Wir möchten, dass Sie sich bei uns wohl und sicher fühlen.
Bitte helfen Sie mit, dass alle Gäste eine gute Zeit haben. Bitte helfen Sie auch, dass die alten Gebäude und Ausstellungsstücke geschützt bleiben.
Wenn Sie ins Museum kommen, gelten diese Regeln.
Respekt und Verhalten
Das Museum ist ein offener Ort. Alle Menschen sind willkommen.
Bitte sprechen Sie freundlich miteinander. Beleidigungen, Hass oder Diskriminierung sind nicht erlaubt.
Ausstellungen
Die Objekte im Museum sind sehr alt und wertvoll.
Bitte:
nichts anfassen (außer es ist erlaubt)
nichts beschädigen
nicht an Wände oder Möbel lehnen
Barrierefreiheit
Einige Bereiche sind barrierefrei (ohne Hindernisse). Andere Gebäude sind alt und haben Treppen.
Nicht alle Räume sind mit dem Rollstuhl erreichbar.
Wenn Sie Hilfe brauchen, helfen wir Ihnen gerne.
Essen, Trinken, Rauchen
Essen und Trinken ist in den Ausstellungen nicht erlaubt.
Rauchen ist im ganzen Museum verboten (auch E-Zigaretten).
Fotografieren
Fotos ohne Blitz sind erlaubt (nur privat).
Für Film oder gewerbliche Fotos brauchen Sie eine Erlaubnis.
Veranstaltungen dürfen nicht aufgenommen werden.
Taschen und Garderobe
Bitte geben Sie ab:
alle Taschen
Rucksäcke
Koffer
Regenschirme
Es gibt kostenlose Schränke. Für verlorene Schlüssel müssen Sie bezahlen.
Rücksicht
Bitte:
leise sein
Handy auf lautlos stellen
andere Besucher:innen nicht stören
Sicherheit
Manchmal gibt es Kontrollen. Das Museum kann videoüberwacht sein.
Diebstahl ist verboten und wird angezeigt.
Tiere
Tiere sind nicht erlaubt. Ausnahme: Assistenzhunde.
Verbotene Dinge
Sie dürfen keine gefährlichen Dinge mitbringen, zum Beispiel:
Waffen
Feuerwerk
Sprühdosen oder gefährliche Stoffe
Kinder
Eltern und Gruppenleitungen sind für Kinder verantwortlich. Kinder müssen beaufsichtigt werden.
Weitere Regeln
Führungen nur mit erlaubten Guides
Anweisungen vom Personal müssen befolgt werden
VR-Brille erst ab 14 Jahren
Das Museum kann Besucher:innen ausschließen, wenn Regeln nicht eingehalten werden
Hausordnung – Jüdisches Museum Franken (Einfache Sprache)
Willkommen
Wir freuen uns über Ihren Besuch. Bitte helfen Sie mit, das Museum und die alten Gebäude zu schützen.
Respekt
Das Museum ist ein Ort für alle Menschen. Bitte seien Sie freundlich. Beleidigungen und Diskriminierung sind nicht erlaubt.
Ausstellungen schützen
Bitte:
nichts anfassen (außer erlaubt)
nichts beschädigen
Essen & Trinken
In den Ausstellungen nicht erlaubt. Rauchen ist im ganzen Museum verboten.
Fotos
Fotos ohne Blitz sind erlaubt (nur privat). Filme nur mit Erlaubnis.
Taschen
Alle Taschen, Rucksäcke und Schirme bitte abgeben.
Ruhe
Bitte leise sein. Handy auf lautlos stellen.
Sicherheit
Anweisungen vom Personal befolgen. Gefährliche Gegenstände sind verboten.
Tiere
Keine Tiere (außer Assistenzhunde).
Wichtig
Mit dem Eintritt gelten diese Regeln.
Hausordnung
Herzlich willkommen im Jüdischen Museum Franken
Fürth · Schnaittach · Schwabach
Wir freuen uns sehr, Sie in unseren Häusern begrüßen zu dürfen. Unser Anliegen ist es, Ihnen einen inspirierenden, angenehmen und sicheren Aufenthalt zu ermöglichen. Damit sich alle Gäste wohlfühlen und unsere historischen Gebäude sowie die einzigartigen Exponate bewahrt bleiben, bitten wir Sie um Beachtung der folgenden alphabethisch geordneten Hinweise.
Mit dem Betreten unserer Häuser erkennen Sie die Hausordnung an.
Akzeptanz
Das Jüdische Museum Franken versteht sich als offener, pluraler und diskriminierungsfreier Ort. Antisemitische, rassistische, sexistische oder andere diskriminierende Äußerungen sowie persönliche Beleidigungen sind mit unserem Selbstverständnis nicht vereinbar. Wer das Jüdische Museum Franken in Fürth, Schnaittach oder Schwabach betritt, stimmt unserem „Verhaltenskodex – Code of Conduct“ https://www.juedisches-museum.org/code-of-conduct zu.
Wir möchten einen Raum schaffen, in dem unterschiedliche Perspektiven respektvoll ausgetauscht werden können – vielen Dank, dass Sie dazu beitragen.
Ausstellungen – sorgsamer Umgang
Unsere Objekte und die denkmalgeschützten Museumsgebäude sind vielfach einzigartig und historisch wertvoll.
Wir bitten Sie daher herzlich
Exponate nicht zu berühren, sofern sie nicht ausdrücklich als Mitmach-Station gekennzeichnet sind
Einrichtungen und historische Bauteile pfleglich zu behandeln
sich nicht an Wänden mit den Schuhen abzustützen.
So helfen Sie mit, dieses kulturelle Erbe dauerhaft zu bewahren.
Barrierefreiheit
Der Neubau in Fürth ist barrierefrei.
Im Neubau in Fürth sind taktile Informationen zur Orientierung an den Handläufen und im Aufzug angebracht. Der Veranstaltungssaal in Fürth verfügt zudem über eine induktive Audioanlage.
Ein barrierefreies WC ist im Erdgeschoss des Altbaus vorhanden.
Unsere Dauerausstellungen jedoch befinden sich in denkmalgeschützten historischen Gebäuden und sind daher nicht alle barrierefrei.
Die Dauerausstellung in Fürth ist teilweise barrierefrei:
Alle Stockwerke sind mit dem Aufzug erreichbar.
Ausgenommen sind das Ritualbad im Untergeschoss sowie die historischen Laubhütten im Hintergebäude.
Unterschiedlich hohe Bodenniveaus, Türschwellen und historische Treppen sind vorhanden.
Wir empfehlen Rollstuhlfahrer:innen den Besuch mit einer Begleitperson. Begleitpersonen erhalten freien Eintritt.
Der Neubau in Fürth (Wechselausstellung, Veranstaltungssaal, Bibliothek mit Lounge) ist barrierefrei zugänglich.
In Schnaittach und Schwabach verfügen die historischen Gebäude über keinen Aufzug. Zudem befinden sich die Ausstellungsräume in Schwabach im 1. und 2. Obergeschoss.
Bei Fragen berät Sie unsere Inklusionsbeauftragte Alisha Meininghaus meininghaus@juedisches-museum.org gerne im Vorfeld Ihres Besuchs.
Die Dependance Krautheimer Krippe in Fürth ist nicht barrierefrei zugänglich.
Essen, Trinken, Rauchen
Zum Schutz der Exponate ist Essen und Trinken in den Ausstellungsräumen nicht gestattet.
Wir bitten Sie, mitgebrachte Speisen und Getränke nicht im Mary S. Rosenberg Café des Fürther Museums zu verzehren.
In allen Häusern – einschließlich des Café-Außenbereichs in Fürth und allen Außenbereichen vor den Museumseingängen – gilt generelles Rauchverbot. Dies schließt E-Zigaretten ein.
Fotografieren & Filmen
Für private Erinnerungen dürfen Sie gerne ohne Blitzlicht fotografieren und filmen.
Für Fotografien, Film- und/oder Videoaufnahmen im Bereich des Jüdischen Museums Franken zur Berichterstattung, zu Werbezwecken und gewerblichen Nutzung benötigen Sie vorab eine schriftliche Genehmigung: presse@juedisches-museum.org .
Das Aufzeichnen oder Verbreiten von Veranstaltungen ist nicht gestattet. Weitere Informationen finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen.
Die Nutzung von Laserpointern ist nicht gestattet.
Führungen
Führungen durch unsere Häuser dürfen ausschließlich durch vom Museum beauftragte oder genehmigte Guides durchgeführt werden.
Garderobe & persönliche Gegenstände
Damit unsere Ausstellungsräume geschützt bleiben, bitten wir Sie:
Alle Taschen,
Rucksäcke, Koffer und sperrige Gegenstände,
Regenschirme und Wetterumhänge
an der Garderobe oder an der Kasse abzugeben.
Die Nutzung der Garderobenschränke ist kostenfrei. Bitte leeren Sie diese bis zum Ende der Öffnungszeiten.
Für verlorene Schlüssel wird eine Gebühr von 25€ erhoben. Für abgelegte Gegenstände übernimmt das Museum keine Haftung.
Haftung, Schäden, Diebstahl
Der Museumsbesuch erfolgt auf eigene Gefahr.
Besucher:innen haften im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen für Schäden, die durch ihr Verhalten entstehen.
Jeder Diebstahl wird zur Anzeige gebracht.
Hausrecht
Unser Team handelt im Auftrag der Museumsleitung und sorgt für einen sicheren und angenehmen Ablauf Ihres Besuchs.
Wir bitten alle Museumsbesucher:innen und Teilnehmenden unserer Angebote und Veranstaltungen um respektvolles und verantwortungsbewusstes Verhalten sowie den Anweisungen Folge zu leisten. Bei schwerwiegenden oder wiederholten Verstößen gegen die Hausordnung und unseren „Code of Conduct (Verhaltenskodex) kann der weitere Aufenthalt untersagt werden.
Informationsmaterialien, Broschüren
Das Jüdische Museum Franken entscheidet, welche Informationsbroschüren, Zeitungen o.ä. öffentlich ausgelegt werden. Gerne können Sie unter info@juedisches-museum.org anfragen, ob Sie Material auslegen dürfen.
Kinder und Familie
Eltern, Erziehungsberechtigte, Lehrkräfte und Gruppenleitungen tragen die Verantwortung für die ihnen anvertrauten Kinder und Jugendlichen. Bitte unterstützen Sie uns dabei, die Ausstellungsräume als ruhigen und angenehmen Ort für alle Gäste zu erhalten.
Kinder bis 12 Jahre können die Aufzüge in Fürth nur in Begleitung Erwachsener nutzen.
Kinderwagen dürfen grundsätzlich mitgeführt werden. In Zweifelsfällen entscheidet das Kassen- oder Aufsichtspersonal. Nach Absprache mit dem Besucherservice können Kinderwagen an geeigneter Stelle abgestellt werden (persönliche Haftung).
Ein Wickeltisch ist im Fürther Museum im Erdgeschoss des Altbaus für alle Eltern zugänglich. Unsere Team am Besucherservice öffnet Ihnen gerne den Raum. Im Schwabacher Museum ist ein Wickeltisch im 1. OG zugänglich.
Ruhe & Rücksichtnahme
Bitte nehmen Sie Rücksicht auf andere Besucher:innen:
Vermeiden Sie Lärm.
Führen Sie Telefongespräche außerhalb der Ausstellungsräume.
Stellen Sie Ihr Mobiltelefon auf lautlos.
Vielen Dank für Ihre Unterstützung.
Sicherheit
Bei Veranstaltungen können Sicherheitskontrollen (z. B. Taschenkontrollen) durchgeführt werden.
Innen- und Außenbereiche des Museums können aus Sicherheitsgründen videoüberwacht sein.
Im Falle eines Diebstahlalarms behalten wir uns vor, Ausgänge vorübergehend zu schließen und Kontrollen durchzuführen. Jeder Diebstahl wird zur Anzeige gebracht.
Tiere
Das Mitbringen von Tieren ist nicht gestattet. Ausgenommen sind Begleithunde für Menschen mit Behinderungen.
Verboten
Das Mitführen folgender Dinge ist verboten: Waffen oder gefährliche Gegenstände sowie Sachen, die, wenn sie geworfen werden, bei Personen zu Körperverletzungen führen können, Gassprühflaschen, ätzende oder färbende Substanzen oder Druckbehälter für leicht entzündliche oder gesundheitsschädigende Gase. Ferner verboten sind Behältnisse, die aus zerbrechlichem oder splitterndem Material hergestellt sind, Feuerwerkskörper, Raketen, bengalische Feuer, Rauchpulver, Leuchtkugeln und andere pyrotechnische Gegenstände sowie mechanisch und elektrisch betriebene Lärminstrumente.
VR-Anwendung
Die Nutzung der VR-Brille ist aus Sicherheits- und Gesundheitsgründen erst ab 14 Jahren gestattet.
Diese Hausordnung gilt für alle Standorte des Jüdischen Museums Franken in Fürth (Königstraße 89 sowie Krautheimer Krippe, Maistraße 18), Schnaittach (Museumsgasse 12–16) und Schwabach (Synagogengasse 10a) einschließlich der zugehörigen Außenflächen.
Code of Conduct – Verhaltenskodex
des Jüdischen Museums Franken in Fürth, Schnaittach und Schwabach
Das Jüdische Museum Franken verpflichtet sich zu Offenheit, Respekt und Inklusion und fördert ein diskriminierungsfreies Umfeld, das jüdisches Leben, Geschichte und Gegenwart wertschätzt. Grundlage seines Handelns sind Werte wie Verantwortung – insbesondere die Erinnerung an die Schoa – Wertschätzung, Vielfalt, Unabhängigkeit und eine klare Haltung gegen jede Form von Diskriminierung. Ziel ist es, einen sicheren, einladenden Raum zu schaffen, in dem allen Menschen unabhängig von Herkunft, Identität, Religion, Alter, Geschlecht, sexueller Orientierung oder Fähigkeiten mit Respekt begegnet wird.
Mit seinem im Juni 2026 verabschiedeten „Verhaltenskodex – Code of Conduct“ stärkt das Museum eine demokratische, faktenbasierte Diskussions- und Gesprächskultur. Es ermöglicht und fördert die differenzierte Auseinandersetzung mit jüdischer Geschichte und Gegenwart, kultureller und religiöser Vielfalt, historischen Entwicklungen und Zäsuren, der Schoa und ihren Nachwirkungen, Flucht und Migration sowie individuellen und kollektiven Gewalterfahrungen und deren Traumatisierungen. Dabei wird Wert daraufgelegt, dass unterschiedliche Perspektiven argumentativ vertreten werden können, stets auf Grundlage gegenseitiger Rücksichtnahme, Empathie und Reflexionsbereitschaft.
Das Museum tritt entschieden gegen jede Form von Gewalt, Menschenfeindlichkeit und demokratie- oder verfassungsfeindliche Positionen ein. Antisemitismus, Rassismus, Sexismus sowie homo-, trans- oder behindertenfeindliche Äußerungen und Handlungen werden nicht geduldet. Ebenso wird jeder Versuch zurückgewiesen, Jüdinnen und Juden kollektiv verantwortlich zu machen oder geschichtsrevisionistische Positionen zum Holocaust zu verbreiten. Verstöße gegen diese Grundsätze können zum Verweis aus den Räumlichkeiten oder zu arbeitsrechtlichen Konsequenzen führen.
Auch im digitalen Raum gilt eine klare Netiquette: Antisemitische, rassistische, sexistische oder anderweitig diskriminierende Sprache, Hassrede, extremistische Ideologien, Falschinformationen, Pornografie und Werbung sind untersagt. Beiträge, die dagegen verstoßen, werden entfernt; bei wiederholten Verstößen können Accounts blockiert und strafrechtlich relevante Inhalte zur Anzeige gebracht werden.
Das Museum versteht sich als Ort des gemeinsamen Lernens, der Reflexion und des offenen Dialogs. Es fördert eine Kultur, in der unterschiedliche Perspektiven anerkannt, eigene Standpunkte hinterfragt und Konflikte respektvoll ausgetragen werden können. Belästigung, Machtmissbrauch und Übergriffe haben keinen Platz; stattdessen prägen Transparenz, Verantwortungsbewusstsein, Verbindlichkeit und ein wertschätzender Umgang die Zusammenarbeit.
Alle Mitarbeiter:innen, Partner:innen und Besucher:innen sind aufgefordert, diese Grundsätze zu achten und aktiv zu ihrer Umsetzung beizutragen. Gemeinsam setzt sich das Museum für eine lebendige, inklusive Gesellschaft ein, die die Würde jedes Menschen schützt und die Teilhabe aller an gesellschaftlichen Prozessen ermöglicht.
Wir beziehen uns in unserer Arbeit insbesondere auf:
Allgemeine Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen
Mikwe im Jüdischen Museum, Schnaittach, Mittelfranken, Bayern, Deutschland
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farbiges Glasfenster in der Synagoge, Jüdisches Museum, Schnaittach, Mittelfranken, Bayern, Deutschland
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JMF SCHNAITTACH Jüdisches Leben in Schnaittach
11 (leider schlechte Qualität)
12 (neues Bild von Alex Jacobowitz)
JMF FÜRTH Geschichte und Gegenwart jüdischen Lebens
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Sa, 21.02.26, 14 – 15 Uhr | Bildungszeile Schnaittach
Lustige Erzählungen von Schelmen und Narren
Neue Lesereihe: Lesen in der Bildungszeile
Taucht mit Sabine Forkel-Kutschka zwischen Oktober und Februar in die Welt der jüdischen Märchen ein! Dabei werden in der Bildungszeile Schnaittach alle Bereiche jüdischer Erzähltradition gestreift. Bei der Lesereihe stehen jüdische Märchen im Mittelpunkt: jiddische Geschichten aus Osteuropa, Märchen aus dem Orient, sephardische Erzählungen, aber auch Märchen deutscher Erzähler und Erzählerinnen.
Im Anschluss an die Veranstaltung gibt es Kuchen, Kaffee, Tee und Getränke.
Eine Veranstaltung der Gemeindebücherei Schnaittach und des Jüdischen Museums Franken
Eintritt: 5€ Kinder | 8€ Erwachsene (Kuchen und Getränk inbegriffen)
So, 22.02.26, 11 Uhr | Haus der Begegnungen Schwabach
Ein filmhistorischer Schatz kehrt zurück!
Wiederentdeckter Werbefilm des Schwabacher Drei-S-Werks erstmals nach der Schoa gezeigt
Ein filmhistorischer Schatz kehrt zurück! Walter Tuchmann setzte für sein berühmtes Drei-S-Werk in Schwabach schon früh auf innovative und eindrucksvolle Werbung – so sehr, dass er um 1930 gleich zwei Werbefilme von renommierten Filmunternehmen produzieren ließ.
Jahrzehntelang galten diese Filme als verschollen. Nun ist einer davon überraschend wieder aufgetaucht – in bemerkenswert gutem Zustand – und wird erstmals seit vielen Jahren wieder öffentlich gezeigt.
Der rund neunminütige, schwarz-weiße 16-mm-Stummfilm ist eine faszinierende Mischung aus Real- und Trickfilm. Er eröffnet mit einer sich drehenden Schallplatte, während vier junge Paare im Wohnzimmer einen langsamen Walzer tanzen. Als einer der Männer die Grammophonnadel wechselt, beginnt eine längere, kunstvoll animierte Sequenz, die den Herstellungsprozess einer Grammophonnadel auf charmante Weise veranschaulicht.
Die Historikerin und Drei-S-Werk Expertin Marina Heller wird in einem begleitenden Vortrag den Film in seinen historischen Kontext einordnen und zeigen, welche Rolle der Werbefilm von den Anfängen um 1900 bis in die 1930er Jahre spielte – und welche Bedeutung Walter Tuchmanns Produktion in dieser Entwicklung besitzt.
Die Veranstaltung findet anlässlich der Schenkung des Firmenarchivs durch das heutige Drei-S-Werk an das Jüdische Museum Franken. Die Schenker David Harrow und Eric Schmauser werden zur Veranstaltung anwesend sein. Zur Veranstaltung sprechen Oberbürgermeister Peter Reiß und Vizepräsidenten des Bezirktagspräsidenten Christa Heckel und Museumsdirektorin Daniela F. Eisenstein.
Im Anschluss kleiner Sektempfang.
Eintritt: frei (Spende möglich)
Veranstaltungsort: Haus der Begegnungen (Auf der Aich 1-3, Schwabach)
Buchpremiere mit Sandra Lüpkes: Ein Ort, der bleibt
Saisoneröffnung des Alfred Heilbronn Museumsgartens durch den Verein zur Förderung des Jüdischen Museums Franken e.V.
Es ist wieder soweit! Am 3. Mai veranstaltet der Verein zur Förderung des Jüdischen Museums Franken wieder die Sasisoneröffnung des Alfred Heilbronn Gartens im Jüdischen Museum Franken in Fürth. Vor zwei Jahren benannte das JMF seinen Museumsgarten nach dem Fürther Botaniker Alfred Heilbronn, der 1933 in die Türkei floh und dort das Botanische Institut und einen der beeindruckendsten botanischen Gärten errichtete.
Zur diesjährigen Eröffnung der Gartensaison feiert Bestseller-Autorin Sandra Lüpkes Buchpremiere im JMF Fürth. Sie liest am 3. Mai 2026 erstmals aus ihrem neuen Roman über die Frauen der Familie Heilbronn.
Koscher style Büffet von Tel Aviv Jaffa mit koscheren Weinen im Anschluss an die Veranstaltung.
Eine Veranstaltung des Vereins zur Förderung des Jüdischen Museums Franken e.V.
Veranstalter: Verein zur Förderung des Jüdischen Museums Franken ( Beitrittsformular )
Eröffnung der Gartensaison
EIN ORT DER BLEIBT
Sandra Lüpkes liest zum ersten Mal aus ihrem neuen Roman,
in dem die Frauen der Fürther Familie Heilbronn im Mittelpunkt stehen.
Der Verein zur Förderung des Jüdischen Museums Franken e.V. lädt am 3. Mai 2026 um 11 Uhr herzlich zur Eröffnung der Gartensaison des „Alfred-Heilbronn-Museumsgartens“ im Jüdischen Museum Franken in Fürth ein. Im Rahmen der Veranstaltung liest Sandra Lüpkes erstmals aus ihrem neuen Roman, der den Frauen der Fürther Familie Heilbronn gewidmet ist.
Magdas Leben verändert sich mit einem Schlag: Ihr Mann Alfred, Botaniker in Münster, verliert 1933 seine Professorenstelle, weil er Jude ist. Als sich die Situation in Deutschland zuspitzt, packt die Familie Heilbronn ihre Koffer. Im fernen Istanbul lockt ein überraschendes Angebot: Republikgründer Atatürk will die Universitäten des Landes modernisieren, und am Bosporus soll ein prächtiger Botanischer Garten mit Pflanzen aus aller Welt entstehen. Also verstaut Magda im Gepäck auch Samen aus der westfälischen Heimat. Aber wird sie selbst in der Fremde neue Wurzeln schlagen?
Wenige Jahre später ist der Garten in der Altstadt von Istanbul ein blühender Ort der Wissenschaft. Die talentierte Botanikerin Mehpare kümmert sich als Alfreds Assistentin um Beete und Gewächshäuser. So vieles lässt sich in der Welt sammeln und erforschen – nur Mehpares Gefühle bleiben unentdecktes Terrain. Bis sie nach einem tragischen Unglück den Boden unter den Füßen verliert. Jahrzehnte später verschlägt es die junge Stadtplanerin Imke nach Istanbul. Sie soll eine Studie zur Zukunft des Botanischen Gartens erstellen – und damit über das Schicksal dieses besonderen Ortes mitentscheiden.
Im Anschluss an die Lesung gibt es Gelegenheit, bei einem kosher style Buffet und einem Glas Wein ins Gespräch zu kommen.
Wir freuen uns auf Ihren Besuch!
Termin: Sonntag, den 3. Mai 2026, 11 Uhr
Veranstaltungsort: Jüdisches Museum Franken (Königstraße 89)
Wechselausstellung im Jüdischen Museum Franken in Schnaittach
„100 ﬩ Synagogen in Deutschland“ von Alex Jacobowitz ist ein eindrucksvolles Zeugnis jüdischer Präsenz, Vergangenheit – und Zukunft – in Deutschland.
Schon im 4. Jahrhundert lebten Jüdinnen und Juden auf dem Gebiet des heutigen Deutschlands. Mit dem Wachsen ihrer Gemeinden entstanden über die Jahrhunderte Synagogen – prachtvolle Gotteshäuser, einzigartig in Architektur und Ausdruck, erbaut zur Ehre ihres Schöpfers. Franken, die eine kontinuierliche jüdische Ansiedlung vom Mittelalter bis Schoa erlebte, nimmt hier eine besondere Stellung ein.
Während einige Synagogen Krieg und Zerstörung durch die sogenannte „Arisierung“ (Enteignung) überstanden, wurden viele zerstört.
(c) Alex Jacobowitz | Grafik: Katja Raithel, zurgestaltung
Die nach 1945 noch existierenden Synagogen wurden zweckentfremdet oder abgerissen, weil niemand mehr da war, der sie brauchte.
Die Ausstellung „100﬩ Synagogen in Deutschland“ zeigt eindrucksvoll, wie lebendig das jüdische Erbe heute wieder ist.
Es präsentiert über Jahrhunderte erhaltene Gebetshäuser, Synagogen, die neue Bedeutungen fanden und dennoch ihre Geschichte bewahren, und neue Bauten, errichtet von den wiedererstarkten jüdischen Gemeinden unserer Zeit.
Die Ausstellung wird in der im 16. Jahrhundert errichteten Schnaittacher Synagoge präsentiert und basiert auf dem gleichnamigen Bildband, das von Alex Jacobwitz zusammengestellt wurde und 2025 im Verlag Hentrich & Hentrich erschienen ist (90€).
Alex Jacobowitz, 1960 geboren, ist US-Amerikaner und Israeli, Xylophonvirtuose, spezialisiert auf traditionelle jüdische Musik. 2002/2003 war er als Kantor für die jüdische Gemeinde Augsburg tätig. Von 2008 bis 2013 war er im Vorstand des Förderkreises Görlitzer Synagoge e.V. Er engagiert sich für jüdische Kultur, Musik und Literatur in Europa.
TERMINE
Sonntag, den 22. März 2026, 15 Uhr
Ausstellungseröffnung
Es sprechen Museumsdirektorin Daniela F. Eisenstein, Bürgermeister Frank Pitterlein, Landrat Armin Kroder, Alex Jacobowitz
Musikalische Umrahmung: Stephanie Waegner (Cello) und
Ausstellungsort: Synagoge, im Jüdischen Museum Franken in Schnaittach (Museumsgasse 12-16)
Öffnungszeiten: Samstag und Sonntag: 12-17 Uhr
Gruppenführungstermine außerhalb der o.g. Öffnungszeiten möglich!
Führungsbuchung: besuch@juedisches-museum.org
Buchpremiere
Mit dem Leben davongekommen
Mit Thomas Muggenthaler im Gespräch mit Daniela F. Eisenstein
Das Jüdische Museum Franken in Fürth und die Jakob Wassermann Buchhandlung / Buchhandlung Edelmann laden zur Buchpremiere von Thomas Muggenthalers neuem Werk „Mit dem Leben davongekommen“ein. Der Autor liest erstmals aus seinem neuerschienenen Buch und erzählt im Gespräch mit Museumsdirektorin Daniela F. Eisenstein über die Entstehung seiner wichtigen Dokumentation.
Das Buch versammelt 34 bewegende Lebensgeschichten von Jüdinnen und Juden aus Bayern, die dem Holocaust entkommen konnten. Es erzählt vom Überleben, von Mut und Hoffnung – und vom Versuch, nach der Schoa neue Wurzeln zu schlagen. Ruth Weiss, 1924 in Fürth geboren und 1936 mit ihrer Familie nach Südafrika emigriert, erinnert sich: „Ich hatte eine sehr schöne Kindheit!“ Auch Roberto Schopflocher, 1937 mit seiner Familie nach Argentinien auswanderte, betont die Prägung durch seine Heimatstadt Fürth. Oskar Prager konnte 1939 mit seiner Familie nach England fliehen.
Thomas Muggenthaler, 1956 in Regensburg geboren, ist Journalist und Autor mit Schwerpunkt Nationalsozialismus. Für den Bayerischen Rundfunk produzierte er zahlreiche Radio- und TV-Beiträge. Für seine Recherchen wurde er mehrfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Deutsch-Tschechischen Journalistenpreis, dem Bayerischen Fernsehpreis und 2024 mit dem Bundesverdienstkreuz. Er lebt in Regensburg. Seit den 1980er Jahren dokumentiert der Journalist Thomas Muggenthaler jüdische Schicksale aus Bayern.
Eintritt: kostenfrei
Start: Jüdisches Museum Franken in Fürth (Königstr. 89)
Der Trägerverein Jüdisches Museum Franken e.V. und das Team des Jüdischen Museums Franken trauert um den langjährigen Ersten Vorsitzenden des Trägervereins Alexander Küßwetter.
Alexander Küßwetter (Mitte) mit dem ehemaligen Direktor des JMF Bernhard Purin (1963-2024) und der jetzigen Direktorin Daniela F. Eisenstein im Jüdischen Museum Franken in Fürth, 2019.
(c) Jüdisches Museum Franken | Fotografin: Annette Kradisch
FÜRTH. Der ehemalige Stellvertreter des Bezirkstagspräsidenten ist am Montag, den 15. September im Alter von 77 Jahren verstorben.
Alexander Küßwetter gehörte dem Bezirkstag von Mittelfranken von 1994 bis 2018 an und war von 2003 bis 2008 Stellvertreter des Bezirkstagspräsidenten. Zwei Jahrzehnte war er Beauftragter für die Landwirtschaftlichen Lehranstalten des Bezirks Mittelfranken in Triesdorf.
„Seine enge Verbundenheit mit dem ländlichen Raum war eng verknüpft mit einem großen Interesse an der Erforschung und Vermittlung fränkisch-jüdischer Geschichte – ein Thema“, so der Vorzsitende des Trägervereine Jüdisches Museum Franken e.V. Landrat Armin Kroder, „für das er sich mit großem außerordentlichem Engagement einsetzte.“
Von 2010 bis 2019 war Alexander Küßwetter Erster Vorsitzender des Trägervereins Jüdisches Museum Franken in Fürth, Schnaittach und Schwabach e.V. In dieser Zeit begleitete er maßgeblich die Weiterentwicklung des Museums: 2015 wurde der dritte Standort in Schwabach eröffnet, zudem setzte er sich erfolgreich für den Neubau am Standort Fürth und eine gesicherte Finanzierung des gewachsenen Museums ein.
„Alexander Küßwetters Interesse an der jüdischen Geschichte und Kultur Frankens ging weit über das Übliche hinaus“, betont Museumsdirektorin Daniela F. Eisenstein. „Die wissenschaftliche Aufarbeitung, die Vermittlung und der interkulturelle Austausch waren ihm ein echtes persönliches Anliegen. Der heutige Erfolg des Jüdischen Museums Franken basiert in wesentlichen Teilen auf seinen Verdiensten und seinem nachhaltigen Engagement.“
MINIATUR-KÄRWA
zur Fürther Michaelis Kirchweih
9. bis 12. Oktober 2025
im Jüdischen Museum Franken in Fürth
Wenn die Fürther Michaelis-Kirchweih ihre Tore öffnet, schlägt auch im Jüdischen Museum Franken das Herz höher. Bereits zum zweiten Mal gastiert dort die beliebte Miniatur-Kärwa, eine einzigartige Ausstellung detailgetreu nachgebildeter Fahrgeschäfte und Kirchweih-Szenen, die Groß und Klein begeistert.
Die Idee zur Miniatur-Kärwa stammt von Thorsten Rodriguez, dessen Faszination für Karussells und Jahrmarkt-Attraktionen schon in der Kindheit begann. Der Besuch der Fürther Kärwa war für seine Familie Tradition – und prägte ihn nachhaltig. Im engen Austausch mit Schaustellerinnen und Schaustellern entstand die Vision, zur Kirchweihzeit eine eigene Miniaturwelt zu erschaffen. „Ursprünglich stellte ich kleine Modelle her – und die kamen so gut an, dass ich mehr daraus machen wollte“, erzählt Rodriguez.
„Somit entstand der Gedanke eine Miniatur Kärwa Ausstellung ins Leben zu rufen. Gleichzeitig fiel mir auf, dass es für die ganz Kleinen genau das richtige war. So war die Miniatur-Kärwa geboren. Die bunten Lichter und die Bewegung der Karusselle lassen Kinderaugen strahlen und faszinieren mittlerweile Jung und Alt.“
Seit 2019 ist die Ausstellung ein fester Bestandteil der Michaelis-Kirchweih. Inzwischen hat sie ihren festen Platz im Jüdischen Museum Franken gefunden – und zieht Besucherinnen und Besucher aus ganz Bayern und darüber hinaus an. Unterstützt wird Rodriguez seit vielen Jahren von Ralph Walther aus Heidelberg. Gemeinsam holen sie jährlich bis zu acht Miniatur-Aussteller aus Deutschland und der Schweiz nach Fürth. Diese präsentieren über vier Tage hinweg liebevoll gestaltete Miniatur-Fahrgeschäfte und Dioramen aus Lego, Metall, Aluminium oder Polystyrol – viele davon mit Licht- und Bewegungseffekten ausgestattet.
An seiner „Mobilen Kirmesanlage“, arbeitete Thorsten Rodriguez rund fünf Jahre. Auf vier Quadratmetern erwacht hier eine ganze Kirchweih im Maßstab 1:87 zum Leben – inklusive funktionierender Fahrgeschäfte.
Die Miniatur-Kärwa hat sich längst als fester Termin im Kalender von Modellbaufans etabliert. Ihre Schöpfer sind regelmäßig auf renommierten Ausstellungen wie am Bodensee oder beim „Tag der offenen Tür“ namhafter Fahrgeschäftshersteller zu Gast.
Erleben Sie mit der „Miniatur-Kärwa“ vom 9. bis 12. Oktober 2025 im Jüdischen Museum Franken eine Kärwa der besonderen Art – im Kleinformat, aber mit ganz großer Wirkung.
(c) Jüdisches Museum Franken | Grafik: Katja Raithel
Foto (c): Magalí Druscovich
Shaili Aviani, 20, posiert mit einem Porträt ihres Vaters, der beim Kampf gegen Terroristen im Kibbuz Kfar Aza getötet wurde. Von den 1.000 Bewohnerinnen und Bewohnern des Kibbuz wurden 65 getötet, 18 entführt, und fünf befinden sich noch immer in Geiselhaft. Es wird vermutet, dass die Terroristen im Voraus Informationen darüberhatten, wen sie zuerst angreifen sollten, um den Kibbuz unter ihre Kontrolle zu bringen. Viele von ihnen waren Teil eines Hinterhalts an der Tür, hinter der das Sicherheitskomitee seine Waffen aufbewahrte. Jedes Mal, wenn sie in den Kibbuz kommt, besucht Shaili den Ort, an dem Soldaten die Leiche ihres Vaters gefunden haben. Tel Aviv, Israel, 2024
Mütter
Bis zum 7. Oktober kannten sie einander nicht. Sie sind alle Mütter, die ihre 20-jährigen Kinder beim Nova-Musikfestival verloren haben. Sie haben das Gefühl, dass ihre früheren Freunde ihren Schmerz nicht verstehen können. Doch in dieser Gruppe sprechen sie über ihren Verlust und über die Zeichen, die sie von ihren Kindern erhalten – während sie sich fragen, ob es überhaupt möglich ist, weiterzumachen. Tel Aviv, Israel, 2024
Rami Shani, 65, rettete mit seinem Auto 35 junge Menschen beim Musikfestival in Re’im. Unter Beschuss fahrend, rettete er das Leben von Maor Morchiano (29) und seiner Freundin Shani Katz (28). Das Paar verlor fünf Freunde, mit denen sie zum Festival gekommen waren. Für dieses Porträt trafen sie Rami zum ersten Mal. „Er ist jetzt unser Engel – er hat uns nicht nur einmal, sondern zweimal gerettet. Wir leben wegen ihm.“ Modi’in, Israel, 2024
Magalí Druscovich
HOME FRONT
Das Jüdische Museum Franken in Schwabach eröffnet anlässlich des Gedenkens an den 7. Oktober am 5. Oktober, um 11 Uhr die bewegende Fotoausstellung „Home Front“ der argentinisch-israelischen Fotografin Magalí Druscovich. Die Ausstellung thematisiert die Folgen der Gewalt durch die Terrororganisation Hamas in Israel – mit einem besonderen Fokus auf den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Druscocovich’s Bilder lassen die emotionale Realität hinter der Medienberichterstattung sichtbar werden. Magalí Druscovich dokumentierte mit ihrer Kamera die tiefgreifenden Erschütterungen nach den Terroranschlägen vom 7. Oktober 2023. Ihre Bilder zeigen nicht nur Schmerz und Verlust, sondern auch Solidarität, Widerstandskraft und Mitgefühl.
„Ich sehe meine Arbeit als Zeugenschaft“, sagt Druscovich. „Fotografie kann eine Brücke schlagen – zwischen den Betroffenen und denen, die von außen zusehen. Zwischen Angst und Hoffnung.“ In leisen, sensiblen Momentaufnahmen gelingt es ihr, die komplexen menschlichen Reaktionen auf eine kollektive Traumatisierung einzufangen.
Ausstellungseröffnung
So, 05.10.2025, 11 Uhr | JMF Schwabach (Syngogengasse 10a)
Es sprechen Magalí Druscovich.Oberbürgermeister Peter Reiß, Bezirkstagspräsident Daniel Peter Förster und Museumsdirektorin Daniela F. Eisenstein
Plakate aus der goldenen Ära der Volksfeste und Jahrmärkte
Bühne frei für eine Zeitreise der besonderen Art! Zur Michaelis-Kirchweih nimmt Sie das Jüdische Museum Franken in Fürth mit auf eine Reise in die bunte, schillernde Welt historischer Jahrmärkte und Volksfeste – mit prachtvollen Plakaten aus der Zeit von ca. 1890 bis 1930!
Die großformatigen Werbedrucke stammen aus der legendären Druckerei Adolph Friedländers in Hamburg, die sich auf visuelle Sensationen für Zirkusse, Varietés und Schausteller spezialisierte – mit Kunden aus der ganzen Welt. Ihre Plakate sprühen vor Farbe, Fantasie und dem Versprechen eines unvergesslichen Spektakels!
TERMINE
ERÖFFNUNG
So, 28.09.25, 11 Uhr: Ausstellungseröffnung mit Bürgermeister Markus Braun, Kulturreferentin und Bezirksheimatpflegerin Dr. Annett Haberlah-Pohl, Museumsdirektorin Daniela F. Eisenstein, Kuratorin Marina Heller und den Heckenmusikanten. Im Anschluss Umtrunk und Kirchweih-Snacks – Anmeldung erforderlich: besucherservice@juedisches-museum.org
FÜHRUNGEN
So, 28.09.25, 14 Uhr: Führung mit der Kuratorin
Mi, 08.10.25, 16:30 Uhr: Führung mit der Kuratorin (Eintritt und Führung frei)
Mi, 15.10.25, 16:30 Uhr: Führung mit der Kuratorin (Eintritt und Führung frei)
So, 26.10.25, 14 Uhr: Führung mit der Kuratorin
So, 23.11.25, 11 Uhr: Führung mit der Kuratorin
INFOS
Veranstaltungsort
Jüdisches Museum Franken (Königstr. 89):
Öffnungszeiten
Di-So, 10-17 Uhr
Sonderöffnungszeiten
9.-11.1025, 11-21 Uhr; 12.10.25: 11-20 Uhr
Eintritt
6 Euro regulär | 3 Euro ermäßigt (inkl. Dauerausstellung); während der Kirchweih freier Eintritt
Kunst des Dialogs im öffentlichen Raum von Anja Schoeller im Rahmen von der Fürther Freiluftgalerie
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Shengo ist eine soziale Skulptur des Zusammenkommens, inspiriert von traditionellen Versammlungen in Äthiopien, bei denen Menschen unter freiem Himmel gemeinsam beraten.
Die Künstlerin Anja Schoeller hat diese Idee weiterentwickelt und mit der Methode des Council verbunden – einer achtsamen Kommunikationsform, bei der das Zuhören im Mittelpunkt steht. Im Kreis sitzend, zeigt ein Redegegenstand an, wer spricht. Auch in unseren Kulturkreisen gab es solche Versammlungen – etwa unter der Dorflinde. Mein künstlerischer Ansatz verbindet diese Traditionen mit neuen, inklusiven Formen. Der Mensch steht im Zentrum: partizipativ, offen, geschlechtergerecht. Kern des Projekts sind 27 mobile Hocker („berchumas“), die seit 2011 unter dem Label „Glückswerkstatt“ bestehen und nun erstmals als Hocker-Skulptur auf dem Jean-Mandel-Platz in Fürth erscheinen. Sie laden zum öffentlichen Dialog im Stadtraum ein.
In Kooperation mit dem Äthiopischen Kulturverein Nürnberg e.V. soll das Projekt demokratische Mitgestaltung fördern – respektvoll und gemeinschaftlich. Was andernorts „Quartiersrat“ heißt, nennen wir Shengo.
Dieses Kunstwerk ist Teil der FREI LUFT GALERIE. Mit freundlicher Unterstützung von stn schaumstoff – technik – nürnberg – gmbh, Produktentwicklung Schoeller und REHAU.
Besonderer Dank: Terefe, Kassu, Amsale, Nina Metz
Standort: Jean-Mandel-Platz, 90762 Fürth
Aktivitäten:
Moderierte Gesprächsrunden begleiten das Projekt. Eine Shengo-Fibel liegt im Foyer des Jüdischen Museums Franken in Fürth aus.
weitere feste Termine Shengo-Treffen: Samstag, 13. September, 14–16 Uhr
(c) Jüdisches Museum Franken | Grafik: Katja Raithel, zurgestaltung
Toraschild der Familie Dottheim Brooks, New York
(c) Jüdisches Museum Franken | Fotografin: Annette Kradisch
Werbeschild für Camelia Damen Binden, Vereinigte Papierwerke Nürnberg/Heroldsberg der Gebrüder Emil und Oskar Rosenfelder
(c) Jüdisches Museum Franken | Fotografin: Annette Kradisch
Federbettverpackung der Firma Quelle (1933-1945) mit dem Aufdruck „Christliches Unternehmen – arische Inhaber“
(c) Jüdisches Museum Franken | Fotografin: Annette Kradisch
Torakrone des Nürnberger Goldschmieds Samuel Beckensteiner (1713-1781), Nürnberg Mitte des 18. Jhs. aus der Sammlung Werner und Suzanne Gundelfinger im Jüdischen Museum Franken
(c) Jüdisches Museum Franken | Fotografin: Annette Kradisch
Landschaftsbild, anonym
Herkunft unbekannt
Dieses Bild wurde auf der Rückseite eines Torafragments gemalt. Um die hebräische Schrift auf der Rückseite richtig herum lesen zu können, muss man das Bild auf den Kopf stellen.
(c) Jüdisches Museum Franken | Fotografin: Annette Kradisch
Rückseite des Landschaftsbilds, anonym
Herkunft unbekannt
Dieses Bild wurde auf der Rückseite eines Torafragments gemalt. Um die hebräische Schrift auf der Rückseite richtig herum lesen zu können, muss man das Bild auf den Kopf stellen.
(c) Jüdisches Museum Franken | Fotografin: Annette Kradisch
Porzellanhund, anonyme Schenkung an das Jüdische Museum Franken
Der Hund gehörte einst einer jüdischen Familie aus Fürth und wechselte im Zuge der „Arisierung“ den Besitzer.
(c) Jüdisches Museum Franken | Fotografin: Annette Kradisch
Hermann Kaulbach: Skizze des Kinderporträts „Die kleine Dame“, für Thea Irene Nathan. Das Bild wurde während der Flucht der Familie in den USA gestohlen. Erst in den 1970er Jahre wurde es auf einer Auktion in München ersteigert. Seit vielen Jahren suchen die Familiennachkommen der Nathans nach dem Porträt. Das Museum wird im Rahmen der aktuellen Wechselausstellung eine neue Suchaktion durchführen
(c) Jüdisches Museum Franken | Fotografin: Annette Kradisch
(c) Jüdisches Museum Franken | Grafik: Katja Raithel, Christian Harnoth, zurgestaltung, Nürnberg
Blick in die Synagogengasse (jpg, 5MB)
(c) Jüdisches Museum Franken
Ansicht der Synagogengasse
(c) Jüdisches Museum Franken | Filmstill: buchstabenschubser, Potsdam
(png / 2MB)
Blick in die historische Laubhütte der Familie Löw Koppel aus dem späten 18. Jahrhundert (Jüdisches Museum Franken)
(jpg/3MB)
PRESSEKIT SHITSTORM 2025
Shitstorm. Meinungsstreit im Museum
Von Raub, Restitution und Mythen der Toleranz
Pressemappe mit Fact Sheet
Ausstellungstexte
Hörbeispiele
Pressefotografien zum Download
Synagogengassenfest 2025
So, 06.07.25, 11-16 Uhr | JMF Schwabach
Feiern Sie mit dem JMF das Synagogengassenfest 2025 mit Live-Musik, kulinarischen Köstlichkeiten, Führungen, Schüler:innen-Ausstellung, Gewinnspiele
11-11:30 Uhr
Museumsführung durch die Wechselausstellung „Kitsch.Sehnsucht nach Jiddischkeit“ (Treffpunkt im Jüdischen Museum Franken, Synagogengasse 10a, rückwärtiger Eingang)
11-16 Uhr
Selber Drucken! Mitmachstation für Alle
(Treffpunkt: Synagogengasse 2)
11-16 Uhr
Dreh dich schlau – das Glücksrad-Quiz
(Treffpunkt: Infopoint Synagogengasse 6)
12-12:30 Uhr
„Fakt, oder Fakenews – Stadtführung in Schwabach“
(Treffpunkt: Infopoint Synagogengasse 6)
13 Uhr
Konzert „Klezmer Sisters“ Svea Zhidetskaya (Gesang) und Inna Surzhenko (Klavierbegleitung)
(Ehemalige Synagoge, Synagogengasse 6)
13 bis 13:30 Uhr
Museumsführung durch die Wechselausstellung „Kitsch.Sehnsucht nach Jiddischkeit“ (Treffpunkt im Jüdischen Museum Franken, Synagogengasse 10a, rückwärtiger Eingang)
14 Uhr
Hummus, Falafel und Co – Israelische Spezialitäten von Tel Aviv-Jaffa Nürnberg
Büffeteröffnung im Anbau der Ehemaligen Synagoge
Sitzgelegenheiten im Außenbereich
14-14:30 Uhr
„Fakt, oder Fakenews – Stadtführung in Schwabach“
(Treffpunkt: Infopoint Synagogengasse 6)
14:30 -15:30 Uhr
Jüdische Symbole
Ausstellungeröffnung mit Schüler:innen der Freien Waldorfschule Wendelstein
Im 1. OG der Ehemaligen Synagoge, Synagogengasse 6
15-15:30 Uhr
Museumsführung durch die Wechselausstellung „Kitsch.Sehnsucht nach Jiddischkeit“ (Treffpunkt im Jüdischen Museum Franken, Synagogengasse 10a, rückwärtiger Eingang)
Jüdisches Museum Franken in Schwabach (Synagogengasse 10a, Außenbereich Synagoge; Ehemalige Synagoge Synagogengasse 6)
Nicht barrierefrei
Die „Klezmer Sisters“ – Pianistin Inna Surzhenko und Sängerin Svea Zhidetskaya bewegen sich mit virtuoser Leichtigkeit in allen Stilrichtungen – ob Jazz, Musical oder jüdische Folklore
Wechselausstellung im JMF Fürth
Museen sollen sammeln, bewahren, forschen, vermitteln und präsentieren – aber sollen sie auch provozieren? Wer sich mit jüdischen Themen nach der Schoa öffentlich auseinandersetzt, bewegt sich auf emotionalem Terrain. Allein um die Errichtung Jüdischer Museen im deutschsprachigen Raum gab es große Konflikte um konzeptionelle Inhalte, Deutungshoheiten, Egos und Emotionen. Mit mancher Wechselausstellung oder gesellschaftspolitischen Positionierung verhält es sich seitdem nicht anders.
Anlässlich 25 Jahre Jüdisches Museum Franken in Fürth zieht das JMF mit der Ausstellungsreihe „Shitstorm. Meinungsstreit im Museum“ Bilanz und erinnert an kontroverse Themen und Ausstellungen, die das Museum und sein Umfeld nachhaltig prägten.Als letzter Teil der Ausstellungsreihe präsentiert diese Intervention den Umgang des Jüdischen Museums Franken mit NS-Raubkunst und der Restitution jüdischen Eigentums nach 1945 sowie den Umgang mit dem Mythos der „Fürther Toleranz“, die in der 2007 gezeigten Ausstellung „Fürth, das fränkische Jerusalem – Von der Erfindung jüdischer Geschichte“ beleuchtet wurde.
Was war passiert, was haben die Auseinandersetzungen bewirkt und wo stehen wir heute?
Do, 16.10.25, 17.30 Uhr Feierabend im Museum: After-Work-Angebot mit Highlight-Führung durch die Wechselausstellung und Weinverkostung Anmeldung: besucherservice@juedisches-museum.org
Do, 13.11.25, 17.30 Uhr Feierabend im Museum: After-Work-Angebot mit Highlight-Führung durch die Wechselausstellung und Weinverkostung Anmeldung: besucherservice@juedisches-museum.org
Jüdisches Museum Franken in Fürth (Königstraße 89)
U1 bis Fürth Rathaus; Parken im FLAIR Parkhaus Königstraße 112-114
Öffnungszeiten: Di-So, 10-17 Uhr
barrierefrei
VERANSTALTUNGSKALENDER
So., 14.06.26, 15 Uhr | JMF Schnaittach
100﬩ Synagogen in Deutschland
Buchvorstellung und Konzert mit Alex Jacobowitz
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Der Prachtband „100﬩ Synagogen in Deutschland“ von Alex Jacobowitz ist ein atemberaubendes Feuerwerk jüdischer Architektur: von bescheidenen, handbemalten fränkischen Landsynagogen über die UNESCO-Weltkulturerbestätten in Erfurt und Wörlitz bis hin zu hypermodernem Design in Mainz und am Frankfurter Flughafen. Barocke, klassizistische, romanische und neomaurische Sakralbauten werden ebenso vorgestellt wie ein Bauhaus-Tempel in Hamburg.
Alex Jacobowitz legt mit diesem opulenten Werk Zeugnis ab von Deutschlands Synagogen, ihren Geschichten und den Menschen, die diese reichhaltige Tradition am Leben erhalten.
Die Veranstaltung ergänzt Alex Jacobowitz mit einem Marimbaphon-Konzert.
Im Anschluss an die Veranstaltung gibt es einen kleinen Umtrunk.
Der Band „100﬩ Synagogen in Deutschland“ ist im Hentrich & Hentrich Verlag erschienen und kann als signiertes Exemplar am Veranstaltungstag erworben werden (896 Seiten, Hardcover, 1259 Abbildungen, Erschienen: 2025, 90€)
Alex Jacobowitz, 1960 geboren, ist US-Amerikaner und Israeli, Xylophonvirtuose, spezialisiert auf traditionelle jüdische Musik. 2002/2003 war er als Kantor für die jüdische Gemeinde Augsburg tätig. Von 2008 bis 2013 war er im Vorstand des Förderkreises Görlitzer Synagoge e.V. Er engagiert sich für jüdische Kultur, Musik und Literatur in Europa.
Eintritt: 8 Euro | 6 Euro ermäßigt
Ort: Jüdisches Museum Franken in Schnaittach (Museumsgasse 12-14)
Vortrag von Jürgen Schmidt – eine Betrachtung unter besonderer Berücksichtigung des Schicksals jüdischer Mitglieder
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Im Jüdischen Museum Franken in Fürth berichtet Jürgen Schmidt von Geschehnissen rund um die SpVgg Fürth, vom Titelgewinn bei der Deutschen Meisterschaft 1929 über die Weltwirtschaftskrise, die Zeit des Nationalsozialismus und des II. Weltkrieges bis zum Wiederbeginn des Sportbetriebs in der Oberliga nach dem Krieg nach. Der Vortrag wird dabei durch eine Präsentation von Fotografien und Dokumenten unterstützt.
Neueste Erkenntnisse durch wissenschaftliche Auswertungen aus Protokollbüchern und Mitgliederregistern des Vereins fließen ebenso ein, wie die Berichterstattung über die Geschehnisse sowohl in Vereinsmedien als auch zeitgenössischen Zeitungen und Fußball-Fachblättern. Besonders beleuchtet wird dabei auch das Schicksal jüdischer Mitglieder, namentlich am Beispiel des Fürther Meisterspielers Julius Hirsch.
Jürgen Schmidt ist Archivar und Vorsitzender des Ehrenrates der SpVgg Greuther Fürth und war bis November 2025 insgesamt 13 Jahre Mitglied des Präsidiums des Vereins, zuletzt als Vizepräsident.
Eintritt: 8€ / Mitglieder des Fördervereins kostenfrei
Ort: Jüdisches Museum Franken in Fürth, Königstraße 89
Antisemitismus definieren. Anleitung zur Abgrenzung
Buchvorstellung (Premiere) von Nikolas Lelle und Tom Uhlig
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Während die Diskussionen um Antisemitismusdefinitionen immer unzugänglicher werden, hat die Ideologie in ihrer öffentlichen Wahrnehmung nichts von ihrem Rätselcharakter verloren. Die Bestimmung und damit die Bekämpfung von Antisemitismus wird durch zahlreiche alltagspraktische wie akademische Mythen erschwert: Antisemitismus wird unter Rassismus subsumiert, zum Vorurteil gemacht, extremismustheoretisch gelesen oder zum Wahn erklärt. Obwohl diese Deutungsversuche etwas treffen, reduzieren sie Antisemitismus doch immer nur auf einen Teilaspekt.
In »Antisemitismus definieren« machen der Sozialphilosoph Nikolas Lelle und der Sozialpsychologe Tom Uhlig diese Mythen produktiv. Sie fragen nach ihrer subjektiven und gesellschaftlichen Attraktivität und arbeiten ihren wahren Kern heraus, um einen Antisemitismusbegriff zu gewinnen, der dem Gegenstand gerecht wird.
Kosten: Teilnahme kostenfrei
Veranstaltungsort: Jüdisches Museum Franken in Fürth (Königstr. 89)
Bundesweites Vernetzungstreffen der Aktionswochen gegen Antisemitismus
Gemeinsam gegen Judenhass auf dem Campus
Aktionswoche gegen Antisemitismus – Eine Veranstaltung der Amadeu Antonio Stiftung in Kooperation mit dem JMF
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Seit dem 7. Oktober haben sich Hochschulen als Hotspots antisemitischer Mobilisierung etabliert. Jüdische Studierende berichten davon, wie dramatisch die Lage ist. Doch es gibt auch viele tolle Initiativen, die dem traurigen Allgemeinzustand etwas entgegensetzen. Bei unserem bundesweiten Vernetzungstreffen wollen wir, die Aktionswochen gegen Antisemitismus, Betroffene und Engagierte zusammenbringen. Denn nur gemeinsam können wir etwas bewegen.
Deshalb laden wir Dich herzlich zu einem Vernetzungstreffen mit Fachtag nach Fürth ein! Wir wollen in den Austausch kommen: Wie sieht die Lage an den Hochschulen wirklich aus – und was können wir konkret dagegen tun? Neben spannenden Diskussionen und inhaltlichen Impulsen bleibt dabei jede Menge Raum, um neue Kontakte zu knüpfen, Netzwerke zu stärken und voneinander zu lernen.
Du bist Teil der Aktionswochen gegen Antisemitismus – oder das Thema Antisemitismus an der Hochschule bewegt Dich? Dann bist Du bei uns genau richtig. Get together, get connected!
Lehrerfortbildung im Jüdischen Museum Franken: „Magda und die Rattenfänger“
Ein literarischer Zugang zur Projektarbeit über jüdische Lebensgeschichten in der NS-Zeit
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Das Jüdische Museum Franken lädt Lehrkräfte herzlich zu einer Fortbildung zum englischsprachigen Roman „Magda and the Rat Catchers“ von Netta Goldsmith ein, der auch ins Deutsche übersetzt wurde. Das Angebot richtet sich insbesondere an Lehrkräfte der Fächer Englisch, Geschichte sowie Politik und Gesellschaft. Der Roman, der auf der Biografie von Goldsmiths jüdischem Ehemann Ernst basiert, eröffnet einen fiktiven und zugleich authentischen Zugang zum jüdischen Leben in Nürnberg während der NS-Zeit.
Die Fortbildung bietet eine Einführung in das Buch sowie die Vorstellung begleitender didaktischer Materialien für den Unterricht. Darüber hinaus lernen die Teilnehmenden die vielfältigen Bildungsangebote des Jüdischen Museums Franken für Schulen kennen. Ergänzt wird das Programm durch eine thematische Führung durch die Ausstellung mit dem Schwerpunkt Nürnberg/Fürth im Nationalsozialismus.
Ablauf:
14:00–15:00 Uhr: Vorstellung des Romans & didaktischer Materialien
15:00–15:15 Uhr: Kaffeepause
15:15–15:45 Uhr: Präsentation der Bildungsangebote des JMF
15:45–17:00 Uhr: Ausstellungsführung
Eintritt und Teilnahme kostenfrei
Adresse: Jüdisches Museum Franken in Fürth, Königstraße 89
Christlich-jüdische Beziehungen in Geschichte und Gegenwart
Fortbildung für Lehrkräfte und Fachkräfte aus dem Museumsbereichs
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Die christlichen Wurzeln des Antisemitismus und dessen Kulmination im Völkermord an den Jüdinnen und Juden Europas werfen nach wie vor einen unaufhebbaren Schatten auf Geschichte und Gegenwart der christlich-jüdischen Beziehungen. Dieser Schatten sollte jedoch nicht die Ambivalenz und Vielgestaltigkeit dieser Beziehungen verdecken: Sie waren in den vergangenen Jahrhunderten von Nähe und Distanz, von Austausch und Ausgrenzung, von Koexistenz und Verfolgung geprägt, wie es sich auch in der Geschichte der jüdischen Gemeinden in Franken zeigt. Bei der Veranstaltung führt die Judaistin Susanne Talabardon zunächst mit einem Fachvortrag in die Thematik ein, anschließend widmet sich eine Podiumsdiskussion der Bedeutung des Themas in der Gegenwart. Am Nachmittag wird Schnaittach mit seinem bedeutenden kulturellen Erbe in Führungen als Lernort vorgestellt und Formen von praktischer Bildungsarbeit anhand von konkreten Objekten und authentischen Orten mit den Teilnehmenden diskutiert.
Programm
09.00 – 09.30: Registrierung und Begrüßungskaffee
09.30 – 10.00: Begrüßung Frank Pitterlein, Erster Bürgermeister von Schnaittach Daniela F. Eisenstein, Direktorin Jüdisches Museum Franken Dr. Ludwig Spaenle, Antisemitismusbeauftragter der Bayerischen Staatsregierung Dr. Elke Kollar, Bayerische Museumsakademie (Museumspädagogisches Zentrum)
10.00 – 11.00 Vortrag | Christlich-jüdische Beziehungen in Geschichte und Gegenwart Prof. Dr. Susanne Talabardon, Universität Bamberg
11.00 – 12.00 Podiumsdiskussion | Christlich-jüdische Beziehungen heute Mascha Schmerling, Zentralrat der Juden in Deutschland Markus Sternecker, Netzwerk Schule und Museum in Bayern des Museumspädagogischen Zentrums Dr. Axel Töllner, Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern Moderation: Christoph Huber, Referent beim Antisemitismusbeauftragten der Bayerischen Staatsregierung
12.00 – 13.00: Mittagsimbiss
13.00 – 14.30: Außenführungen (Teilnahme an beiden Führungen)
Führung 1 | Spuren jüdischer Geschichte lesen lernen: Die jüdischen Friedhöfe von Schnaittach Birgit Kroder-Gumann, Kulturvermittlerin
Führung 2 | Das historische Schnaittach Norbert Weber, Gemeindearchiv Schnaittach
14.30 – 15.00: Kaffeepause
15.00 – 16.30 Museumsführungen (Teilnahme an beiden Führungen)
Führung 3 | Jüdisches Leben auf dem Land – Geschichte und religiöser Alltag des fränkischen Landjudentums Alisha Meininghaus, Jüdisches Museum Franken in Schnaittach
Führung 4 | Christliches Leben auf dem Land – Alltag, Frömmigkeit und Brauchtum Dr. Nicole Brandmüller-Pfeil, Heimatmuseum Schnaittach
Eine gemeinsame Veranstaltung der Bayerischen Museumsakademie, des Beauftragten der Bayerischen Staatsregierung für jüdisches Leben und gegen Antisemitismus, für Erinnerungsarbeit und geschichtliches Erbe, des Jüdischen Museums Franken und des Heimatmuseums Schnaittach.
Der Badsaal ist barrierefrei zugänglich. Das Angebot am Nachmittag ist leider nicht barrierefrei zugänglich. Bitte geben Sie ggf. Ihren Bedarf bei der Anmeldung an.
So., 28.06.26,16 Uhr | JMF Fürth
Kein sicherer Ort? Antisemitismus in der queeren Szene
Podiumsdiskussion zu jüdischen und queeren Lebenswelten seit dem 7. Oktober
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Die Diskussion beleuchtetAusgrenzungserfahrungen, aber auch Erlebnisse von Solidarität, die queere Jüd:innen innerhalb verschiedener Communities seit den Ereignissen des 7. Oktobers 2023 und der nachfolgenden Welle von Antisemitismus in Deutschland erleben. Ziel ist es, einen offenen Dialog zu fördern, antisemitische Dynamiken sichtbar zu machen und gemeinsam Ansätze für mehr Sensibilität, Solidarität und Schutzräume zu auszuloten. Die Veranstaltung richtet sich an alle Interessierten und bietet Raum für Austausch, Reflexion und Vernetzung.
Moderation: Anna Adam ist Erziehungswissenschaftlerin und freiberufliche Künstlerin in den Bereichen Malerei, Illustration, Objektkunst und Bühnenbild. Mit ihrer satirischen Ausstellung „Feinkost Adam – Produkte zur Heilung der Deutsch-Jüdischen Krankheit“ 2002 im JMF sorgte sie für internationale Aufmerksamkeit.
Bastian Brauwer ist politischer Sprecher CSD Nürnberg. Guy Shamai ist Nachwuchs-Filmemacher aus Tel Aviv/Hamburg. Dr. Rolf Stürm ist Gründungspräsident der Queers gegen Antisemitismus und von Keschet (Schweiz)
Kosten: Eintritt und Teilnahme kostenfrei
Veranstaltungsort: Jüdisches Museum Franken in Fürth (Königstraße 89)
Am 29.06. 1826 in Fürth geboren, verließ Julius Ochs mit nur 18 Jahren seine Heimatstadt – gezwungen durch das restriktive Judenedikt, das ihm ein selbstbestimmtes Leben in Bayern verwehrte. Seine Reise führte ihn über den Atlantik in die Vereinigten Staaten, wo er sich nicht nur ein neues Leben aufbaute, sondern aktiv an der Gestaltung der jungen amerikanischen Gesellschaft teilnahm – als Lehrer, Offizier im Sezessionskrieg, Richter, Rabbiner und Regierungsbeamter.
Die Führung zeichnet den bemerkenswerten Lebensweg von Julius Ochs nach und beleuchtet zugleich das außergewöhnliche Vermächtnis seiner Familie. Besonders im Fokus steht sein Sohn Adolph S. Ochs, der als Verleger der New York Times Mediengeschichte schrieb.
Eintritt: 8 Euro | 6 Euro ermäßigt, zuzüglich 3 Euro Museumseintritt
Adresse: Jüdisches Museum Franken in Fürth, Königstraße 89
Eine musikalische Reise zu den verlorenen Träumen jüdischer Musik
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Das Trio aus dem Lebensmelodien-Projekt mit Irena Josifoska (Violoncello), Nur Ben Shalom (Klarinette) und Michael Cohen-Weissert (Klavier) spielt in der Schnaittacher Synagoge.
Das Projekt „Lebensmelodien“ führt jüdische Werke aus der Zeit des Holocaust auf. Es sind Melodien, die größtenteils in Verlorenheit und Vergessenheit geraten sind, die jetzt, mehr als 80 Jahre später, wieder erklingen sollen. Teilweise sind es Uraufführungen von Melodien, die von den Holocaust-Nachkommen zur Verfügung gestellt werden; teilweise werden Melodien, die damals gesungen wurden, für Instrumente bearbeitet und von einem klassischen Ensemble aufgeführt.