Die Frage des Monats

Zwischen Vergessen, Lieben und Erinnern

Buchcover Jehuda Amichai: Gedichte; ©K & N Verlag.Amadé Esperer liest Gedichte von Jehuda Amichai
So, 24.3.2019, 16 Uhr | JMF Fürth (Ernst Kromwell Saal)
Eintritt: 8 € / 5 € erm. / 1 € Fürth Pass
Kartenreservierung möglich unter 0911-950988-88

Jehuda Amichai, mehrfach für den Literaturnobelpreis nominiert, ist einer der bedeutendsten und meistgelesenen israelischen Lyriker der Gegenwart. Geprägt von der europäischen Moderne und der jüdischen Tradition reicht seine Dichtung von klassischen Formen bis zu modernen Strukturen. Sie kontrastiert biblische Zitate und Figuren mit der individuellen Erfahrung des heutigen Menschen und spricht die großen Themen an: Liebe, Eros, Verlust, Vertreibung und Krieg. Getränkt mit den Schrecken der Shoah und der vielen Kriege, an denen er selbst teilgenommen hat, ist seine Lyrik ein Bollwerk gegen falsches Heldentum und ein Plädoyer für Menschlichkeit.
Geboren wurde Jehuda Amichai 1924 in Würzburg, gestorben ist er 2000 in Jerusalem. Er emigrierte 1935 nach Palästina und lebte seit 1937 in Jerusalem. Er war Hochschullehrer für hebräische Literatur und veröffentlichte zahlreiche Gedichtbände, Erzählungen, Schau- und Hörspiele.

Der Übersetzer und Herausgeber Hans D. Amadé Esperer hat Linguistik, Sprachen, Philosophie und Medizin studiert. Nach längerem Aufenthalt als Visiting Professor am HST-Institute der Harvard-University und des M.I.T. in Cambridge, Massachusetts, und als Hochschullehrer in Norddeutschland, lebt er nun als Lyriker und Übersetzer in Würzburg und Darmstadt. Zuletzt ist von ihm der Lyrikband „Sphärische Lyriden“ erschienen. 2017 war er Finalist beim Irseer Pegasus-Literaturwettbewerb. Er ist ein profunder Kenner nicht nur der zeitgenössischen europäischen und amerikanischen, sondern auch der modernen hebräischen Lyrik.

In Kooperation mit der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit.