UNSERE SAMMLUNG OBJEKTE MIT GESCHICHTE(N)





Herzstück
Im Zentrum des Jüdischen Museums Franken steht seine Sammlung – sie ist Herzstück und Inspirationsquelle für Ausstellungen und Veranstaltungen. Mit großer Sorgfalt sammelt, bewahrt und erschließt das Museum jüdisch-fränkische Kulturzeugnisse, um dieses wertvolle Erbe für die Gesellschaft und kommende Generationen lebendig zu halten.
Durch kontinuierliche Forschung und Dokumentation macht das JMF die kulturellen und materiellen Spuren jüdischen Lebens in Franken sichtbar. Die Sammlung wächst dabei stetig weiter – auch durch bedeutende Leihgaben und persönliche Schenkungen von Nachfahren fränkisch-jüdischer Familien.
Sie umfasst ein breites Spektrum an Objekten aus Religion und Alltag: von Judaika über Kleidung und Alltagsgegenstände bis hin zu Bildmaterial, Handschriften, persönlichen Zeugnissen und historischen Drucken.

Die Sammlung
Sie umfasst ein breites Spektrum an Objekten aus Religion und Alltag: von Judaika über Kleidung und Alltagsgegenstände bis hin zu Bildmaterial, Handschriften, persönlichen Zeugnissen und historischen Drucken.
Durch kontinuierliche Forschung und Dokumentation macht das JMF die kulturellen und materiellen Spuren jüdischen Lebens in Franken sichtbar. Die Sammlung wächst dabei stetig weiter – auch durch bedeutende Leihgaben und persönliche Schenkungen von Nachfahren fränkisch-jüdischer Familien.
Sie umfasst ein breites Spektrum an Objekten aus Religion und Alltag jüdischen Lebens in Franken: von Judaika über Kleidung und Alltagsgegenstände bis hin zu Bildmaterial, Handschriften, persönlichen Zeugnissen und historischen Drucken.
Ein besonderer Fokus liegt auf den traditionsreichen Zentren Fürth, Schnaittach und Schwabach sowie ihren historischen Rabbinatsbezirken – und damit auf einer reichen Kulturgeschichte von den Anfängen bis in die Gegenwart.

Ansprechpartnerin Sammlung:
Julia Hampel, Sammlungsmanagerin
Bald finden Sie hier den Link zu unserer Sammlungsdatenbank!
SCHENKUNGEN

Ob Judaika, hebräische Drucke, Fotomaterial oder Alltagsgegenstände – das Jüdische Museum Franken erweitert kontinuierlich seine Sammlung und freut sich dabei über engagierte Hilfe. Jeder Gegenstand verschafft mehr Klarheit über Leben und Alltag im jüdischen Franken.
Hier finden Sie alle wichtigen Informationen zu Schenkungen.
LEIHGESUCHE & BILDANFRAGEN
Das Jüdische Museum Franken verleiht Objekte aus seiner Sammlung für eine begrenzte Zeit für Wechselausstellungen und Dauerausstellungen. Anfragen können Sie hier stellen. Bitte beachten Sie, dass wir für Leihanfragen eine Vorlaufzeit von 8 Monaten haben. Kurzfristige Anfragen können nicht bearbeitet werden.


Wir verfügen über eine umfangreiche Fotografie-Sammlung mit einem thematischen Schwerpunkt auf Franken. Gegen eine Bearbeitungsgebühr und ein Bildhonorar erhalten Sie von uns Material für Veröffentlichungen und Filme. Bitte beachten Sie, dass wir für Bildanfragen eine Vorlaufzeit von 4 Monaten haben. Kurzfristige Anfragen können nicht bearbeitet werden. Bildanfragen bitte hier stellen.
SAMMLERSTÜCKE
wiederentdeckt
Eine kleine Fürther Odyssee
Als dem Jüdischen Museum Franken ein versilbertes Kerzenständerpaar als Schenkung angeboten wurde, verriet eine Gravur seine Herkunft: Es wurde 1909 zur Eröffnung des Nathanstifts gestiftet, der von Alfred Louis Nathan gegründeten Fürther Geburtsklinik. Die Stifterinnen waren Marie Königsberger sowie Rosy und Sofie Nathan.
Das Nathanstift war eine der bedeutendsten Stiftungen Fürths und nach modernsten medizinischen Standards ausgestattet.



Während der NS-Zeit wurde der jüdische Stiftername entfernt, nach 1945 jedoch wieder eingeführt. Nach dem Umzug ins Klinikum Fürth 1967 gerieten die Kerzenständer in Vergessenheit und wurden in den 1980er Jahren bei Umbauarbeiten vor der Entsorgung gerettet.
2021 gelangten sie ins Jüdische Museum Franken. Da die Nathanstiftung bis heute besteht, übergab das Museum die Kerzenständer ihrem rechtmäßigen Eigentümer und erhielt sie als Dauerleihgabe zurück. Das Nathanstift war bis 1967 Geburtsort von rund 20.000 Kindern.
Enteignet
Wo steckt die kleine Dame?
Ein Highlight der Ausstellung ist das Gemälde „Die kleine Dame“, eine Studie zu einem seit 1938 verschollenen Porträt von Thea Irene Nathan. 1907 beauftragten die Bankierseheleute Rosy und Max Nathan den Münchner Porträtmaler Hermann Kaulbach, ihr einziges Kind in eigens dafür erworbener Pariser Kleidung zu porträtieren.


Das Gemälde befand sich 1939 im Auswanderungsgepäck von Thea Irenes Schwiegereltern Emmy und Josef Midas. Die Familie emigrierte über England in die USA, doch die Umzugsgüter kamen nie an. Später stellte sich heraus, dass die Container von der Gestapo beschlagnahmt und 1941 versteigert wurden. Der weitere Verbleib des Porträts blieb ungeklärt.
1976 tauchte „Die kleine Dame“ bei einer Auktion in München wieder auf, verschwand danach jedoch erneut. Trotz Recherchen und der Aufnahme in die Lost Art Internet Database konnte das Jüdische Museum Franken das Gemälde bislang nicht wiederfinden. Die Suche nach der „kleinen Dame“ geht weiter.
FORSCHUNG

Fränkisch-jüdische Geschichte und Kultur
Das Jüdische Museum Franken erforscht mit vielen Kooperationspartner:innen fränkisch jüdische Geschichte und Kultur.
Anlässlich 500 Jahre jüdische Geschichte und Kultur in Fürth veranstaltet das Jüdische Museum Franken in Fürth im Herbst 2028 eine internationale Tagung zu „Fürth in der frühen Neuzeit bis 1850 – Innerjüdische Perspektiven“









