Ein Fußballalphabet

31.5.-3.9.06
Eröffnung: Dienstag, 30. Mai, 19.30 Uhr


© Stadt Fürth

Die Ausstellung thematisiert am Beispiel jüdischer Spieler, Funktionäre und Sportjournalisten, die Kraft und Grenzen von Integration, Identifikation und Heimatgefühl im Fußball. Auf unterhaltsame Weise erzählt die Schau von erhellenden Aspekten des Fußballs in Form eines Alphabets. So wird bei B die Biografie von Walther Bensemann präsentiert, dem Begründer der Zeitschrift »kicker«, bei K, Henry Kissinger und seine ungebrochene Treue zur Spielvereinigung Greuther Fürth oder bei Y, nichtjüdische Fans, die sich im Fußballstadion als »Yidden« ausgeben.

Zur Eröffnung spricht Bernd M. Beyer über »Walther Bensemann - Kosmopolit des Fußballs«.

Kurzführungen: Di, 6.6., 4.7., 1.8., jeweils um 18.30 Uhr

Die Ausstellung ist ein gemeinsamer Beitrag der Jüdischen Museen in Fürth und in Frankfurt a.M. zur WM 2006. Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.

Mit großzügiger Unterstützung des Vereins zur Förderung des Jüdischen Museums Franken e.V. und der Sparkasse Fürth und freundlicher Förderung von Bruno Schnell und Kurz GmbH & Co. KG

Jalda Rebling & Ensemble

Lieder und Geschichten jüdischer Frauen

Sonntag, 20. August 2006, 16 Uhr


© Jalda Rebling, Berlin

Das Lob der lebendigen Frau aus den Sprüchen Salomos ist uralter Bestandteil jüdischer Liturgie. Die Sängerin Jalda Rebling beschäftigt sich seit Jahren mit den vergessen geglaubten Geschichten jüdischer Frauen im mittelalterlichen Aschkenas. In ihrem neuen Programm erzählt Jalda Rebling Geschichten von jüdischen Frauen und der Energie des Judentums, die von Generation zu Generation weitergegeben werden. Mit ihren Liedern und Geschichten macht sie ihr Publikum auf faszinierende Art bekannt mit Kostbarkeiten jüdischer Kultur in Deutschland.

 

Mit freundlicher Unterstützung von

Ulrich Knufinke

1.5.-12.9.06
Eröffnung: 30. April, 14 Uhr

Ulrich Knufinke fotografiert Standorte ehemaliger Synagogen. Die Aufnahmen des Architekturhistorikers zeigen Parkplätze, Garagenhöfe und Bauzäune. Der historische Kontext dieser auf den ersten Blick vertrauten Motive und Stadtansichten, erschließt sich erst in der jeweiligen textlichen Beschreibung: An diesen Orten standen Synagogen, die 1938 in der Reichspogromnacht zerstört wurden. Ulrich Knufinke zeigt die »Lücken«, die geblieben sind. In den vertrauten, fast banalen Motiven wird die Vergangenheit in der Gegenwart lebendig.


© Ulrich Knufinke

Zur Ausstellung ist ein Katalog im Hora Verlag erschienen.

Öffnungszeiten: Sa und So 11-17 Uhr (Ostermontag und am 1. Mai von 11-17 Uhr geöffnet)

Mit freundlicher Unterstützung von

 

Jakob Wassermann

19.10.2005 - 12.3.2006
Eröffnung: Dienstag, 18. Oktober, 19.30 Uhr

Der Fürther Schriftsteller Jakob Wassermann (1873-1934) war einer der beliebtesten Autoren seiner Zeit. Für ihn war der Erfolg seiner Bücher ein Beweis der gelungenen deutsch-jüdischen Symbiose. Der wachsende Antisemitismus in der Weimarer Republik und der Beginn des Nationalsozialismus zwangen den Schriftsteller jedoch zurück ins »spirituelle Ghetto«, von dem er sich einst distanziert hatte. Die Zerrissenheit zwischen deutscher und jüdischer Identität steht im Mittelpunkt der Ausstellung über Leben und Werk Jakob Wassermanns. Zur Eröffnung wird die letzte Nachfahrin des Autors, Sakura Wassermann, anwesend sein.

Kuratoren: Markus Wener, Monika Berthold-Hilpert, Jutta Fleckenstein


© Schiller-Nationalmuseum / DLA

Führungen
»Wassermanns Fürth«: 23.10. und 13.11.2005, jeweils um 14, 15 und 16 Uhr.
Gruppenführungen können telefonisch gebucht werden (Tel. 0911-770577)

Es gibt ein umfangreiches Begleitprogramm zur Ausstellung.

Eine Ausstellung des Jüdischen Museums Franken, realisiert mit großzügiger Unterstützung des Vereins zur Förderung des Jüdischen Museums Franken e.V., der Sparkasse Fürth und mit freundlicher Förderung durch die infra fürth GmbH und die Stadt Zirndorf.

Michaela Melián

31.3.-14.5.06
Eröffnung: Donnerstag, 30. März 06, 19.30 Uhr

Adolf-Hitler-Platz - Independence Place - Kolping-Platz: In der Benennung ihrer Straßen und Plätze bildet sich die wechselvolle Geschichte der 1937 in den Isarauen gebauten Mustersiedlung Föhrenwald ab. Zunächst ein geschlossenes Lager für Zwangsarbeiter der Pulver- und Munitionsfabriken in Geretsried, wird Föhrenwald nach dem Zweiten Weltkrieg ein Auffanglager für jüdische Überlebende. In der Ausstellung »Föhrenwald« werden Panorama-Diaprojektionen der heutigen Siedlung von einem Soundtrack begleitet, der Musikkompositionen und Zeitzeugenberichte zu einem faszinierenden Hörstück verwebt.

Zur Eröffnung ist die Künstlerin anwesend.


© Michaela Melián

Kurzführungen: 4.4. und 2.5., jeweils um 18.30 Uhr

Zur Ausstellung gibt es ein umfangreiches Begleitprogramm.
Ein Katalog zur Ausstellung ist im Revolververlag erschienen. Das Hörspiel »Föhrenwald« liegt als CD bei.

Föhrenwald entstand als Kooperation von kunstraum muenchen und BR/Hörspiel und Medienkunst unter Förderung der

Mit freundlicher Unterstützung der Sparkasse Fürth und des Lions Clubs Fürth

Teofila Reich-Ranicki:

15. Juni bis 30. September 2005
Eröffnung: Dienstag, 14. Juni, 19.30 Uhr


© Bettina Strauss /
Jüdisches Museum Frankfurt a.M.

Zu den wenigen Überlebenden des Warschauer Ghettos gehören Teofila und Marcel Reich-Ranicki. Über 400.000 Menschen waren hier seit November 1940 auf engstem Raum zusammengetrieben worden. Vom Rest der Stadt strikt getrennt, starben im sogenannten »jüdischen Wohnbezirk« jeden Monat Tausende durch Hunger, den Terror der deutschen Besatzung und aufgrund der unzumutbaren hygienischen Verhältnisse.
Teofila Reich-Ranicki hat noch im Ghetto mit einer Serie grafischer Blätter begonnen, die den alltäglichen Schrecken darstellen. Die Mappe mit den Blättern konnten die Reich-Ranickis vor ihrer Flucht aus dem Ghetto herausschmuggeln und verstecken lassen.

Ein Katalog zur Ausstellung ist in der Literaturhandlung des Jüdischen Museums Franken erhältlich.
Begleitprogramm

Eine Ausstellung des Jüdischen Museums Frankfurt am Main.

Mit großzügiger Unterstützung von Leonhard Kurz GmbH, Fürth und der Sparkasse Fürth.


Jüdische Kindheiten und Jugend seit 1945 in Österreich, der Schweiz und Deutschland

16. Februar bis 16. Mai 2005
Eröffnung: Dienstag, 15. Februar, 19.30 Uhr

Seit 1945 in Deutschland, Österreich oder der Schweiz als Jüdin, als Jude aufzuwachsen, das war nicht selbstverständlich. Oder vielleicht doch? Was hat es bedeutet, hier - nach dem Holocaust - groß zu werden, oder anzukommen als Flüchtling, Migrant oder Nachkomme von Überlebenden?

Miniaturen und Momentaufnahmen, Bilder jüdischer Gegenwart zwischen Alltag und Ausnahmezustand, vom Leben zwischen Erinnerung und wachsender Offenheit für das Neue können in 43 Hörstationen im Jüdischen Museum Franken in Fürth erlebt werden.

Eine Ausstellung des Jüdischen Museums Hohenems in Zusammenarbeit mit dem Jüdischen Museum Berlin.
Wir bedanken uns bei den
Sponsoren dieser Ausstellung.

Zur Ausstellung gibt es ein umfangreiches Begleitprogramm.

Ein Begleitheft zur Ausstellung ist im DuMont Verlag erschienen und in der Literaturhandlung des Jüdischen Museums Franken erhältlich.