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Die kleine Dame. Rätsel um ein verschollenes Gemälde

So, 10. Juli 2022 , 14:00 15:30

Foto von dem verschollenen Portrait von Thea Irene Nathan-Midas

Führung anlässlich des 32. Todestages von Thea Irene Midas geb. Nathan

Bis heute ist das Porträt der kleinen Thea Irene Nathan verschollen. Das Bild wurde der Familie im Nationalsozialismus enteignet. In den 1970er Jahren wird es in München versteigert. Danach verliert sich die Spur. Wer war Thea Irene Nathan, wie lebte sie in Fürth und wie konnte sie sich mit Ihrer Familie vor dem NS-Regime und mit welchen Konsequenzen retten?

Eine Geschichte wie aus einem Kriminalfilm: Verträumt blickt „die kleine Dame“ Thea Irene den Betrachter an. Doch das Gemälde, das sie im Alter von vier Jahren in feinster Pariser Mode und mit Blumen im gelockten Haar darstellt, ist heute spurlos verschwunden. Angefertigt wurde es 1907 von dem damals berühmten Maler Hermann Kaulbach. Als Theas Familie noch vor der Pogromnacht 1938 aus Fürth vor dem NS-Regime in die USA zu flieht, ist auch das Gemälde in ihrem Gepäck. Am Hamburger Hafen wird es von der Gestapo beschlagnahmt und später versteigert. Erst in den 1970er Jahren taucht es wieder in einem Münchner Auktionshaus auf und auch dieses Mal gibt es keine Hinweise auf den Käufer. Bis heute ist der Verbleib des Kunstwerks ungeklärt – nur eine Vorskizze des Malers ist erhalten geblieben. Sie und weitere Gegenstände aus dem Familienbesitz stehen im Zentrum der Museumsführung, an die sich ein Stadtspaziergang anschließt.

Museumseintritt

Führungsgebühr 6€ | 4€ ermäßigt | 1€ Fürth Pass (inkl. Eintritt)

Barrierefrei

teilweise

Anmeldung

besucherservice@juedisches-museum.org

Veranstaltungsort

Jüdisches Museum Franken in Fürth, Königstraße 89
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