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Tacheles reden!

FORTBILDUNG
Antijudaismus und Antisemitismus erkennen – Handlungssicherheit für Schule und Bildungsarbeit
Donnerstag, den 22.10.2026, 10:30 – 12 Uhr im Bibel Museum Bayern in Nürnberg, 13 – 15 Uhr im JMF Fürth
Wie entstehen antijüdische und antisemitische Bilder? Wie wirken sie bis heute fort? Und wie können Lehrkräfte, pädagogische Fachkräfte und Multiplikator:innen im Unterricht und in der Bildungsarbeit kompetent begegnen?
Eine gemeinsame Fortbildung des BIBEL MUSEUM BAYERN und des Jüdischen Museums Franken vermittelt fundiertes Hintergrundwissen und praxisnahe Strategien für den professionellen Umgang mit Antijudaismus und Antisemitismus. Die zweiteilige Veranstaltung verbindet historische Einordnung mit aktuellen gesellschaftlichen Fragestellungen und bietet konkrete Impulse für die pädagogische Praxis.
PROGRAMM
10:30 – 12 Uhr Teil 1 – Im BIBEL MUSEUM BAYERN, Nürnberg
Der erste Teil der Fortbildung widmet sich den historischen Wurzeln von Antijudaismus und Antisemitismus in der christlichen Bibelauslegung. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie sich problematische Vorstellungen vom Judentum über Jahrhunderte entwickeln und verfestigen konnten – und weshalb sie bis heute nachwirken. Anhand ausgewählter Ausstellungsobjekte und biblischer Texte werden diese Zusammenhänge anschaulich vermittelt. Der Workshop verbindet historische Sensibilisierung mit konkreten Anregungen für einen reflektierten Umgang mit religiösen Quellen in Unterricht und Bildungsarbeit.
12:00–13:00 Uhr Mittagspause und selbst organisierter Transfer nach Fürth.
13 Uhr – 15 Uhr: Teil 2 – Im Jüdischen Museum Franken in Fürth
Ziel des zweiten Teils ist die Befähigung, Antisemitismus in gruppendynamischen Prozessen handlungssicher zu begegnen und die Teilnehmenden für demokratische Bildungsarbeit zu stärken.
Im zweiten Teil richtet sich der Blick auf aktuelle Erscheinungsformen des Antisemitismus: Spätestens seit den Terrorangriffen der islamistischen Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 treten antisemitische Einstellungen und israelfeindliche Ressentiments wieder verstärkt offen zutage. Der Workshop vermittelt grundlegendes Orientierungswissen zum Nahostkonflikt und ordnet aktuelle Entwicklungen ein. Darüber hinaus beleuchtet er die Funktionsweisen antisemitischer Verschwörungserzählungen, ihre gesellschaftlichen Auswirkungen und ihr Gewaltpotenzial. Gemeinsam werden Handlungsmöglichkeiten erarbeitet, um antisemitischen Äußerungen im pädagogischen Alltag sicher und angemessen begegnen zu können. Ziel der Fortbildung ist es, die Teilnehmenden für demokratische Bildungsarbeit zu stärken und ihre Handlungskompetenz im Umgang mit Antisemitismus nachhaltig zu erweitern.
Kosten: Teilnahme inklusive Museumseintritt kostenfrei..
Ort: Bibel Museum Bayern, Lorenzer Platz 10, 90402 Nürnberg und Jüdisches Museum Franken in Fürth, Königstraße 89
Anmeldung: willkommen@bibelmuseum.bayern oder über das FIBS-Portal: https://fibs.alp.dillingen.de/lehrgangssuche?container_id=434501
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