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„Wir wollen kein Hinterbleibsel, das uns an den Juden erinnern soll“

KOMBIFÜHRUNG JÜDISCHES MUSEUM FRANKEN UND STADTMUSEUM
Im Gedenken an das Novemberpogrom vom 9. auf den 10. November erinnern das Jüdische Museum Franken und das Stadtmuseum Schwabach an das jüdische Leben in Schwabach und dessen Vernichtung während der Zeit des Nationalsozialismus. Die Veranstaltung beginnt im Jüdischen Museum Franken, wo auch die begehbare historische Laubhütte zu besichtigen ist. Im Anschluss folgen ein Rundgang durch die Stadt sowie die Besichtigung der Dauerausstellung im Stadtmuseum.
Schwabach blickt auf eine lange und bedeutende jüdische Geschichte zurück: Bereits ab dem 14. Jahrhundert lebten jüdische Familien im Ort. Im 17. Jahrhundert wuchs die Gemeinde an und erbaute eine Synagoge. Während der nationalsozialistischen Verfolgung beschwerten sich 1938 die christlichen Bewohner: „Wir Bewohner des Synagogengäßchen, möchten mal an Sie Herr Bürgermeister die Anfrage richten, ob es denn nicht möglich wäre, das Synagogengäßchen in einem anderen Namen um zu taufen, da es uns sehr lieb wäre, von dem Judenmackelgäßchen befreit zu werden. Wir wollen kein Hinterbleibsel, das uns an den Juden erinnern soll“.
Am Morgen des 9. November 1938 wurden in Schwabach Jüdinnen und Juden verhaftet und später gezwungen, die Stadt zu verlassen. Im Dezember meldete die Stadtverwaltung, Schwabach sei „judenfrei“.
Kosten: Eintritt und Teilnahme kostenfrei
Anmeldung: schwabach@juedisches-museum.org
Altbau bedingt barrierefrei
Neubau barrierefrei