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Christlich-jüdische Beziehungen in Geschichte und Gegenwart
Fortbildung für Lehrkräfte und Fachkräfte aus dem Museumsbereich
Die christlichen Wurzeln des Antisemitismus und dessen Kulmination im Völkermord an den Jüdinnen und Juden Europas werfen nach wie vor einen unaufhebbaren Schatten auf Geschichte und Gegenwart der christlich-jüdischen Beziehungen. Dieser Schatten sollte jedoch nicht die Ambivalenz und Vielgestaltigkeit dieser Beziehungen verdecken: Sie waren in den vergangenen Jahrhunderten von Nähe und Distanz, von Austausch und Ausgrenzung, von Koexistenz und Verfolgung geprägt, wie es sich auch in der Geschichte der jüdischen Gemeinden in Franken zeigt.
Am Nachmittag steht Schnaittach mit seinem bedeutenden kulturellen Erbe im Mittelpunkt. Führungen durch den Ort sowie durch das Jüdisches Museum Franken und das Heimatmuseum Schnaittach, die in der historischen Synagoge aus dem 16. Jahrhundert und dem angrenzenden Rabbinerhaus untergebracht sind, machen den Ort als lebendigen Lern- und Erinnerungsraum erfahrbar. Anhand konkreter Objekte und authentischer Schauplätze werden gemeinsam mit den Teilnehmenden Möglichkeiten praktischer Bildungsarbeit diskutiert und reflektiert.
Eine gemeinsame Veranstaltung der Bayerischen Museumsakademie, des Beauftragten der Bayerischen Staatsregierung für jüdisches Leben und gegen Antisemitismus, für Erinnerungsarbeit und geschichtliches Erbe, des Jüdischen Museums Franken und des Heimatmuseums Schnaittach.
Veranstaltungsort: Badsaal Schnaittach (Badstraße 2, Schnaittach)
Anmeldung erforderlich: https://www.bayerische-museumsakademie.de/de/veranstaltungen/detail/christlich_juedische_beziehungen.html
FIBS: Eine zusätzliche Anmeldung über FIBS ist möglich: Lehrgang E224-0/26/434423. Bitte beachten Sie, dass für die Veranstaltung keine Reisekostenerstattung aus den Mitteln der staatlichen Lehrerfortbildung gezahlt werden kann.
Der Badsaal ist barrierefrei zugänglich. Das Angebot am Nachmittag im Außenbereich und im Museum ist leider nicht barrierefrei zugänglich. Bitte geben Sie ggf. Ihren Bedarf bei der Anmeldung an.
PROGRAMM
09.00 – 09.30: Registrierung und Begrüßungskaffee
09.30 – 10.00: Begrüßung
Frank Pitterlein, Erster Bürgermeister, Schnaittach
Daniela F. Eisenstein, Direktorin Jüdisches Museum Franken
Dr. Ludwig Spaenle, Antisemitismusbeauftragter der Bayerischen Staatsregierung
Dr. Elke Kollar, Bayerische Museumsakademie (Museumspädagogisches Zentrum)
10.00 – 11.00 Vortrag | Christlich-jüdische Beziehungen in Geschichte und Gegenwart
Prof. Dr. Susanne Talabardon, Universität Bamberg
11.00 – 12.00 Podiumsdiskussion | Christlich-jüdische Beziehungen heute
Mascha Schmerling, Zentralrat der Juden in Deutschland
Markus Sternecker, Netzwerk Schule und Museum in Bayern des Museumspädagogischen Zentrums /Dr. Axel Töllner, Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern
Moderation: Christoph Huber, Referent beim Antisemitismusbeauftragten der Bayerischen Staatsregierung
12.00 – 13.00: Mittagsimbiss
13.00 – 14.30: Außenführungen (Teilnahme an beiden Führungen)
Führung 1 | Spuren jüdischer Geschichte lesen lernen: Die jüdischen Friedhöfe von Schnaittach
Birgit Kroder-Gumann, Kulturvermittlerin
Führung 2 | Das historische Schnaittach
Norbert Weber, Gemeindearchiv Schnaittach
14.30 – 15.00: Kaffeepause
15.00 – 16.30 Museumsführungen (Teilnahme an beiden Führungen)
Führung 3 | Jüdisches Leben auf dem Land – Geschichte und religiöser Alltag des fränkischen Landjudentums
Alisha Meininghaus, Jüdisches Museum Franken in Schnaittach
Führung 4 | Christliches Leben auf dem Land – Alltag, Frömmigkeit und Brauchtum
Dr. Nicole Brandmüller-Pfeil, Heimatmuseum Schnaittach