BESUCH


Corona-Hinweise – zaygesunt!


Maskenpflicht

  • in allen drei Museen gilt keine Maskenpflicht mehr, lediglich eine Empfehlung.
  • für alle Besucher*innen ab 16 Jahren empfehlen wir eine FFP-2 zu tragen.
  • für Kinder zwischen sechs und 15 Jahren empfehlen wir eine medizinische Maske

Hygiene

in allen Museen des JMF stehen Hygienespender bereit.


bargeldlose Zahlung

Zahlen Sie an der Museumskasse und im Shop nach Möglichkeit bargeldlos. Akzeptiert wird die EC-Karte.


Kopfhörer

In Fürth liegen keine Kopfhörer für die Hör- und Videostationen aus.

Für unsere Hör- und Videostationen in Fürth bitten wir Sie daher, – der Umwelt zuliebe – ihre eigenen Kopfhörer mitzunehmen.

Köpfhörer können Sie auch an der Fürther Museumskasse für einen geringen Aufpreis in Höhe von 0,50€ erwerben.


Öffnungszeiten

JMF FürthDi-So, 10-17 Uhr
Oster- und Pfingstmontag geöffnet
Mary S. Rosenberg Café
im JMF Fürth
Di-So, 10-17 Uhr
Oster- und Pfingstmontag geöffnet
Krautheimer Studienbibliothek
im JMF Fürth
derzeit nur nach Anmeldung
bibliothek@juedisches-museum.org
JMF Krautheimer Krippe Fürthzu Führungsterminen geöffnet
JMF SchnaittachSa + So, 10-17 Uhr
Oster- und Pfingstmontag geöffnet
JMF SchwabachSa + So, 10-17 Uhr
Oster- und Pfingstmontag geöffnet
Alle Museen am Oster- und Pfingstmontag geöffnet
Schließtage: Jom Kippur, 24./25./31.12. und 1.1.

Eintrittspreise Museum

FürthSchnaittach & Schwabach
RegulärDauer- & Wechselausstellung8€5€
Dauer- oder Wechselausstellung6€5€
Ermäßigt*Dauer- & Wechselausstellung 5€3€
Dauer- oder Wechselausstellung3€3€
FamilienticketDauer- & Wechselausstellung 18€15€
(bis zu 5 Personen)Dauer- oder Wechselausstellung 15€15€
Freier Eintritt**

*Empfänger/innen von Transferleistungen (ALG II, Sozialhilfe,ASYL) Dauer- und Wechselausstellung, Bayerische Ehrenamtskarte

** Kinder bis einschließlich 13 Jahren; mit Nachwei für Empfänger*innen von Transferleistungen (ALG II, Sozialhilfe, Grundsicherung oder Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz); Fürth-Pass-Inhaber*innen (Dauerausstellung), ärztlich als notwendig anerkannte Begleitpersonen von Schwerbehinderten, Mitglieder des Deutschen Museumsbunds und ICOM-Mitglieder, Journalist*innen, Mitglieder des Vereins zur Förderung dees Jüdischen Museums Franken (Dauerausstellung); Nürnberg Card-Inhaber*innen, Mitglieder des Bundesverbands Museumspädagogik


Preise offene Führungen

regulär6€ zzgl. erm. Eintritt
ermäßigt4€ zzgl. erm. Eintritt
Jugendliche (14-18 Jahre)3€ zzgl. erm. Eintritt
Kinder bis einschließlich 13 Jahrenfrei

Preise Führungen für angemeldete Gruppen

MUSEUM
regulär zzgl. Eintrittbis 14 Personen60€
ermäßigt + freier Museumseintritt
(ALG II, Sozialhilfe, Asyl)
bis 14 Personen45€
Schulklassebis 14 Personen3€ pro Person
Lehrer:innen,
Referendar:innen
bis 14 Personen45€
STADT
regulärbis 14 Personen60€
ermäßigt
(ALG II, Sozialhilfe, Asyl)
bis 14 Personen45€
Schulklassebis 14 Personen3€ pro Person
Lehrer:innen,
Referendar:innen
bis 14 Personen45€
FRIEDHOF*
regulärbis 14 Personen60€
ermäßigt
(ALG II, Sozialhilfe, Asyl)
bis 14 Personen45€
Schulklassebis 14 Personen3€ pro Person
Lehrer:innen,
Referendar:innen
bis 14 Personen45€
*kein jüdischer Friedhof in Schwabach
STORNOGEBÜHREN
gebuchte Gruppe regulär47€
gebuchte Gruppe ermäßigt30€
Schul-, Kindergartengruppe30€
gebuchte Multiplikatorengruppe
(Lehrer*innen,
Referendar*innen,
Studierende)
30€

Taschen

Große Taschen und Gepäckstücke sind im Museum nicht erlaubt. Bitte nutzen Sie unsere Fächer und Spinde zum Verstauen von Taschen und Gepäckstücke

Barrierefreiheit

Fürth Neubau

Fürth Neubau

barrierefrei

Fürth Altbau

bedingt barrierefrei, alle Stockwerke außer Ritualbad und Laubhütte sind mit dem Aufzug erreichbar; unterschiedliche Türschwellenhöhen

Schnaittach

bedingt barrierefrei, kein Aufzug

Schwabach

nicht barrierefrei, kein Aufzug

Ansprechpartnerin für Fragen zur Barrierefreiheit

Anfahrt


Jüdisches Museum Franken in Fürth und Krautheimer Studienbibliothek

©GerhardHagen_Neubau

Königstraße 89
Auto: Anfahrt
U-Bahn: U1 bis Fürth „Rathaus“
Parken: Tiefgarage City Center, Königstraße 112-114

Die Ausstellungsräume im Altbau sind bedingt barrierefrei. Vier Ausstellungsebenen sind mit dem Fahrstuhl erreichbar. Zwischen den Räumen sind Fußschwellen in unterschiedlicher Höhe. Laubhütte und Mikwe sind nur über Treppen erreichbar. Der gesamte Neubau und die Studienbibliothek sind barrierefrei.


Jüdisches Museum Franken in Schnaittach

Museumsgasse 12-16
Auto: Anfahrt
Zug: Schnaittach Bahnhof

Die Ausstellungsräume sind bedingt barrierefrei. Die oberen Stockwerke sind ausschließlich über Treppenstufen erreichbar. Im gleichen Gebäude befindet sich das Heimatmuseum Schnaittach.


Jüdisches Museum Franken in Schwabach

Blick in die Synagogengasse mit dem Jüdischen Museum Fanken in Schwabach.

Synagogengasse 10 a (rückwärtiger Eingang)
Auto: Anfahrt
Parken: Bürgerparkhaus

Die Ausstellungsräume sind nicht barrierfrei.
Sie lassen sich nur über Treppenstufen erreichen.


Dependance Krautheimer Krippe

Maistraße 18
Auto: Anfahrt
Bahn: Fürth Hbf
Ubahn: Jakobinenstraße

Die Ausstellungsräume sind nicht barrierfrei. Sie lassen sich nur über Treppenstufen erreichen.


Bürgertum

JÜDISCHES MUSEUM FRANKEN

ENTDECKEN SIE GESCHICHTE & GEGENWART

JÜDISCHEN LEBENS

Mit unseren Wechselausstellungen an allen drei Standorten eröffnen wir neue Blicke auf eine Vielfalt jüdischer Themenwelten.

VERANSTALTUNGEN


Aus technischen Gründen ist unser Veranstaltungskalender in der gewohnten Form derzeit leider nicht abrufbar. Wir bemühen uns um eine schnelle Lösung des Problems.

02.10.22 | 14 Uhr – Sonntagsführung in Fürth – entfällt


02.10.22 | 14 Uhr | Friedhofsführung in Schnaittach

Kronen, Kannen und segenende Hände

Begeben Sie sich auf eine Spurensuche mit Sandra Höfling über auf die jüdischen Friedhöfe Schnaittachs. Die Erinnerung an verstorbene Familien- und Gemeindemitglieder spielt im Judentum eine wichtige Rolle. Jüdische Begräbnisrituale sind daher genau beschrieben und wurden auch in Schnaittach jahrhundertelang praktiziert. Zeichen und Symbole sind bis heute auf Grabsteinen der drei Schnaittacher Friedhöfen erhalten. Darauf geht dieser Rundgang genauer ein.

Männer bringen bitte eine Kopfbedeckung mit.

Vorab oder im Anschluss des Rundgangs können Gäste zum erm. Eintritt das JMF in Schnaittach und die derzeit gezeigte Wechselausstellung besuchen.

Ort: JMF Schnaittach, Museumsgasse 12-16
Anmeldung: besuch@juedisches-museum.org
Führungsgebühr: 6€ | 4€


02.10.22 | 14 Uhr | Stadtführung in Schwabach

Tora-Rolle aus Forth aus der Sammlung Gundelfinger. Die Tora-Rolle ist im Jüdischen Museum in Fürth ausgestellt.

Stadtführung „Simchat Tora – Fest der Tora-Freude“ mit Jutta Müller

Im jüdischen Kalender ist derzeit Sukkot, das Laubhüttenfest. Der letzte Tag dieses Festes ist ein besonderer Tag: Simchat Tora, das Fest der Torafreude. Religiöse Jüdinnen und Juden feiern den Tag vorwiegend in der Synagoge. Was wissen wir über das Fest – und wie feierten es jüdische Familien auch in Schwabach? Begleiten Sie Jutta Müller durch das Viertel um die Alte Synagoge und lernen Sie das ehemalige jüdische Schwabach und jüdische Bräuche kennen.

Im Anschluss begeht die Gruppe die Ehemalige Synagoge, in der zweite Teil der aktuellen Wechselausstellung des Jüdischen Museums Franken in Schwabach „Das Mikwenprojekt“ zu sehen ist.

Ort: JMF Schwabach, Synagogengasse 10a, rückwärtiger Eingang
Anmeldung:
schwabach@juedisches-museum.org
Führungsgebühr: 6€ | 4€, zzgl. erm. Eintritt pro Person


Di, 11.10.22 | 19:30-20:30 Uhr | Online-Podiumsgespräch Juden in der Türkei

Die Politik der Türkei gegenüber den Juden während des Zweiten Weltkriegs

Die Geschichte der Universitätsreform von 1933 und der in die Türkei eingeladenen jüdischen deutschen Professoren ist ein wichtiges Kapitel in der Geschichte der Einwanderung nach Deutschland und in die Türkei.

Viele der Professoren spielten nicht nur eine wichtige Rolle bei der Gründung der türkischen Universtitäten, sondern bauten sich auch ein neues Leben in der Türkei auf. Die öffentlichen Programme, die die Ausstellung „Der Garten des (nicht) Vergessens“ im Jüdischen Museum Franken in Fürth begleiten, konzentrieren sich auf diesen Teil dr Geschichte sowie auf die Judenpolitik der Türkei im Allgemeinen während dieser Jahre.

Der Round Table Talk ist mit den Wissenschaftler:innen Izzet Bahar, Corry Guttstadt, Nora Seni (Moderatorin), hochkarätig besetzt.

Die Veranstaltung findet in englischer Sprache statt.

Ort: zoom
Anmeldung: besucherservice@juedisches-museum.org
kostenfrei


So, 16.10.22 | 14 Uhr | Vortrag in Schwabach
Johann Christoph Leißner und Model Marx

Zur christlich-jüdischen Zusammenarbeit bei der herrschaftlichen Gold- und Silberdrahtmanufaktur in Schwabach

Vortrag von Prof.in Dr. Michaela Schmölz-Häberlein

Sechs Jahre bevor Markgraf Johann Friedrich von Brandenburg-Ansbach 1685 die Niederlassung von Hugenotten in seiner Amtsstadt Schwabach erlaubte, wurde dort eine Gold- und Silberbortenmanufaktur gegründet, um deren Betrieb es schon bald große rechtliche Auseinandersetzungen gab. Dem Nürnberger Johann Christoph Leißner wurde 1679 gestattet sich in Fürth niederzulassen und einen Vertrieb für Gold- und Silberdraht aufzubauen. 1680 übertrug man ihm die Leitung der herrschaftlichen Manufaktur in Schwabach vor dem Zöllnertor, die an den Kammerrat Georg Benedikt Eyermann unterstellt war. Als die vormundschaftliche Regierung 1689 diese an den Hofjuden Marx Model verpachtete, lieferte Leißner regelmäßig Ware an diesen, wohingegen Model ihn mit den nötigen Rohmaterialien sowie ausreichend Kapital versorgte. Als Leißner, Ware in schlechter Qualität lieferte, kam es zum Bruch zwischen den beiden Geschäftspartnern und zur Aberkennung des kaiserlichen Privilegs zur Fabrikation von bestimmtem Silberdraht im Markgraftum.

Anhand dieses Schwabacher Beispiels soll gezeigt werden, dass geschäftliche Kooperationen zwischen jüdischen und christlichen Wirtschaftsakteuren deutlich weiterverbreitet waren, als man bislang in den Blick genommen hat. Gerichtsakten, die im Falle des Konflikts erhalten haben, erlaubten die Beobachtung, dass wirtschaftliche Kontakte zwischen Christen und Juden keineswegs nur punktuell waren, sondern auch längerfristige Formen der Zusammenarbeit einschlossen und mitunter auch von staatlicher Seite gewünscht war. 

Michaela Schmölz-Häberlein ist außerplanmäßige Professorin an der Otto-Friedrich-Universität in Bamberg und leitet zwei DFG Projekte zur jüdischen Geschichte der Frühen Neuzeit an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt.

Eine Veranstaltung des Jüdischen Museums Franken in Kooperation mit dem VEREIN SYNAGOGENGASSE 6 e.V. und der Katholischen Universität Eichstätt.

Ort: Ehemalige Synagoge, Synagogengasse 6, Schwabach
Eintritt: 8€/5€
Anmeldung: schwabach@juedisches-museum.org


So, 23.10.22 | 14 Uhr | Führung durch die Wechselausstellung im JMF Schwabach und der Ehemaligen Synagoge

Das Mikwenprojekt

Die amerikanische Fotografin Janice Rubin und die Schriftstellerin Leah Lax haben sich über mehrere Jahre lang in Interviews, mit Porträts und berückend schönen Unterwasseraufnahmen mit dem Verhältnis jüdischer Frauen zur Tradition der Mikwe (Ritualbad) beschäftigt. Sie thematisieren die traditionelle Überlieferung des Rituals und seine Wahrnehmung durch Frauen heute. Dabei wird die im Judentum umstrittene Rolle der Mikwe wie auch ihre Renaissance im Zeichen neuer Formen feministischer jüdischer Spiritualität offenbar.

Jutta Müller führt die Teilnehmer:innen durch die Fotoausstellung „Das Mikwen-Projekt“ im Jüdischen Museum Franken und in die Ehemalige Synagoge. Auf dem Weg zwischen Museum und Synagoge erfahren die Teilnehmerinnen mehr über Schwabachs historische Mikwen.

In Kooperation mit dem Verein Synagogengasse 6 e.V.

Ort: JMF Schwabach, Synagogengasse 10a, rückwärtiger Eingang
Führungspauschale: 6€/4€, zzgl. erm. Eintritt pro Person
Anmeldung: schwabach@juedisches-museum.org


25.10.22 | 19 Uhr | Vortrag im JMF Fürth zum christl.-jüd. Alltag im 17. /18. Jh.

Zeiträume – Schabbat und Sonntag, Schulklopfer und Kirchenglocken

Variable Kontakträume zwischen Fürther Juden und Christen

Vortrag von Franziska Strobel, Katholische Universität Eichstätt

Zeit schafft Räume – bestimmte Zeiten im Alltag der Menschen verändern die Nutzung ihres Lebensraums. Im 17. und 18. Jahrhundert gibt vor allem die Religion den Menschen einen festgefügten Rahmen vor, der Tag, Woche und Jahr gliederte. Diese Strukturierung unterschied Juden und Christen. Während für die einen der Samstag Ruhetag und Sonntag Arbeitstag war, ruhten die anderen sonntags und arbeitete samstags. Ebenso differierten die täglichen Gebetszeiten und Feiertage. Der Vortrag geht der Frage nach, wie religiöse Praktiken und Traditionen das Zusammenleben der Menschen konkret beeinflussen und in welchem Kontext dies zu Konflikten führte? Waren die religiös getrennten, doch für alle einsehbaren öffentlichen Räume für die Einwohner:innen überhaupt  Thema oder fielen diese Unterschiede nur Außenstehenden auf, die in ihrem Alltag nicht mit jüdischem Leben konfrontiert waren? Der Vortrag versucht einen ersten Einblick in die Situation vor Ort an einigen ausgewählten Beispielen.

Franziska Strobel promoviert seit 2018 zum Thema „Kontakte und Konflikte zwischen Juden und Christen im Rahmen lokaler Koexistenz in Fürth – 1648-1792“. Seit Januar 2020 ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin im DFG-Projekt „Fraktalität und Dynamiken jüdischer Lebensformen im Süden des Alten Reichs im 17. Und 18. Jahrhundert“

Ort: JMF Fürth, Königstraße 89 | Neubau
Eintritt: 8€ | 5€ erm.
Anmeldung: besucherservice@juedisches-museum.org


So, 10.10.22 | 14 Uhr | Führung JMF Fürth
GARTEN DES (NICHT) VERGESSENS

Führung durch die Wechselausstellung und den Museumsgarten mit Benjamin Herrmann

Es ist ein besonderes Samenkorn, das das Jüdische Museum Franken in Fürth zusammen mit zwei türkischen Kuratorinnen auslegt: Mit dem Ausstellungs- und künstlerischem Forschungsprojekt „Garten des (nicht)Vergessens“ ehren sie den jüdischen Botaniker Alfred Heilbronn, der aus Fürth stammte und den botanischen Garten der Universität Istanbul gründete.

Benjamin Herrmann führt die Teilnehmer:innen durch die Wechselausstellung und den Museumsgarten. Die Führung beginnt im Museumsgarten und führt im Anschluss durch die Wechselausstellung. Im Anschluss können die Besucher:innen die Dauerausstellung auf eigene Faust erkunden.

Ort: JMF Fürth, Königstraße 89
Kosten: Führungspauschale 6€/4€, zzgl. erm. Eintrittspreis
Anmeldung: besucherservice@juedisches-museum.org


So, 6.11.22 | 16 Uhr | Vortrag im JMF Fürth zur Fürther Lernnacht NEU!

Über Leben in Extremen. Was war Gesellschaft in Theresienstadt?

Vortrag von Professorin Dr. Anna Hájková

Wie entstehen Zugehörigkeiten, Ethnizität und soziale Machtverhältnisse? Die Historikerin Anna Hájková hat ein Buch über die Inhaftierten in Theresienstadt geschrieben, das uns mehr und anderes über Gesellschaft erzählt, als man vermuten würde. Ca. ein Drittel der jüdischen Bevölkerung wurde im Nationalsozialismus deportiert, viele wurden in das Ghettolager Theresienstadt verschleppt – auch viele Juden und Jüdinnen aus Franken.

Seit 1942 galt das Ghettolager Theresienstadt in der NS-Propaganda als sogenanntes „Altersghetto“, wohin ältere und prominente Juden und Jüdinnen deportiert wurden. Theresienstadt verklärten die Nationalsozialisten auch zu einer angeblichen „jüdischen Mustersiedlung“ und führten sie ausländischen Besuchern vor. Zwischen 1942 und 1943 waren oft mehr als 40.000 Insassen dort untergebracht. Theresienstadt diente den Nationalsozialisten als Gestapo-Gefängnis, als Transitlager und als sogenanntes „Altersghetto“ zur Ermordung von Juden und Jüdinnen.

Anna Hájková ist Associate Professor of Modern Continental European History an der Universität Warwick (Vereinigtes Königreich) und forscht über die Geschichte des Holocaust; ihr jüngstes Buch „The Last Ghetto“ wurde mehrfach ausgezeichnet. Sie arbeitet gegenwärtig an einem Projekt über transgressive Sexualität im Holocaust.

Ort: JMF Fürth, Königstraße 89 | Altbau
Eintritt frei
Anmeldung: besucherservice@juedisches-museum.org


Sa, 5.11.22 | 19 Uhr | Sparkassensaal Schnaittach | Lernnacht

Portrait von Bernhard Purin, Museumsleiter des Jüdischen Museums München. ©Daniel Schvarcz

Die Judaica-Sammlung in Schnaittach im bayerischen und internationalen Kontext

Vortrag zur Schnaittacher Lernnacht von Bernhard Purin, München

Die im Nationalsozialismus gesammelte und im Heimatmuseum Schnaittach erhaltene Judaika-Sammlung wird seit 1996 im Jüdischen Museum Franken in Schnaittach ausgestellte. Sie zählt heute zu den bedeutendsten ihrer Art in Bayern. Sie hat eine problematische Geschichte, da sie im Nationalsozialismus vom damaligen Heimatmuseumsleiter Gottfried Stammler gesammelt wurde. Auch an anderen Orten haben sich ähnliche Sammlungen erhalten. Der Vortrag stellt die Sammlung in einen vergleichenden Kontext, betrachtet Gemeinsamkeiten und Unterschiede und beleuchtet auch jenen Sammlungsteil, der nach 1945 in US-amerikanische Museen gelangte.

Bernhard Purin, geb. 1963 in Bregenz, ist Kulturwissenschaftler, baute 1995–2002 die Jüdischen Museen in Schnaittach und Fürth auf. Seit 2003 leitet er das Jüdische Museum München.

Ort: Sparkassensaal Schnaittach | Marktplatz 5
Eintritt frei
Anmeldung: schnaittach@juedisches-museum.org


SO, 13.11.22 | 14 Uhr | Führung in Schwabach
DAS MIKWEN-PROJEKT

Das Mikwenprojekt

DAS MIKWEN-PROJEKT

Führung durch die aktuelle Wechselausstellung im JMF Schwabach und in der ehemaligen Synagoge sowie durch die Synagogengasse und Umgebung mit Sabine Forkel-Kutschka

Das Gebot der rituellen Reinigung in einer Mikwe (Ritualbad) hat ihre Wurzeln in der Tora, den fünf Büchern Moses. Für Frauen wird der Besuch der Mikwe im 2. Jahrhundert unserer Zeit mit der Entstehung des Talmuds zur Pflicht. Lernen Sie mehr über den Bedeutungswandel der rituellen Reinheit für jüdische Frauen bis heute in der aktuellen Fotoausstellung „Das Mikwen-Projekt“, die im JMF Schwabach und in der Ehemaligen Synagoge gezeigt wird, und entdecken Sie mit Sabine Forkel-Kutschka Häuser mit ehemaligen Ritualbädern in Schwabach.

In Kooperation mit dem Verein Synagogengasse 6 e.V.

Ort: JMF Schwabach, Synagogengasse 10a, rückwärtiger Eingang
Führungspauschale: 6€/4€, zzgl. erm. Eintritt pro Person
Anmeldung: schwabach@juedisches-museum.org


Sa, 19.11.22 | 11-18:30 Uhr | AUSFLUG VON FÜRTH NACH SULZBACH ROSENBERG

Stadtpartie nach Sulzbach-Rosenberg mit Pfarrer Walter Drescher

Sulzbach-Rosenberg war in der frühen Neuzeit ein führendes Zentrum jüdischen Lebens und des interreligiösen Dialogs. Am Samstag, den 19. November bietet das Jüdische Museum Franken einen Ausflug mit Besichtigung der klassizistischen Synagoge und Führung durch die Stadt an. Begleitet werden wir durch den Stadtarchivar Johannes Hartmann.

Treffpunkt: Die Gruppe trifft sich um 11.00 Uhr am Centaurenbrunnen des Bahnhofplatzes.

Mit U- und Regionalbahn fahren wir in die oberpfälzische Residenzstadt.

Um 13.00 Uhr Vortrag und Besichtigung in der Synagoge, anschließend kehren wir zu Kaffee und Kuchen ein. Danach suchen wir interessante Orte in der Stadt auf.

Um 17.30 Uhr fahren wir mit Regional- und S-Bahn wieder nach Fürth und kommen um 18.30 Uhr an.

Kosten pro Teilnehmer/in: 30,- €. Darin inbegriffen: Bahnticket und Führung in der Synagoge und durch die Stadt.

Anmeldung: besucherservice@juedisches-museum.org


So, 20.11.22 | 14-15 Uhr | Lesung in der Adolph S. Ochs Lounge zum Tag der Kinderrechte

ZUM TAG DER KINDERRECHTE:

KÖNIG HÄNSCHEN DER ERSTE

LESUNG MIT SABINE FORKEL-KUTSCHKA FÜR KINDER UND ERWACHSENE

König Hänschen der Erste würde viel lieber mit anderen Kindern spielen. Doch das kann er nicht, weil seine Eltern gestorben sind und er die Regierungsgeschäfte übernehmen muss. Die Katastrophen, mit denen sich König Hänschen auseinandersetzen muss hat er den Erwachsenen zu verdanken: Krieg, Hass, Ungerechtigkeit. Dennoch versucht er Solidarität und Friede unter die Völker zu bringen.

„König Hänschen der Erste“ schrieb der polnische Reformpädagoge und Arzt Janusz Korczak im Jahr 1923. Bis heute ist es in Polen eines der beliebtesten Kinderbücher. Es zählt bis heute zu einem der beliebtesten Kinderbücher in Polen. Korczak leitete in Warschau mehrere Waisenhäuser, die als „Kinderrepubliken“ organisiert waren. 1942 wird er mit seinen Helfern und allen Kindern des Waisenhauses Dom Sierot aus dem Warschauer Ghetto abgeholt, nach Treblinka deportiert und dort ermordet.

Sabine Forkel-Kutschka liest aus dem Werk Korczaks. Daher eignet sich die Lesung für Gäste ab 9 Jahre bis 120!

Im Anschluss gibt es wieder frische Backwaren, diesmal Chanukka-Kekse, aus der Museumsküche gebacken von Elena Litinski!

Ort: JMF Fürth, Königstraße 89
Kosten: 8€ Erw. | 5€ Kinder
Anmeldung: besucherservice@juedisches-museum.org


So, 27.11.22 | 14-15:30 | Online-Veranstaltung
VON TRAGETASCHEN, GÄRTEN UND KISTEN – EXHIBITION TALK
DILSAD ALADAG UND EDA ASLAN IM GESPRÄCH MIT ASLIHAN DEMIRTAS

Dilşad Aladağ und Eda Aslan besprechen mit Aslıhan Demirtaş (Architektin und Forscherin), die den Ausstellungstext zu ihrer ersten Ausstellung „The Garden of (not) Forgetting“ im DEPO Istanbul geschrieben hat, ihre Reise, die 2017 mit Exkursionen in den Alfred Heilbronn Botanischen Garten sowie zu den Themen Besuchen, Sammeln und Geschichtenerzählen.

Aslihan Demirtas ist Architektin und Leiterin des interdisziplinären Studios Aslihan Demirtas Design & Research Office mit Sitz in New York und Istanbul. Ihre Praxis ist interdisziplinär in Form von Bauen, Forschungsausstellungen und Kunstprojekten. Oft werden Landschaften in ihren Arbeiten zu Installationen.

Die Veranstaltung findet in englischer Sprache statt.

Anmeldung zur Online-Veranstaltung: event@juedisches-museum.org


SO, 04.12.22 | 14 Uhr | Führung in Schwabach
DAS MIKWEN-PROJEKT

DAS MIKWEN-PROJEKT

Führung durch die aktuelle Wechselausstellung im JMF Schwabach und in der ehemaligen Synagoge sowie durch die Synagogengasse und Umgebung mit Sabine Forkel-Kutschka

Das Gebot der rituellen Reinigung in einer Mikwe (Ritualbad) hat ihre Wurzeln in der Tora, den fünf Büchern Moses. Für Frauen wird der Besuch der Mikwe im 2. Jahrhundert unserer Zeit mit der Entstehung des Talmuds zur Pflicht. Lernen Sie mehr über den Bedeutungswandel der rituellen Reinheit für jüdische Frauen bis heute in der aktuellen Fotoausstellung „Das Mikwen-Projekt“, die im JMF Schwabach und in der Ehemaligen Synagoge gezeigt wird, und entdecken Sie mit Sabine Forkel-Kutschka Häuser mit ehemaligen Ritualbädern in Schwabach.

In Kooperation mit dem Verein Synagogengasse 6 e.V.

Ort: JMF Schwabach, Synagogengasse 10a, rückwärtiger Eingang
Führungspauschale: 6€/4€, zzgl. erm. Eintritt pro Person
Anmeldung: schwabach@juedisches-museum.org


So, 11.12.22 | 14 Uhr | Lesung in der Adolph S. Ochs Lounge im JMF Fürth
BAMBI – EINE LEBENSGESCHICHTE AUS DEM WALDE

BAMBI – EINE LEBENSGESCHICHTE AUS DEM WALDE

Spätestens seit der Disneyverfilmung über ein verwaistes Rehkitz kennt jeder die Geschichte von „Bambi“. Nur wenigen jedoch ist heute bekannt, dass der Autor Felix Salten jüdisch war. Sabine Forkel-Kutschka liest in unserer neuen Lesereihe für Kinder berühmte Kinderromane jüdischer Autoren. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Lesen!-Festival des Fürther Kulturamts statt.

Geschützt im Dickicht des Waldes wird Bambi geboren. Jeden Tag lernt er mehr über die Geheimnisse des Lebens, aber auch über die Gefahren, die Menschen bringen, muss Bambi schmerzlich lernen. Bei einer Treibjagd verliert er seine Mutter und schlägt sich von nun an ganz alleine durch. Seine Freunde Faline und Gobo helfen ihm dabei. Mit ihnen erlebt er Freundschaft und viele Abenteuer. So vergeht die Zeit bis Bambi größer wird und sich verliebt.

Zsiga Salzmann alias Felix Salten (1869-1945) war ein ungarisch-jüdischer Autor, der mit seinen Eltern nach Österreich gekommen war und den aufsteigenden Antisemitismus intensiv erlebte. Manche deuten das Kinderbuch Bambi, in dem die Rehe das jüdische Volk symbolisieren, als ein politisches Werk mit dem Salten Kritik an den Antisemitismus übte. Die Nationalsozialisten sahen in Bambi eine anti-Nazi Allegorie und verbrannten es 1933.

Sabine Forkel-Kutschka ist freischaffende Autorin, Schauspielerin, Theater- und Kunstpädagogin. Sie hatte Lehraufträge an der Fachakademie für Sozialpädagogik in Erlangen und an der FH Ansbach. Sie leitet Theatergruppen an Schulen, Kindergärten und Horten. Ihre Leidenschaft und Liebe gehört dem Theater, wo sich unterschiedliche Kunstformen begegnen. Diesen Reichtum zu vermitteln, damit zu spielen und zu experimentieren ist ihr Markenzeichen in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen.

Nach der Veranstaltung gibt es für die Kinder frisches Chanukka-Gebäck aus der Museumsküche.

Ort: JMF Fürth, Königstr. 89
Kosten: 8€ Erw./5€ Kind
Anmeldung: besucherservice@juedisches-museum.org



MARY S. ROSENBERG CAFÉ UND GARTEN

Die Ruhe des Mary S. Rosenberg Cafés im geschützten Innenhof mit angrenzendem Museumsgarten ist ein wahrer Geheimtipp für Besucher*innen geworden, die dem Trubel des Alltags für eine Weile entfliehen möchten.

mehr zum Café und Garten