Das Jüdische Museum Franken in Fürth erzählt anhand von Judaika und Alltagsgegenständen die jüdische Geschichte Frankens vom Mittelalter bis heute.

Die Dauerausstellung befindet sich im Altbau des Museums, einem ehemaligen jüdischen Wohnhaus, in dem vom 17. bis ins späte 19. Jahrhundert jüdische Familien lebten. In einer historischen Laubhütte und einem Ritualbad spiegeln sich einzigartige Spuren jüdischen Alltags wider. Riten, Festtage und jüdische Lebensweisen früher und heute sind das Thema in der Dauerausstellung in Fürth.

Ein 2018 errichteter Neubau beherbergt Wechselausstellungs- und Veranstaltungsräume, eine Studienbibliothek sowie ein Café, Museumsshop mit einer erlesenen Bücherauswahl der Literaturhandlung München.

Alte Fotografie von Lotte Krautheimer, Teil der Dauerausstellung des Jüdischen Museums Franken in Fürth.

Bürgerwelten

Seit dem 24.10.2018 ist die neue Abteilung „Bürgerweltern“ eröffnet. Sie beleuchtet den sozialen und wirtschaftlichen Wandel für Juden im 19. Jahrhundert.

Die vom Staat gewährten Rechte eröffneten vielen Fürther Juden eine große Chance. Sie gründeten Industriebetriebe und Handelsfirmen, gingen in die Politik, arbeiteten als Juristen oder Ärzte und beteiligten sich am öffentlichen und kulturellen Leben ihrer Stadt.

Das Mäzenatentum des staatstragenden jüdischen Großbürgertums beschränkte sich nicht auf die eigene Religiongsgemeinschaft, sondern kam der gesamten Stadtgesellschaft zu Gute. Soziale und kulturelle Stiftungen, Brunnen und Denkmäler wohlhabender jüdischer Familien prägen bis heute das Fürther Stadtbild.

Das Jüdisches Museum Franken hat den Fürther Schulhof in einer Panoramaversion und einem 3D-Modell rekonstruieren lassen.

3D-Modell des Schulhofs

Seit April 2019 ist ein 3D-Modell des ehemaligen Fürther „Schulhofs“ Teil der Dauerausstellung.

Das religiöse Zentrum der jüdischen Gemeinde in Fürth befand sich mehr als 300 Jahre lang auf dem “Schulhof”: einem beeindruckenden Platz mit vier Synagogen, Talmudschulen, einer Gemeindekanzlei mit Rabbinerwohnung und Bibliothek, einem Ritualbad und einem koscheren Fleischer.

Heute ist der Schulhof kein Teil des Fürther Stadtbilds. In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 wurde der Fürther Schulhof zerstört, die Trümmer abgetragen und bis zur heutigen Wohnbebauung als Parkplatz genutzt.

Das 3D-Modell ist die erste Rekonstruktion des Schulhofs. In einer digitalen Panoramaversion kann man zudem virtuell über den Schulhof laufen.

Zur Panoramaversion

Modell & Visualisierung: 3D Betrieb Würzburg.


OrtJMF Fürth, Altbau
Eintritt6 € / 3 € erm. / 8 € Kombiticket
Barrierefreiteilweise