Die Frage des Monats

Cherchez la Femme. Perücke, Burka, Ordenstracht.

AktuelleAusstellung im Neubau des JMF Fürth
14. Mai – 14. Oktober 2018

Die erste Wechselausstellung im Erweiterungsbau des Jüdischen Museums Franken in Fürth beleuchtet Geschichte und Bedeutung von Verhüllung und religiöser Kopfbedeckung in Judentum, Christentum und Islam. Die Präsentation nutzt plastische wie multimediale Exponate, setzt sich mit dem Thema wissenschaftlich, kulturell und künstlerisch auseinander.

 

 

Viele Beiträge zur aktuellen Diskussion

Die Ausstellung stellt Informationen und Standpunkte den derzeit hitzig geführten Diskussionen über Burka und Kopftuch als Zeichen fehlenden Integrationswillens gegenüber. Das Spektrum reicht von den antiken Ursprüngen weiblicher Verschleierung über ihre religiöse Bedeutung bis heute und mündet in die Frage, wie viel sichtbare Religiosität säkulare Gesellschaften heute vertragen.

 

Mandana Moghaddam: Chelgis I. Schweden, 2002, Haar, Holz, Eisen, Plexiglas<br /> @ Courtes of the artist. Foto: Hossein Sehatlou

Gesucht wird die Frau

Unterschiedliche Positionen stehen nebeneinander und ermöglichen den Besuchern somit facettenreiche Blicke auf und hinter die Kopfbedeckung. Dabei kommen ausschließlich Frauen zu Wort. Denn das Kernthema ist die Stellung der Frau zwischen Religion und Selbstbestimmung, worauf auch der Titel der Ausstellung “Cherchez la Femme” (auf deutsch: “Sucht die Frau”) hinweist. Dabei spielt die Interpretation eine untergeordnete Rolle, ob nun die Frau unter dem Schleier zu suchen ist oder im aktuellen Diskurs über angeblichen Verschleierungszwang.
Die Ausstellung ist eine Schau des Jüdischen Museums Berlin. In Fürth wird sie zum ersten Mal in Bayern gezeigt.