AKTUELL


Das Jüdische Museum Franken bietet 2024 Schulen und Lehrkräften kostenlose Bildungsangebote gegen Antisemitismus in Form von Workshops an, die unter besuch@juedisches-museum.org gebucht werden können.

VERANSTALTUNGSKALENDER


LEIDER KEINE FREIEN PLÄTZE MEHR

So, 14.04.2024, 14 Uhr | JMF Schnaittach

Gentlemen’s Agreement

Ausstellungseröffnung

mehr

Der Umgang mit Kulturgut aus jüdischem Besitz von 1933 bis heute

„In Süddeutschland erzählte mir eine Frau […], die Russen hätten mit einem Angriff auf Danzig den Krieg begonnen – das ist nur das gröbste von vielen Beispielen. Doch die Ver- wandlung von Tatsachen in Meinungen ist nicht allein auf die Kriegsfrage beschränkt; auf allen Gebieten gibt es unter dem Vorwand, daß jeder das Recht auf eine eigene Meinung habe, eine Art Gentlemen’s Agreement, dem zufolge jeder das Recht auf Unwissenheit besitzt – und dahinter verbirgt sich die stillschweigende Annahme, daß es auf Tatsachen nun wirklich nicht ankommt.“

Hannah Arendt, Die Nachwirkungen des Nazi-Regimes. Bericht aus Deutschland, Commentary (1949/50)

Hannah Arendts Beschreibung des Zeitgeists als ein „Gentle- men’s Agreement“ erscheint heute aktueller denn je – in Zeiten von fake news, in denen geschichtsrevisionistische Ten- denzen stärker und Meinungen zu Fakten werden sowie Geschichte lieber gefühlt als historisch-kritisch aufgearbeitet wird. Selbst knapp achtzig Jahre nach Kriegsende verwundert es nicht, dass Raub, Restitution und der Umgang mit Kulturgut aus jüdischem Besitz in der musealen Präsentation immer noch umstrittene und kontroverse Themen sind.

Die unzähligen ungeklärten Fälle enteigneten jüdischen Besitzes spiegeln bis heute das Ausmaß der Entrechtung, Enteignung, Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden und Jüdinnen im Nationalsozialismus wider. Dabei profitier- ten neben Kunsthändlern gerade Museen und Archive von der Enteignung der vertriebenen und ermordeten jüdischen Bevölkerung. Waren sie Retter und Bewahrer oder Nutznießer und Mitläufer? Welches Ziel verfolgten Museen und Archive im Nationalsozialismus, enteignete Gegenstände aus jüdi- schem Besitz zu sammeln, zu bewahren und zu präsentieren?

Die Ausstellung „Gentlemen’s Agreement“ zeichnet am Beispiel der Sammlung aus jüdischem Besitz durch den Schnaittacher Museumsleiter Gottfried Stammler (1885-1959) die historischen Abläufe, Zusammenhänge und Nachwirkungen der Enteignung bis heute nach.

Ausstellung und Begleitband sind dem Gründungsdirektor des Jüdischen Museums Franken in Schnaittach und Fürth, Bernhard Purin (1963-2024), gewidmet.


Jüdisches Museum Franken in Schnaittach (Museumsgasse 12-16)

Anmeldung:
event@juedisches-museum.org

leider nicht barrierefrei

© Jüdisches Museum Franken | Grafik: Katja Raithel, zurgestaltung

Fr, 19.04.24, 17.30 Uhr | JMF Fürth

Feierabend im Museum

After-Work-Angebot mit Highlight-Führung und Weinverkostung

mehr

Das After-Work-Angebot des Jüdischen Museums Franken in Fürth kombiniert eine Highlight-Führung mit der genussvollen Verkostung von koscherem Wein. In der Führung steigen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit dem Guide neun Meter tief in das über 300 Jahre alte Ritualbad hinab, erkunden die erhalten gebliebenen Spuren jüdischen Alltagslebens im historischen Museumsgebäude und lernen Highlights der beeindruckenden Objektsammlung in der Dauerausstellung des Jüdischen Museums Franken kennen. Im Anschluss ist Genießen angesagt: mit koscherem Wein und Knabbereien in der Museumsküche.


Weinverkostung ab 16 Jahre
Kosten: 15 € (Eintritt, Führung, Wein)

Jüdisches Museum Franken in Fürth (Königstraße 89)

Anmeldung:
besucherservice@juedisches-museum.org

Altbau bedingt barrierefrei

Neubau barrierefrei

© Jüdisches Museum Franken | Fotografin Annette Kradisch
© Jüdisches Museum Franken | Fotografin Annette Kradisch

So, 21.04.2024, 14 Uhr | JMF Schnaittach

Gentlemen’s Agreement

Kuratorinführung durch die aktuelle Wechselausstellung

mehr

Bis heute, knapp achtzig Jahre nach Kriegsende sind die Themen Raub, Restitution und den Umgang mit Kulturgut aus jüdischem Besitz noch immer umstritten und kontrovers. Die unzähligen ungeklärten Fälle enteigneten jüdischen Besitzes, spiegeln bis heute das Ausmaß der Entrechtung, Enteignung, Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden und Jüdinnen im Nationalsozialismus wider. Dabei profitierten neben Kunsthändlern gerade Museen und Archive von der Enteignung der vertriebenen und ermordeten jüdischen Bevölkerung. Waren sie Retter und Bewahrer oder Nutznießer und Mitläufer? Welches Ziel verfolgten Museen und Archive im Nationalsozialismus, enteignete Gegenstände aus jüdischem Besitz zu sammeln, zu bewahren und zu präsentieren?

Die Führung durch die Wechselausstellung zeichnet am Beispiel der Kulturgutsammlung aus jüdischem Besitz durch den ehemaligen Schnaittacher Heimatmuseumsleiter Gottfried Stammler die historischen Abläufe, Zusammenhänge und die Folgen enteigneten jüdischen Kulturguts bis heute nach.


8 € | 6 € ermäßigt, zuzüglich 3 € Museumseintritt

Jüdisches Museum Franken in Schnaittach (Museumsgasse 12-16)

Anmeldung:

schnaittach@juedisches-museum.org

Nicht barrierefrei

© Jüdisches Museum Franken | Grafik: Katja Raithel, zurgestaltung

So, 05.05.24, 14 Uhr | JMF Fürth

Krawall und Remmidemmi

Konflikte um das Judentum: Führung im Rahmen des Heimaterlebnistages 2024

mehr

Konflikte sind ein fester Bestandteil des menschlichen Lebens. Doch mehr noch: Meinungsverschiedenheiten können auch ein Motor für Entwicklung sein und der Streit anderer Menschen ist sogar mitunter richtig spannend! Die Führung thematisiert Konflikte rund um das Judentum – vom Streit der drei Fürther Herrscher über die Ansiedelung von Juden im 18. Jahrhundert über die Auseinandersetzungen zwischen dem ersten Reformrabbiner und den orthodoxen Gemeindemitgliedern bis zur Beschneidungsdebatte in unserer Zeit. Am Ende jeder Station stimmen die Teilnehmer:innen darüber ab, welcher Konfliktpartei sie Recht geben würden.


8 € | 6 € ermäßigt, zuzüglich 3 € Museumseintritt

Jüdisches Museum Franken in Fürth (Königstraße 89)

Anmeldung:
besucherservice@juedisches-museum.org

Altbau bedingt barrierefrei

Neubau barrierefrei

© Jüdisches Museum Franken

So, 05.05.24, 14 Uhr | JMF Schnaittach

Jüdisches Leben auf dem Lande

Geschichte und Religion des fränkischen Landjudentums: Führung im Rahmen des Heimaterlebnistages 2024

mehr

In einer der ältesten Synagogen Frankens mit einem Rabbinerhaus und einem historischem Ritualbad legt das Jüdische Museum Franken in Schnaittach seinen Fokus auf das Landjudentum. In der Führung geht es um die Geschichte und die religiösen Praktiken der Gemeinde sowie um ihre Beziehungen zur christlichen Obrigkeit. Einblicke in den religiösen Alltag jüdischer Familien ermöglichen die beeindruckende Judaika-Sammlung und das historische Synagogengebäude.


8 Euro | 6 Euro ermäßigt, zuzüglich 3 Euro Museumseintritt

Jüdisches Museum Franken in Schnaittach (Museumsgasse 12-16)

Anmeldung:
schnaittach@juedisches-museum.org

Nicht barrierefrei

© Jüdisches Museum Franken | Fotografin Annette Kradisch
© Jüdisches Museum Franken | Fotografin Annette Kradisch

So, 05.05.24, 14 Uhr | JMF Schwabach

Tuchmann verschwindet

Führung im Rahmen des Heimaterlebnistages 2024 durch die aktuelle Wechselausstellung mit Fokus auf die Familiengeschichte

mehr

Im Jahr 1937 flüchtete Walter Tuchmann aus Nazi-Deutschland, weil er als Jude und Inhaber einer florierenden Nadelfabrik in Schwabach großen Gefahren ausgesetzt war. Als Tuchmann aus Schwabach verschwand, verlor er auch seine Fabrik, das Drei-S-Werk. Die Führung vermittelt Wissenswertes zu Tuchmanns Familie, seiner Position als Firmeninhaber und Grammophonnadelproduzent und thematisiert seine dramatische Flucht. Die Führung legt ihren Schwerpunkt auf die Familiengeschichte der Tuchmanns.


8 € regulär | 6 € ermäßigt, zzgl. 3 € Museumseintritt

Jüdisches Museum Franken in Schwabach (Synagogengasse 10a, rückwärtiger Eingang)

Anmeldung:
schwabach@juedisches-museum.org

Nicht barrierefrei

Walter Tuchmann
© Stadtarchiv Nürnberg

Di, 07.05.24, 19 Uhr | JMF Fürth

Neuerscheinung: Die Frauen der Familie Feuchtwanger

Lesung mit Heike Specht in Kooperation mit der Buchhandlung Jakob Wassermann / Buchhandlung Edelmann

mehr

Die deutsch-jüdische Familie Feuchtwanger vollzog im 19. und frühen 20. Jahrhundert einen spektakulären Aufstieg von der Fürther Provinz ins Großbürgertum der Residenzstadt München. Ein Aufstieg, der undenkbar gewesen wäre ohne vier Generationen starker Frauen, die die Familiengeschicke durch die historischen Wirren lenkten, als knallharte Geschäftsfrauen, als Pionierinnen und in Zeiten der Verfolgung als echte Heldinnen. Heike Specht erzählt die Geschichte der Feuchtwangers aus der weiblichen Perspektive und berichtet von außergewöhnlichen Lebensentwürfen aus fast 200 Jahren. Denn hinter großen Familien stecken oft mächtige Frauen.


Eintritt: 8€ regulär | 6€ ermäßigt | Fürthpass 1€

Jüdisches Museum Franken in Fürth (Königstr. 89)

Anmeldung nicht erforderlich

barrierefrei

© Piper Verlag

So, 12.05.24, 14 Uhr | JMF Schnaittach

Der Ba’al Schem von Michelstadt

Vortrag von Professor Dr. Karl E. Grözinger (em.)

mehr

Ein deutsch-jüdisches Heiligenleben zwischen Legende und Wirklichkeit

Ein Ba’al Schem ist ein jüdischer Wundermann, der mithilfe von praktischer Kabbala heilt und Wunder wirkt. Über vierzig davon gab es seit dem Mittelalter im aschkenasischen Judentum. Der letzte Ba’al Schem in Westeuropa war Seckel Löb Wormser aus Michelstadt. Das Grab des im Jahre 1847 Verstorbenen ist heute ein viel besuchter Wallfahrtsort. Karl E. Grözinger schildert Leben und Wirken dieses europaweit bekannten Mannes und zieht einen einmaligen Vergleich zwischen Legende und Wirklichkeit.

Der Ba’al Schem hat auch einen Bezug zu Schnaittach. Er stand in engem Kontakt mit dem Rabbiner Mayer Heller Bretzfeld und beriet ihn unter anderem in der Herstellung und Nutzung von Amuletten.


Eintritt: 8 € regulär | 6 € ermäßigt

Jüdisches Museum Franken in Schnaittach (Museumsgasse 12-16)

Anmeldung nicht erforderlich

leider nicht barrierefrei

© Karl E. Grözinger

So, 19.05.24, 14 Uhr | JMF Fürth

Verborgene Schätze: Museumsobjekte, die sonst im Schatten stehen

Führung im Rahmen des Internationalen Museumstages 2024

mehr

Sie sind nicht groß, bunt oder spektakulär, erzählen aber unerwartete und faszinierende Geschichten aus der jüdischen Vergangenheit und Gegenwart: Anlässlich des Internationalen Museumstages stellen wir Objekte ins Rampenlicht, die sonst leicht übersehen werden. Welche verborgenen Schätze sich in den Vitrinen finden lassen, erfahren Sie bei den offenen Führungen um 12 und um 14 Uhr.


Eintritt und Führung sind kostenfrei.

Jüdisches Museum Franken in Fürth (Königstraße 89)

Anmeldung:
besucherservice@juedisches-museum.org

Altbau bedingt barrierefrei

Neubau barrierefrei

© Klara Leidl
© Klara Leidl

So, 19.05.24, 14 Uhr | JMF Schwabach

Verborgene Schätze: Museumsobjekte, die sonst im Schatten stehen

Führung im Rahmen des Internationalen Museumstages 2024

mehr

Sie sind nicht groß, bunt oder spektakulär, erzählen aber unerwartete und faszinierende Geschichten aus der jüdischen Vergangenheit und Gegenwart: Anlässlich des Internationalen Museumstages stellen wir Objekte ins Rampenlicht, die sonst leicht übersehen werden. Welche verborgenen Schätze sich in den Vitrinen finden lassen, erfahren Sie bei der offenen Führung um 14 Uhr.


Eintritt und Führung sind kostenfrei.

Jüdisches Museum Franken in Schwabach (Synagogengasse 10a, rückwärtiger Eingang)

Anmeldung:
schwabach@juedisches-museum.org

Nicht barrierefrei

© Jüdisches Museum Franken | Fotografin Annette Kradisch

So, 19.05.24, 14 Uhr | JMF Schnaittach

Gentlemen’s Agreement

Kuratorinführung durch die aktuelle Wechselausstellung im Rahmen des Internationalen Museumstages 2024

mehr

Bis heute, knapp achtzig Jahre nach Kriegsende sind die Themen Raub, Restitution und den Umgang mit Kulturgut aus jüdischem Besitz noch immer umstritten und kontrovers. Die unzähligen ungeklärten Fälle enteigneten jüdischen Besitzes, spiegeln bis heute das Ausmaß der Entrechtung, Enteignung, Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden und Jüdinnen im Nationalsozialismus wider. Dabei profitierten neben Kunsthändlern gerade Museen und Archive von der Enteignung der vertriebenen und ermordeten jüdischen Bevölkerung. Waren sie Retter und Bewahrer oder Nutznießer und Mitläufer? Welches Ziel verfolgten Museen und Archive im Nationalsozialismus, enteignete Gegenstände aus jüdischem Besitz zu sammeln, zu bewahren und zu präsentieren?

Die Führung durch die Wechselausstellung anlässlich des Internationalen Museumstages 2024 zeichnet am Beispiel der Kulturgutsammlung aus jüdischem Besitz durch den ehemaligen Schnaittacher Heimatmuseumsleiter Gottfried Stammler die historischen Abläufe, Zusammenhänge und die Folgen enteigneten jüdischen Kulturguts bis heute nach.


Eintritt und Führung sind kostenfrei.

Jüdisches Museum Franken in Schnaittach (Museumsgasse 12-16)

Anmeldung:
schnaittach@juedisches-museum.org

Nicht barrierefrei

©Jüdisches Museum Franken | Grafik: Katja Raithel, zurgestaltung

Di, 21.05.24, 19 Uhr | JMF Fürth

Zionismus: von seinen Anfängen bis heute

Antizionismus ist seit dem 7. Oktober 2023 in aller Munde. Doch was eigentlich ist Zionismus?

Vortrag von Professor Dr. Michael Brenner

mehr

Der Zionismus entstand am Ende des 19. Jahrhunderts als die Befreiungsbewegung des jüdischen Volkes. Sein Ziel, die Rettung verfolgter Juden und die Gründung eines jüdischen Staates, hatte der Zionismus 1948 erreicht. Aber für die sechs Millionen im Holocaust ermordeten Juden kam dies zu spät.

Heute wird der Zionismus in großen Teilen der Welt als ein Schimpfwort verstanden und mit Rassismus und Imperialismus assoziiert. Was bedeuten Zionismus und Antizionismus heute?

Michael Brenner ist Inhaber des Lehrstuhls für Jüdische Geschichte und Kultur an der Ludwig-Maximilians-Universität München sowie Direktor des Center of Israel Studies an der American University in Washington, DC. Seit 2022 ist er Distinguished Professor of History, an der American University, Washington. D.C. Mit seiner bereits 2002 erschienenen Publikation „Geschichte des Zionismus“ schrieb er eines der wichtigsten Standardwerke zum Zionismus.


Eintritt frei

Jüdisches Museum Franken in Fürth (Königstr. 89)

Anmeldung:
besucherservice@juedisches-museum.org

Nicht barrierefrei

Michael Brenner , © Stephan Rumpf, München

Do, 23.05.24, 17.30 Uhr | JMF Fürth

Feierabend im Museum: After-Work-Angebot im JMF Fürth

Entspannt in den Feierabend mit einer Highlight-Führung

mehr

Das After-Work-Angebot des Jüdischen Museums Franken in Fürth: eine Highlight-Führung, bei der die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit dem Guide neun Meter tief in das über 300 Jahre alte Ritualbad hinabstiegen, die erhalten gebliebenen Spuren jüdischen Alltagslebens im historischen Museumsgebäude erkunden und Highlights der beeindruckenden Objektsammlung in der Dauerausstellung des Jüdischen Museums Franken kennenlernen.


8 € | 6 € ermäßigt, zuzüglich 3 € Museumseintritt

Jüdisches Museum Franken in Fürth (Königstraße 89)

Anmeldung:
besucherservice@juedisches-museum.org

Altbau bedingt barrierefrei

Neubau barrierefrei

© Fotograf Enno Kapitza
© Enno Kapitza

Di, 28.05.24, 15.30 Uhr | JMF Fürth

Führung in Leichter Sprache am Jüdischen Museum

Sonderführung am Deutschen Diversity Tag

mehr

Am 28. Mai 2024 gibt es am Jüdischen Museum Franken in Fürth eine besondere Führung. Die Führung ist in Leichter Sprache. Man lernt dabei Spannendes über das Judentum. Die Führung dauert von 15.30 bis 16.30 Uhr. Alle können kostenlos dabei sein.

Die Führung ist eine Zusammenarbeit vom Jüdischen Museum und den Studenten und Studentinnen vom Institut für Fremdsprachen und Auslandskunde bei der Universität Erlangen-Nürnberg. 


Jüdisches Museum Franken in Fürth (Königstraße 89)

Anmeldung:
besucherservice@juedisches-museum.org oder Telefon: 0911 950 988 88

Altbau bedingt barrierefrei
Neubau barrierefrei

© Jüdisches Museum Franken | Annette Kradisch

So, 02.06.24, 14 Uhr | Start am JMF Fürth

Der Alte Jüdische Friedhof

mehr

Idyllisch gelegen und von hohen, schattenspendenden Bäumen umgeben, liegt der 1607 angelegte Alte Jüdische Friedhof. Dieser Ort erlebte eine wechselvolle Geschichte. Heute gehört der Alte Jüdische Friedhof in Fürth zu den eindrucksvollsten in Deutschland. In der Führung erfahren Sie mehr über jüdische Begräbnisriten, über die Bedeutung der Grabsymbolik und über die Lebenswege der Persönlichkeiten, die hier beerdigt wurden.


8 € | 6 € ermäßigt

Jüdisches Museum Franken in Fürth (Königstraße 89)

Anmeldung:
besucherservice@juedisches-museum.org

Altbau bedingt barrierefrei

Neubau barrierefrei

© Jüdisches Museum Franken

So, 02.06.24, 14 bis ca. 18 Uhr | Start am JMF Schnaittach

Auf Landpartie

Geschichtswanderung im Schnaittachtal

mehr

Was hatten die Besitzer der Festung Rothenberg mit der jüdischen Bevölkerung in Schnaittach zu tun? Wie sah das jüdische Leben aus? Und wer waren die Ganerben, die über die Veste Rothenberg herrschten? Im Rahmen einer Geschichtswanderung erkunden Sie gleich zwei historische Orte, die miteinander verbunden sind: Im Jüdischen Museum Franken und auf der Festung gibt es jeweils eine Führung. Die Wanderung vom Museum zum Rothenberg führt durch idyllische Streuobstwiesen und bietet Zeit, die Natur im Schnaittachtal zu genießen. Am Ende des Ausflugs gibt es Gelegenheit für eine Verschnaufpause und Erfrischungen an der Festung.

Bei einer Teilnehmerzahl von weniger als zehn Personen entfällt die Führung an der Veste und es findet lediglich die Museumsführung statt.


8 € | 6 € ermäßigt zzgl. 3 € Museumseintritt sowie 3 € an der Veste

Jüdisches Museum Franken in Schnaittach (Museumsgasse 12-16)

Anmeldung:
schnaittach@juedisches-museum.org

Nicht barrierefrei

©Jüdisches Museum Franken Fotograf Friedemann Bretschneider
©Jüdisches Museum Franken | Fotograf Friedemann Bretschneider

So, 02.06.24, 14 Uhr | JMF Schwabach

Tuchmann verschwindet

Führung durch die Wechselausstellung mit Fokus auf die Firmengeschichte

mehr

Im Jahr 1937 flüchtete Walter Tuchmann aus Nazi-Deutschland, weil er als Jude und Inhaber einer florierenden Nadelfabrik in Schwabach großen Gefahren ausgesetzt war. Als Tuchmann aus Schwabach verschwand, verlor er auch seine Fabrik, das Drei-S-Werk. Die Führung vermittelt Wissenswertes zu Tuchmanns Familie, seiner Position als Firmeninhaber und Grammophonnadelproduzent und thematisiert seine dramatische Flucht. Die Führung legt ihren Schwerpunkt auf die Firmengeschichte.


8 € | 6 € ermäßigt zzgl. 3 € Museumseintritt

Jüdisches Museum Franken in Schwabach (Synagogengasse 10a, rückwärtiger Eingang)

Anmeldung:
schwabach@juedisches-museum.org

Nicht barrierefrei

©Reproduktion, David M. Harrow, Drei-S-Werk
© Reproduktion, David M. Harrow, Drei-S-Werk

So, 23.06.24, 14 Uhr | JMF Schnaittach

Scherben bringen Glück. Wofür die jüdischen Gemeinden Süddeutschlands Hochzeitssteine benötigten

Vortrag von Professor Dr. Nathanael Riemer

mehr

Hochzeiten sind freudige Ereignisse, die mit vielen Hoffnungen auf das ungestörte Glück des jungen Paares verbunden werden. Daher verwundert es wenig, dass die Menschen vergangener Epochen einige Anstrengungen unternahmen, um Braut und Bräutigam vor Ungemach zu bewahren. Im süddeutschen Judentum entwickelte sich aus dem Wunsch, das Brautpaar vor bösen Mächten zu schützen, der Brauch, ein Glas gegen Hochzeitssteine zu werfen, die in Mauern und Türbögen von Synagogen eingelassen waren.

Der Vortrag von Nathanael Riemer, stellt sowohl die Entwicklung des Brauches als auch die ästhetische Ausgestaltung erhaltener und abgegangener Chuppa-Steine vor.


8 € | 6 € ermäßigt zzgl. 3 € Museumseintritt

Jüdisches Museum Franken in Schnaittach (Museumsgasse 12-16)

Anmeldung nicht erforderlich

Nicht barrierefrei

© Nathanael Riemer

So, 30.06.2024, 14 Uhr | JMF Schnaittach

Gentlemen’s Agreement

Führung durch die aktuelle Wechselausstellung

mehr

Bis heute, knapp achtzig Jahre nach Kriegsende sind die Themen Raub, Restitution und den Umgang mit Kulturgut aus jüdischem Besitz noch immer umstritten und kontrovers. Die unzähligen ungeklärten Fälle enteigneten jüdischen Besitzes, spiegeln bis heute das Ausmaß der Entrechtung, Enteignung, Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden und Jüdinnen im Nationalsozialismus wider. Dabei profitierten neben Kunsthändlern gerade Museen und Archive von der Enteignung der vertriebenen und ermordeten jüdischen Bevölkerung. Waren sie Retter und Bewahrer oder Nutznießer und Mitläufer? Welches Ziel verfolgten Museen und Archive im Nationalsozialismus, enteignete Gegenstände aus jüdischem Besitz zu sammeln, zu bewahren und zu präsentieren?

Die Führung durch die Wechselausstellung zeichnet am Beispiel der Kulturgutsammlung aus jüdischem Besitz durch den ehemaligen Schnaittacher Heimatmuseumsleiter Gottfried Stammler die historischen Abläufe, Zusammenhänge und die Folgen enteigneten jüdischen Kulturguts bis heute nach.


8 € | 6 € ermäßigt, zuzüglich 3 € Museumseintritt

Jüdisches Museum Franken in Schnaittach (Museumsgasse 12-16)

Anmeldung:

schnaittach@juedisches-museum.org

Nicht barrierefrei

© Jüdisches Museum Franken | Grafik: Katja Raithel, zurgestaltung

So, 07.07.24, 16 Uhr | JMF Schnaittach

Süßkindt von Trimberg. Ein jüdischer Minnesänger aus dem 13. Jahrhundert

Sommerkonzert in der ehemaligen Synagoge mit Jalda Rebling & Ensemble

mehr

Mitten in Franken lebte im 13. Jahrhundert der jüdische Minnesänger Süßkindt von Trimberg, ein Poet und Meister der mittelhochdeutschen Sprache. Sein Werk entstand in einer Blütezeit deutsch-jüdischer Kultur, die aus der Mitte der Gesellschaft erwuchs. Seine Texte wurden – wie auch die seiner berühmten christlichen Kollegen – in der bedeutenden Manessischen Liederhandschrift gesammelt.

Chasan Jalda Rebling bringt mit ihrem Ensemble international renommierter Spezialisten historischer Aufführungspraxis, bestehend aus Susanne Ansorg, Hans-Werner Apel, Stefan Maass und Hannes Malkowski, die wunderbare mittelhochdeutsche Poesie des Süßkint von Trimberg aus dem 13. Jahrhundert zum Klingen.

Jalda Rebling bereichert ihre Konzerte mit überlieferten Geschichten aus jüdischen Schriften und historischen Berichten.

Mehr Informationen unter www.jalda-rebling.com


Altersempfehlung: ab 12 Jahre

Eintritt: 18 € regulär | 15 € ermäßigt | 8 € Kind (12-18 Jahre)

Jüdisches Museum Franken in Schnaittach, Museumsgasse 12-16

Anmeldung erforderlich:
event@juedisches-museum.org

Karten werden an der Tageskasse bezahlt.

Leider nicht barrierefrei

© Jalda Rebling

AUSSTELLUNGEN


top