SCHULPROJEKTE
PROJEKTBETREUUNG – GEMEINSAM FORSCHEN
Neben buchbaren Führungen und Workshops bietet das Jüdische Museum Franken auch die kostenfreie Betreuung von längerfristigen Schulprojekten zur jüdischen Geschichte und Religion an. Ob P- und W-Seminare, Schul-AGs, Studientage oder Unterrichtsprojekte – das Team Bildung und Vermittlung steht Lehrkräften und Schulklassen von Anfang an beratend zur Seite:
• Professionelle museumspädagogische Betreuung bei der Planung und Durchführung der Projekte
• Möglichkeit zur Recherche in der hauseigenen Krautheimer Studienbibliothek
• Kooperationsmöglichkeiten mit weiteren externen Partnern wie Archiven oder Medienzentren
• Möglichkeit zur Präsentation der Ergebnisse im Museum vor einem öffentlichen Publikum
Die Bandbreite möglicher Themen ist dabei so vielfältig wie die Interessen der Schülerinnen und Schüler selbst. Denkbar sind tiefgehende Recherchen zu jüdischen Persönlichkeiten oder historischen Orten, die Konzeption kleiner Ausstellungen oder die Organisation und Durchführung von Veranstaltungen. Auch digitale Formate wie die Produktion von Podcasts, Audiowalks oder Social-Media-Projekten lassen sich gemeinsam realisieren.

RECHERCHEPROJEKT JÜDISCHE SCHÜLER:INNEN AM HARDENBERG GYMNASIUM
Im Rahmen des Rechercheprojekts setzten sich 2026 Schüler:innen des Hardenberg-Gymnasiums Fürth mit den Schicksalen von vier ehemaligen jüdischen Schülerinnen und Schülern während der Zeit des Nationalsozialismus auseinander. Auf der Grundlage historischer Quellen recherchierten sie deren Lebenswege und gestalteten Plakate, die sowohl die persönlichen Biografien als auch die Situation in Fürth und am Hardenberg-Gymnasium während der NS-Zeit beleuchten.
Die Plakate wurden 2026 in einer kleinen Ausstellung im Hardenberg-Gymnasium und im Jüdischen Museum Franken in Fürth zu sehen.
VIDEOPROJEKT JÜDISCHE REZEPTE
Im Februar 2025 startete das Jüdische Museum Franken gemeinsam mit einer Klasse angehender Köchinnen der Staatlichen Berufsschule Fürth und dem Jugendmedienzentrum Connect ein besonderes Projekt. Nach einer Museumsführung zu den jüdischen Speisegesetzen recherchierten die Schülerinnen traditionelle Rezepte, kochten diese gemeinsam in der Museumsküche nach und lernten dabei die Vielfalt der jüdischen Küche kennen. Connect begleitete das Projekt medienpädagogisch und produzierte mit der Klasse Videoclips für Instagram.

SCHÜLER:INNEN MACHEN MUSEUM ERINNERUNGSLINIEN ALS GRAPHIC NOVEL
Vom 14. September 2025 bis 27. Juni 2026 präsentiert das Jüdische Museum Franken die Graphic-Novel-Ausstellung der Klasse 11c des Heinrich-Schliemann-Gymnasiums Fürth. Gemeinsam mit dem Museum recherchierten die Schüler zu jüdischen Persönlichkeiten aus Fürth und setzten deren Lebensgeschichten zeichnerisch um. Im Mittelpunkt stehen Suzanne und Werner Gundelfinger, Julius Hirsch, Martha und Lotte Krautheimer, David Spiro, Ruth Weiß sowie Frieda und Alfred Davidson. Auch die Geschichte des Museumsgebäudes wurde in die Ausstellung einbezogen.

AUDIO WALK JÜDISCHES LEBEN IN FÜRTH II
Der Audiowalk „Jüdisches Leben in Fürth II“ führt an elf Stationen zu den Lebensgeschichten jüdischer Persönlichkeiten wie Ruth Weiß, Jakob Wassermann, Lotte Krautheimer, Werner Gundelfinger, Alfred und Frieda Davidson sowie Rudolf Benario und Ernst Goldmann. Entwickelt wurde er von Schüler des Helene-Lange-Gymnasiums in Zusammenarbeit mit dem Jüdischen Museum Franken und dem Jugendmedienzentrum Connect. Der Audiowalk ist über die App Playing Culture und als Podcast auf Spotify verfügbar.

AUDIO WALK JÜDISCHES LEBEN IN FÜRTH I
Der Audiowalk „Jüdisches Leben in Fürth“ entstand im Schuljahr 2022/23 im P-Seminar des Helene-Lange-Gymnasiums in Kooperation mit dem Jugendmedienzentrum Connect und dem Jüdischen Museum Franken. Er führt zu sechs historischen Orten jüdischen Lebens in Fürth. Für das Projekt erhielten die Schüler den „Mach Dein Radio Star 2023“ der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien. Die Jury lobte die authentische, professionelle und atmosphärische Umsetzung des Audiowalks.

PLAYING CULTURE HISTORY AUF DEN SPUREN JAKOB WASSERMANNS IN FÜRTH
Anlässlich 150 Jahre Jakob Wassermann: In einem Kooperationsprojekt des Jugendmedienzentrums Connect, des Jüdischen Museums Franken und der Jakob-Wassermann-Schule Fürth entwickelten Schüler ein digitales Local Based Game. Die interaktive Schnitzeljagd führt zu Orten in Fürth, die mit Jakob Wassermann verbunden sind. Die selbst entwickelten Spielaufgaben wurden in der espoto-App umgesetzt und laden dazu ein, Fürth spielerisch zu entdecken.

PLAYING CULTURE HISTORY AUF DEN SPUREN JAKOB WASSERMANNS IN FÜRTH
Um das Museum barriereärmer zu gestalten, kooperierte das Jüdische Museum Franken mit dem Institut für Fremdsprachen und Auslandskunde (IFA) der Universität Erlangen-Nürnberg. Studierende übersetzten Ausstellungstexte in Leichte Sprache, damit sie für möglichst viele Menschen zugänglich sind. Zum Deutschen Diversity-Tag 2024 boten sie zudem eine Sonderführung in Leichter Sprache an.

SCHÜLERINNEN MACHEN MUSEUM LEBKUCHEN & DAVIDSTERN
Vom 27. Oktober 2023 bis 17. April 2024 zeigte das Jüdische Museum Franken die von Schüler des Hans-Sachs-Gymnasiums Nürnberg konzipierte Ausstellung „Lebkuchen & Davidstern – jüdisch in Nürnberg+“. Interviews mit Jüdinnen und Juden aus Nürnberg – darunter Stadträtin Diana Liberova, Rabbiner Steven Langnas und Kantor Yonatan Amrani – sowie persönliche Gegenstände und Geschichten vermitteln vielfältige Einblicke in jüdisches Leben heute und laden dazu ein, Vorurteile zu hinterfragen.

SCHÜLERINNEN MACHEN MUSEUM EINE HEIMAT, EINE WELT
„Was ist Heimat?“ – Zwölf Schüler*innen des P-Seminars „Europeans for Peace in Israel“ gingen dieser Frage gemeinsam mit ihrer israelischen Partnerschule nach. Auf einer Reise durch Israel begegneten sie u. a. der Holocaust-Überlebenden Eva Erben und Beduinen. Eine Foto- und Textdokumentation zeigt ihre Antworten.
Laufzeit
06.02. – 18.10.2020

SCHÜLERINNEN MACHEN MUSEUM OTTOS FARBEN
Begleitend zur Ausstellung „5x Treumann – Von Fürth bis Amsterdam“ zeigt das Jüdische Museum Franken „Ottos Farben“. 33 Drittklässler*innen der Grundschule am Kirchenplatz setzten sich mit Otto Treumann auseinander und gestalteten im Bauhaus-Stil farbenfrohe Collagen, Pochoirs und Drucke.
Laufzeit
19.7.2019 – 19.1.2020






