SUKKOT
Fotografien von Benyamin Reich

Die fotografische Arbeit von Benyamin Reich bewegt sich im Spannungsfeld von religiöser Tradition, persönlicher Identität und körperlicher Erfahrung. Geprägt von seiner Kindheit und Jugend in einer ultraorthodoxen Gemeinschaft in Bnei Brak, Israel, setzt er sich mit den kulturellen und sozialen Prägungen seines Herkunftsmilieus auseinander.
In seinen sorgfältig komponierten Fotografien greift Reich Motive und Rituale des Sukkotfests auf und verbindet sie mit einer intimen Bildsprache, die Nähe, Sinnlichkeit und Ambivalenz sichtbar macht. Alltägliche Gegenstände, symbolische Handlungen und menschliche Präsenz werden dabei zu Trägern vielschichtiger Bedeutungen. Zwischen Vertrautheit und Irritation eröffnet er neue Perspektiven auf religiöse Praxis und hinterfragt etablierte Vorstellungen von Orthodoxie, Geschlecht und Zugehörigkeit.
Charakteristisch für sein Werk ist das Zusammenspiel von Reflexion und Intimität: Während es gesellschaftliche und religiöse Grenzziehungen sichtbar macht, richtet es zugleich den Blick auf Erfahrungen und Rituale, die Menschen über kulturelle und religiöse Unterschiede hinweg verbinden.
Zur Ausstellung erscheint ein Begleitband.
FÜHRUNGSTERMINE
JMF Schwabach (Synagogengasse 10a, rückwärtiger Eingang)
So, den 11. Oktober 2026, 14 Uhr |
Führungsanmeldung: schwabach@juedisches-museum.org
GRUPPENFÜHRUNGEN
können auch an Tagen außerhalb der offiziellen Öffnungszeiten gebucht werden: besuch@juedisches-museum.org
INFORMATIONEN
Veranstaltungsort: Jüdisches Museum Franken in Schwabach (Synagogengasse 10a, rückwärtiger Eingang)
Laufzeit: 11.10.26 – 19.09.27
Öffnungszeiten: Oktober bis April: Sa + So, 12-17 Uhr; Mai bis September: So, 12-17 Uhr
#benyaminreich #sukkotschwabach





