Unsere Museumsführung nimmt Sie mit auf eine spannende Entdeckungsreise in die Welt der jüdischen Schriftkultur. Erfahren Sie, welche Bedeutung Bücher und religiöse Texte im Judentum besitzen, wie hebräische Druckereien Fürth weit über die Region hinaus bekannt machten und warum ausgerechnet das Museumsgebäude selbst ein eindrucksvolles Zeugnis dieser besonderen Tradition ist.
Die Ausstellung „100﬩ Synagogen in Deutschland“ zeigt, wie lebendig das jüdische Erbe heute wieder ist. Sie präsentiert über Jahrhunderte erhaltene Synagogen, die neue Bedeutungen fanden und dennoch ihre Geschichte bewahren, und neue Bauten, errichtet von den wiedererstarkten jüdischen Gemeinden unserer Zeit.
Zur diesjährigen LernNacht in Schwabach erinnert Bernd Felbermair in seinem Vortrag an vergessene jüdische Unterhaltungsmusiker der 1920er und 1930er Jahre. Ausgewählte Aufnahmen spielt er auf einem historischen Grammophon.
Im Rahmen der Wechselausstellung „Die Frauen der Hirschenstraße“ und des Gedenkens an die Pogromnacht vom 9. November 1938 laden das Museum Frauenkultur Regional–International und das Jüdische Museum Franken in Fürth zu einer Erinnerungsmatinee mit dem britischen Komponisten und Organisten Frederick Stocken sowie dem Organisten Christopher Skelton-Foord ein.
Im Gedenken an das Novemberpogrom vom 9. auf den 10. November erinnern das Jüdische Museum Franken und das Stadtmuseum Schwabach an das jüdische Leben in Schwabach und dessen Vernichtung während der Zeit des Nationalsozialismus. Die Veranstaltung beginnt im Jüdischen Museum Franken, wo auch die begehbare historische Laubhütte zu besichtigen ist. Im Anschluss folgen ein Rundgang durch die Stadt sowie die Besichtigung der Dauerausstellung im Stadtmuseum.
Anlässlich des Gedenkens an das Novemberpogrom lädt das Jüdische Museum Franken zu einer besonderen Führung ein. Im Mittelpunkt steht das Leben von Emma Ullmann, einer jüdischen Schnaittacherin.
In vier Lesungen entführt Sabine Forkel-Kutschka große und kleine Zuhörer in die faszinierende Welt jüdischer Erzähltraditionen. Geschichten von den Anfängen der Welt, aus biblischer Zeit, der Mystik und von wundersamen Begebenheiten laden zum Staunen und Entdecken ein. Im Anschluss an jede Lesung gibt es Kuchen und ein Getränk in gemütlicher Atmosphäre – eine schöne Gelegenheit zum Austausch und Nachklang.
Der Audiowalk nimmt Sie mit auf eine Entdeckungsreise über Leben und schriftstellerisches Schaffen des Fürther Erfolgsautors. Dabei werden Ausstellungsobjekte mit ausgewählten Passagen aus Wassermanns Leben und Werk in Verbindung gesetzt.
Im Mittelpunkt steht eine Führung zum Leben und Werk des Fürther Schriftstellers Jakob Wassermann, der zu den erfolgreichsten und meistgelesenen Autoren seiner Zeit zählte. Seine Romane erreichten hohe Auflagen, wurden international übersetzt und prägten die Literatur des frühen 20. Jahrhunderts. Mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten wurden seine Werke verboten und sein Name geriet lange in Vergessenheit.
Facettenreich, berührend und hochaktuell: Diese Lesung widmet sich klassischen und modernen Frauenbildern aus jüdischer Perspektive. Zu hören sind eindrucksvolle Erzählungen sowie ausgewählte Passagen aus Briefen und Tagebüchern von und über jüdische Frauen aus dem 19. und 20. Jahrhundert. Dabei entfaltet sich ein vielschichtiges Panorama weiblicher Lebensentwürfe – zwischen Tradition und Aufbruch, Anpassung und Widerstand: Mütter und Töchter, Berufstätige und Hausfrauen, Ehefrauen und Liebende, Rebellinnen und Retterinnen.
Ausgewählte Porträts jüdischer Persönlichkeiten aus Franken des 18., 19. und 20. Jahrhunderts erzählen in der neuen Wechselausstellung „Sehen und gesehen werden“ Geschichten von Identität, Haltung und Lebenswegen. Die Porträts – Leihgaben und Schenkungen aus den USA, England, Schweden, der Schweiz und Deutschland – sind Zeugnisse einer Zeit, in der gesellschaftlicher Wandel, Selbstbehauptung und neue Lebensentwürfe aufeinandertrafen. Durch die Ausstellung führt Kuratorin Verena Erbersdobler.