Die Frage des Monats

Professor Paul Hensel. Ein Mendelssohn in Erlangen

Prof. Dominique Bourel hält im Juli einen Vortrag über Paul Hensel im Jüdischen Museum Franken in Fürth. Vortrag von Professor Dr. Dominique Bourel
Di, 2.7.2019, 19 Uhr | JMF Fürth
Eintritt: 8 € / 5 € erm. / 1 € Fürth Pass

Der „Sokrates von Erlangen“, Universitätsprofessor und Philosoph Paul Hensel (1860-1930), ist ein leider noch relativ unbekanntes Mitglied der berühmten deutsch-jüdischen Familie Moses Mendelssohn. In Freiburg promovierte er mit einer Arbeit über Fichte und Kant und begann seine Karriere in Straßburg, wo er sich habilitierte. In Erlangen erreichte sein akademischer Werdegang schließlich seine Blüte (1902-1928).
Er engagierte sich aktiv in der Erwachsenen- und Arbeiterbildung und trug durch seine publizistische Tätigkeit zur Mendelssohn-Legende bei, in der er die Familie Hensel mit einbezog. Seine Arbeiten zur Ethik und Religionsphilosophie wurden hoch geschätzt. Im Vortrag werden die Geschichte der Mendelssohn-Kultur sowie die Rolle von Paul Hensel in der deutschen Geistesgeschichte dargestellt.

Professor Dr. Dominique Bourel, geboren 1952, lehrte als Philosoph und Religionshistoriker an der Sorbonne in Paris. Er ist ein international ausgewiesener Spezialist für die deutsche Ideengeschichte und hat Lehraufträge u.a. in Jerusalem und Berlin wahrgenommen. Im Jahr 2005 erhielt er den deutsch-französischen Parlamentspreis für sein Buch „Moses Mendelssohn: Die Geburt des modernen Judentums“.

In Kooperation mit dem Deutsch-Französischen Institut Erlangen und dem Förderverein Jüdisches Museum Franken e.V.