|

|
|

|
Das Haus in der Königstraße 89, in dem das Jüdische Museum untergebracht ist, geht in seinem Kern auf das 17. Jahrhundert zurück. Bis ins späte 19. Jahrhundert war es im Besitz jüdischer Familien. Unter den frühen Eigentümern befand sich die Hoffaktorenfamilie Fromm, die verwandtschaftliche Beziehungen mit anderen Hofjuden wie den Models in Ansbach oder den Oppenheimers in Heidelberg, Stuttgart und Wien verband.
Die prächtige Ausstattung des Hauses mit Stuckdecken, einer historischen Laubhütte und einem Ritualbad im Keller des Hauses sind Zeugnisse dieser Zeit. |

|
 |
|
Innenansicht Jüdisches Museum Fürth
 |
|

|
Im Zentrum des Eingangsbereichs befindet sich die Buchhandlung im Museum. Sie wird in Zusammenarbeit mit der LITERATURHANDLUNG (München-Berlin-Fürth ), der profiliertesten Buchhandlung für Literatur zum Judentum im deutschsprachigen Raum, betrieben. Erhältlich sind hier auch CDs, Ansichtskarten, eine kleine Auswahl moderner Judaica sowie die Eintrittskarten für den Museumsbesuch.
Das Café im Museum bietet neben Erfrischungen und Süßspeisen auch die Möglichkeit der Lektüre aktueller Zeitungen und Zeitschriften. |
 |
|

|


Modell der 1617 erbauten und 1938 zerstörten Fürther Hauptysnagoge

|
Ein weiterer Raum des Erdgeschosses steht für die Arbeit mit Schulklassen, Seminare und Vorträge zur Verfügung.
Im Ausstellungsbereich des Museums tritt anstelle der in Museen gewohnten räumlichen Trennung von Dauer- und Wechselausstellungen eine flexible Nutzung: In einer teils chronologischen, teils thematischen Anordnung sind achtzehn Themenstationen zu sehen, die den Bogen vom Mittelalter bis zur Gegenwart jüdischen Lebens, von jüdischer Religiosität bis hin zum Alltagsleben mit seinen Licht- und Schattenseiten spannen. Als Leitobjekte dienen - als Verweis auf die zentrale Bedeutung der Schriftlichkeit im Judentum und als Referenz an den bedeutenden hebräischen Druckort Fürth - Bücher. |
 |
 |
Die Bandbreite reicht von einem mittelalterlichen Handschriftenfragment über Fürther hebräische Drucke und Jakob Wassermanns "Mein Weg als Deutscher und Jude" bis hin zu einem 1946 in Bayern gedruckten Talmud. Diesen Büchern sind dreidimensionale Exponate zugeordnet, die den Inhalt des Leitobjekts veranschaulichen. |

|

 |
|
Historische Laubhütte im Museumsgebäude

|