Code of Conduct – Verhaltenskodex
des Jüdischen Museums Franken in Fürth, Schnaittach und Schwabach

Das Jüdische Museum Franken verpflichtet sich zu Offenheit, Respekt und Inklusion und fördert ein diskriminierungsfreies Umfeld, das jüdisches Leben, Geschichte und Gegenwart wertschätzt. Grundlage seines Handelns sind Werte wie Verantwortung – insbesondere die Erinnerung an die Schoa – Wertschätzung, Vielfalt, Unabhängigkeit und eine klare Haltung gegen jede Form von Diskriminierung. Ziel ist es, einen sicheren, einladenden Raum zu schaffen, in dem allen Menschen unabhängig von Herkunft, Identität, Religion, Alter, Geschlecht, sexueller Orientierung oder Fähigkeiten mit Respekt begegnet wird.
Mit seinem im Juni 2026 verabschiedeten „Verhaltenskodex – Code of Conduct“ stärkt das Museum eine demokratische, faktenbasierte Diskussions- und Gesprächskultur. Es ermöglicht und fördert die differenzierte Auseinandersetzung mit jüdischer Geschichte und Gegenwart, kultureller und religiöser Vielfalt, historischen Entwicklungen und Zäsuren, der Schoa und ihren Nachwirkungen, Flucht und Migration sowie individuellen und kollektiven Gewalterfahrungen und deren Traumatisierungen. Dabei wird Wert daraufgelegt, dass unterschiedliche Perspektiven argumentativ vertreten werden können, stets auf Grundlage gegenseitiger Rücksichtnahme, Empathie und Reflexionsbereitschaft.
Das Museum tritt entschieden gegen jede Form von Gewalt, Menschenfeindlichkeit und demokratie- oder verfassungsfeindliche Positionen ein. Antisemitismus, Rassismus, Sexismus sowie homo-, trans- oder behindertenfeindliche Äußerungen und Handlungen werden nicht geduldet. Ebenso wird jeder Versuch zurückgewiesen, Jüdinnen und Juden kollektiv verantwortlich zu machen oder geschichtsrevisionistische Positionen zum Holocaust zu verbreiten. Verstöße gegen diese Grundsätze können zum Verweis aus den Räumlichkeiten oder zu arbeitsrechtlichen Konsequenzen führen.
Auch im digitalen Raum gilt eine klare Netiquette: Antisemitische, rassistische, sexistische oder anderweitig diskriminierende Sprache, Hassrede, extremistische Ideologien, Falschinformationen, Pornografie und Werbung sind untersagt. Beiträge, die dagegen verstoßen, werden entfernt; bei wiederholten Verstößen können Accounts blockiert und strafrechtlich relevante Inhalte zur Anzeige gebracht werden.
Das Museum versteht sich als Ort des gemeinsamen Lernens, der Reflexion und des offenen Dialogs. Es fördert eine Kultur, in der unterschiedliche Perspektiven anerkannt, eigene Standpunkte hinterfragt und Konflikte respektvoll ausgetragen werden können. Belästigung, Machtmissbrauch und Übergriffe haben keinen Platz; stattdessen prägen Transparenz, Verantwortungsbewusstsein, Verbindlichkeit und ein wertschätzender Umgang die Zusammenarbeit.
Alle Mitarbeiter:innen, Partner:innen und Besucher:innen sind aufgefordert, diese Grundsätze zu achten und aktiv zu ihrer Umsetzung beizutragen. Gemeinsam setzt sich das Museum für eine lebendige, inklusive Gesellschaft ein, die die Würde jedes Menschen schützt und die Teilhabe aller an gesellschaftlichen Prozessen ermöglicht.
Wir beziehen uns in unserer Arbeit insbesondere auf:
Allgemeine Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen
Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz AGG
Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz (AGG)
Die ethischen Richtlinien der ICOM
Code of Ethics – International Council of Museums – International Council of Museums
Die Leitlinien zur Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis der Deutschen Forschungsgemeinschaft
