Die Frage des Monats

Orte aus dem Leben

1.-17.4.11 |
Kunstinstallation von Oliver Boberg
Projekt des Festivals “made in …”
am Jüdischen Museum Franken in Fürth

Der Fürther Kulturpreisträger Oliver Boberg rückt das unpolierte Stadtgesicht mit seinen Lücken, Flecken und Rissen ins Visier. Die oft als hässlich abgetanen “Un-Orte”, die man noch nicht einmal im Vorbeifahren bemerkt, stehen für kurze Zeit im Scheinwerferlicht – so auch das noch unbebaute Grundstück, das für den Anbau des Jüdischen Museums Franken vorgesehen ist. An vier Orten in der Fürther Innenstadt werden große Bilderrahmen aufgestellt. Ab Einbruch der Dämmerung werden diese “Bilder” noch einmal aufgeladen: Inszeniert mit fahlem blauem Licht wandelt sich der banale Fürther Ausschnitt zu einer nächtlichen Filmkulisse.


26.1.-27.3.11 | Das Mikwen-Projekt

im Jüdischen Museum Franken in Fürth

Die Ausstellung »Das Mikwen-Projekt« präsentiert mit poetischen Bildern und Interviews faszinierende Einblicke in die Bedeutung des Ritualbades für Frauen heute. Die Schriftstellerin Leah Lax und die amerikanische Fotografin Janice Rubin beschäftigten sich in einem mehrjährigen Projekt mit der Beziehung jüdischer Frauen zum Gebot der rituellen Reinigung. Eindrucksvoll zeigt die Ausstellung die unterschiedlichen Haltungen jüdischer  Frauen zum Reinigungsritual, zum eigenen  Körper und zur Sexualität.

 

 


20.10.10.-27.3.11 | Eisenbahngeschichten

175 Jahre Eisenbahn in Fürth und Nürnberg haben das Jüdische Museum Franken dazu inspiriert, die Ausstellung “Eisenbahngeschichten” im Fürther Museum zu präsentieren. Dabei wird die Bedeutung der Eisenbahn in der deutsch-jüdischen Geschichte deutlich und welche Folgen der Fortschritt durch Technik für die Gesellschaft hatte. Vom 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart reichen die Geschichten, die Besucher im Museum sehen und hören können.


9.6.-31.10.10 | Ganz rein!

Jüdische Ritualbäder. Fotografien von Peter Seidel

Rituelle Reinheit, Sexualität, Ehe und Geschlechterrollen sind die Themen, die das Jüdische Museum Franken in Fürth mit einer Ausstellungsreihe beleuchtet.

Mit “Ganz rein!” präsentiert das Museum die beeindruckende Bilderserie des Franfkurter Fotografen Peter Seidel. 1987 beschloss er, das jüdische rituelle Tauchbad zum Gegenstand seiner Fotografien zu machen. Die außergewöhnlichen Blickwinkel, die Peter Seidel für seine Mikwen-Serie gewählt hat, ziehen den Betrachter ganz in die Tiefen vielfältiger Bauwerke rein – von der Antike bis heute Mit seinen Arbeiten ist es ihm auf eindrucksvolle Weise gelungen, das “Geheimnis Mikwe” zu entmystifizieren, und zugleich die private Atmosphäre des Ritualbads als spiritueller Ort einzufangen.

Eine gemeinsame Ausstellung der Jüdischen Museen Franken, Frankfurt am Main, Hohenems und Wien.