsuchen wir unsere Bestände und empfehlen Ihnen gezielt weitere Ansprechpartner*innen.

Kontakt

Vernetzen & Beraten


Die Vernetzung mit anderen kulturellen Einrichtungen, mit Forschern und Nachkommen jüdischer Familien ist für die Erforschung der fränkisch-jüdischen Geschichte und Kultur unerlässlich. Mehr über die Netzwerke, outreach Programme und Kooperationen des JMF erfahren Sie hier.

Sie planen ein Projekt zur fränkisch-jüdischen Geschichte und Kultur? Oder Sie suchen Bildmaterial und sind auf der Suche nach einem bestimmten Objekt? Das Jüdische Museum Franken berät kulturelle Einrichtungen, Vereine sowie Presse, Fernsehen und Rundfunk in der Planung und Realisierung von Projekten zu jüdischer Geschichte und Kultur in Franken.

Partnerschaft


Schülerausstellung im Jüdischen Museum in Fürth.

Hier entsteht bald ein Überblick unserer Schulpartnerschaften

Träger


Das Jüdische Museum Franken in Fürth, Schnaittach & Schwabach wird von einem 1990 gegründeten Verein getragen, dem Trägerverein Jüdisches Museum Franken e.V.

Ihm gehören der Bezirk Mittelfranken, die Stadt Fürth, der Landkreis Nürnberger Land, die Marktgemeinde Schnaittach und die Stadt Schwabach an.

Spendenkonto

Trägerverein Jüdisches Museum Franken e.V.
Sparkasse Fürth
Konto Nr. 11775 | BLZ 762 500 00
IBAN: DE 38 7625 0000 0000 0117 75 – SWIFT/BIC: BYLADEM1SFU

Vorstand des Trägervereins

Erster Vorsitzender
Armin Kroder
Landrat Nürnberger Land und Bezirkstagspräsident Mittelfranken

Zweite Vorsitzender
Dr. Benedikt Döhla
Referent für Soziales, Jugend und Kultur, Stadt Fürth

Vorstandsmitglieder
Bürgermeister Frank Pitterlein, Marktgemeinde Schnaittach
Oberbürgermeister Peter Reiß, Stadt Schwabach
Bezirksrätin Maria Scherrers, Bezirk Mittelfranken
Dr. Andrea Kluxen, Kulturreferentin und Bezirksheimatpflegerin von Mittelfranken, Vorsitzende des wiss. Beirats
Susanne Jahn, Erste Vorsitzende des Vereins zur Förderung des Jüdischen Museums Franken e.V.

Fördern


Der Förderverein Jüdische Museum Franken e.V. wurde 1988 gegründet. Seitdem ermöglicht er zahlreiche Projekte wie Ausstellungen, Begleitveranstaltungen, Ankäufe für die Bibliothek und Sammlung sowie Raumausstattungen. Auch den Museumsbau in Schwabach und den Erweiterungsbau in Fürth unterstützte er maßgeblich.

Mehr erfahren

Mitarbeit


Mitarbeit

Es gibt viele Möglichkeiten an der Arbeit im Jüdischen Museum Franken teilzuhaben! Derzeit suchen wir Angestellte, freie Mitarbeiter:innen und ehrenamtliche Mitarbeiter:innen. Wir freuen uns, wenn Sie mit uns Kontakt aufnehmen.

Besucherservice/Museumskasse

Freie Mitarbeiter*innen/Guides gesucht

English (native) speakers wanted as freelance museum tour guides

Ehrenamtliche Mitarbeit

Praktika derzeit nicht möglich

Der Schulhof in Fürth

Führung im JMF Fürth mit 3D-Druck, VR-Anwendung und einem Stadtrundgang

פיורדא – das ist die hebräische Schreibweise von Fürth. Die jüdische Gemeinde bot seit 1517 vielen jüdischen Familien über Jahrhunderte eine Heimat. Ihr religiöses Zentrum war der Fürther Synagogenplatz, der sogenannte Schulhof. Auf ihm standen einst die Hauptsynagoge, drei weiteren Synagogen und eine berühmte Talmudschule. Vom 9.  auf den 10. November 1938 wurde der Schulhof zerstört und in der Folge die Fürther Juden und Jüdinnen vertrieben, deportiert und ermordet. Im Anschluss an die Museumsführung werden die Schüler*innen in einem Stadtrundgang zum ehemaligen zum Platz des ehemalischen Schulhofs geführt. Gemeinsam Schulklasse die Bedeutung historischen Erinnerns – und lernen, was Museumsarbeit dazu leisten kann. Gearbeitet wird mit Modellen, 3D-Druck und einer Virtual Reality-Darstellung des ehemaligen Schulhofs, die in Museums-Projekten mit Studentinnen und Studenten entstanden sind.


OrtJMF Fürth, Köngstraße 89
Zielgruppe7. – 13. Klasse
Dauer90 Minuten
Kosten3€ pro Schüler*in, 2 Begleitpersonen frei
Buchung E-Mail
Pandemiebitte informieren Sie sich über unsere Pandemieregeln

Ein jüdisches „Dingsda“ | digitales Angebot

Laubhütten, Besamimbüchsen, Torarollen – jede Menge „jüdische“ Dinge, die erst Mal mysteriös erscheinen. Sie laden neuerdings im digitalen Padletprogramm des Jüdischen Museums Franken zum Rätselraten ein.

Laubhütten, Besamimbüchsen, Torarollen – „jüdische“ Dinge, die bei der ersten Begegnung mysteriös erscheinen. Im digitalen Padlet-Programm des Jüdischen Museums Franken animieren Dinge aus der jüdischen Tradition Kinder und Jugendliche, Schüler:innen wie Erwachsene zum Rätselraten.

Beim „Padlet“-Format handelt es sich um eine digitale Pinnwand mit Bildern von Objekten. Schüler:innen tasten sich an die Bedeutung der Objekte und den religiösen Kontext heran, indem sie Fragen und Assoziationen in die Kommentarfelder des Padlets tippen.

Im zweiten Schritt besucht ein Museumsguide mit Objekten im Gepäck die Schulklasse – entweder virtuell oder vor Ort. Nun beginnt ein Gespräch über die dargestellten Objekte, die Vermutungen und die Fragen der Schüler:innen.

Die Bereitstellung des Links zum Programm erfolgt durch das Jüdische Museum, eine Installation ist nicht notwendig. Das Klassenzimmer sollte mit stabiler Internetverbindung sowie interaktivem Whiteboard oder Beamer mit Laptop ausgestattet sein.

Das Padlet-Angebot kann alternativ als Vorbereitung für ein Museumsbesuch gebucht werden. Der Besuch eines Guides in der Schule entfällt in diesem Fall.


Ortdigital
Zielgruppe4.-7. Klasse
Dauer90 Min
Kosten3 € pro Schüler*in, 2 Begleitpersonen frei
Buchung E-Mail ; dienstags als Online-Angebot kostenlos buchbar

ANTISEMITISMUS FÜR ANFÄNGER

Was ist die jüdische Antwort auf Antisemitismus? Die Ausstellung „Antisemitismus für Anfänger“! Myriam Halberstam, Verlegerin des Ariella Verlags, näherte sich mit etlichen Mitstreiter:innen dem Thema Antisemitismus auf humorvolle Weise: In ihren Cartoons und Texten ziehen sie den Antisemitismus ins Lächerliche. Unter dem Brennglas des Humors entsteht so eine Momentaufnahme des Antisemitismus in unserer Gesellschaft.

Die Ausstellung lädt ein zum herzhaften Lachen über die Antisemiten und den alltäglichen Antisemitismus. Humor kann unseren Ängsten das Bedrohliche nehmen, sie entschärfen und uns unsere Handlungsfähigkeit zurückgeben. Mit Cartoons und Texten zeigt die Ausstellung das Komische und das zutiefst menschlich Blöde im Antisemitismus.

Für die Förderung der Schau danken wir sehr herzlich dem Verein zur Förderung des Jüdischen Museums Franken e.V.


Laufzeit1.5.-31.7.2022
OrtJMF Schnaittach
Eintritt5 € regulär | 3 € erm.
ÖffnungszeitenKlicken Sie bitte hier, um unsere aktuellen Öffnungszeiten und Besuchsregeln während der Pandemie zu erfahren
Barrierefreiteilweise

Pressefotos – Eine kleine Fürther Odysee

Jüdisches Museum Franken erhält Dauerleihgabe von der Nathan Stiftung Fürth

Inschrift „Fürth 23. Nov. 1909, Kerzenständer aus dem Nathanstift

© Jüdisches Museum Franken | Fotografin: Annette Kradisch Fotodesign, Nürnberg

Kerzenständerpaar aus dem Nathanstift, gestiftet von Marie Königsberger und Sofie und Rosy Nathan am 23. November 1909

© Jüdisches Museum Franken | Fotografin: Annette Kradisch Fotodesign, Nürnberg

Alfred Nathan (1870 Fürth – 1922 Bad Reichenhall), Rechstanwalt und Mäzen, um 1920

© Jüdisches Museum Franken

Zeichnung des Nathanstifts in Fürth.

Das Nathanstift, um 1920

© Jüdisches Museum Franken

Thomas Jung, um 1962

© Thomas Jung

Foto nur als low Version erhältlich

RÜCKKEHR IN DIE HEIMAT

Der Sammler und Mäzen Werner Gundelfinger – zum 100.-jährigen Geburtstag

Als Werner Gundelfinger, 1945 aus dem Schweizer Exil nach Fürth zurückkehrt, beginnt er Relikte einer zerstörten Welt zu sammeln. Er sammelt Judaika aus Franken und hütet sie in einer Zeit, in der die Trennlinie zwischen Täter und Opfer kristallklar ist, jüdische Gemeinden aufgebaut werden, niemand aber an eine Zukunft jüdischen Lebens in Deutschland glaubt.

Mit 16 Jahren flüchtet Werner Gundelfinger im Nationalsozialismus mit seinen Eltern und seinem Bruder in die Schweiz. Unmittelbar nach Kriegsende kehrt er als junger Mann mit seinem Vater Alfred nach Fürth zurück. Sie hoffen, die Geschäfte des „arisierten“ und einst erfolgreichen Familienbetriebs – einer Textilwarenhandlung – wieder übernehmen zu können. Dies gelingt Werner Gundelfinger, doch eine Rückkehr in die Heimat ist das Leben in Fürth jedoch nicht. Die alte Heimat gibt es nicht mehr. Gundelfinger findet sich inmitten grundverschiedener Welten wieder, zwischen denen er sich in der unmittelbaren Nachkriegszeit virtuos bewegt: zwischen der neuen Fürther orthodoxen und osteuropäisch geprägten Jüdischen Gemeinde und der amerikanisch-jüdischen Reform-Gemeinde der US-Allierten, zwischen den deutschen Tätern und denen, die geholfen hatten und der Schweiz, wo er die Schoa überlebte, aber zunächst nicht heimisch wurde.

Während der Ausstellungsproduktion wurde ein Filmbeitrag im BR gesendet.

Gundelfinger Torakrone

Gundelfingers Leben steht exemplarisch für das Leben deutscher Juden, die im Ausland überlebten und in der unmittelbaren Nachkriegszeit nach Deutschland zurückkehrten. In einer Zeit, in der die Trennlinie zwischen Täter und Opfer kristallklar, der Heimatbegriff für Juden und Jüdinnen mit ambivalenten Gefühlen besetzt ist, und in der die Frage nach jüdischer Identität nach den Erfahrungen der Schoa und des Exils, neue Dimensionen annimmt.

Ein Zufall ist es vermutlich nicht, dass Werner Gundelfinger gerade in dieser Zeit eine ansehnliche Judaikasammlung zusammenträgt, die er auf Geschäftsreisen durch Franken in nichtjüdischem

Tallit und Kopfbedeckung

Besitz entdeckt. Der Nationalsozialismus beabsichtigte einst die Enteignung, die Vertreibung und die Ermordung der jüdischen Bevölkerung. Judaika wurden perfider Weise und aus den unterschiedlichsten Gründen zu beliebten Sammlerstücken. Werner Gundelfinger sammelt alles, was er findet: Toraschmuck, Torarollen, Schabbatleuchten, Kidduschbecher, Besamimbüchsen, Chanukkaleuchter, hebräische Drucke und holt sie so „nach Hause“. Als seinen Besitz hütet er sie, bis er sie 1999 zusammen mit seiner Ehefrau

Suzanne und Werner Gundelfinger haben eine der wichtigsten Sammlungen im Jüdischen Museum Franken in Fürth gestiftet.

Suzanne, s.A., dem Jüdischen Museum Franken schenkt.

Die Ausstellungsandockung „Rückkehr in die Heimat“ im Jüdischen Museum Franken in Fürth zeigt eindrucksvoll am Beispiel Werner Gundelfingers wie ambivalent das jüdische Leben in Deutschland der unmittelbaren Nachkriegszeit für zurückgekehrte Juden und Jüdinnen war. Die Schau wird anlässlich Werner Gundelfingers 100. Geburtstags gezeigt und wird ab Mitte Dezember zu sehen sein.

Sehr herzlich danken wir Ronnie Gundelfinger für die Leihgaben und die Unterstützung bei den Vorbereitungen für die Ausstellung.

Für die Förderung der Schau danken sehr herzlich:


LaufzeitEröffnung nach dem 30. Januar 2022
OrtJMF Fürth
Eintritt6 € regulär | 4 € erm.
ÖffnungszeitenKlicken Sie bitter hier, um unsere aktuellen Öffnungszeiten und Besuchsregeln während der Pandemie zu erfahren
Barrierefreiteilweise

top