6. März bis 16. Juni 2002

Für einige Wochen verwandelt die Berliner Künstlerin Anna Adam das Jüdische Museum in einen Feinkostladen. Feinkost Adam© kommt Klischees vom Judentum in Deutschland auf die Schliche, indem sie sie ad absurdum führt. Das geschieht mit viel Humor - einer seltenen Beigabe in der allzu oft verbissen geführten Auseinandersetzung um ein ernstes Thema.

Als nach der Schoa in Deutschland geborene Jüdin begegnet Anna Adam tagtäglich den bizarrsten Ideen und Vorstellungen vom Judentum. Mit den Installationen und Interventionen will Feinkost Adam© die hinter den Klischees stehenden unterschwelligen Ängste vor dem vermeintlich Fremden durch einen Bedeutungswandel ästhetischer Erfahrungen offenlegen und die Neugier auf andere Kulturen wecken.

Feinkost Adam© läßt sich sehen, fühlen, lesen, schmecken: im Glas, als Installation, in Bildern und als Performance. Die Produktpalette von Feinkost Adam© umfaßt dreizehn Artikel, die an verschiedenen Stellen des Jüdischen Museums - von der Mikwe im Keller bis hinauf zum Dachboden präsentiert werden.

Anna Adam wurde 1963 in Siegen geboren, studierte in Düsseldorf und Hannover. Seit 1997 ist sie Mitglied der Berliner jüdischen Künstlergruppe "meshulash". Ausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen u.a. in Amsterdam (Israel Galerie Linka), Hannover, Berlin (Jüdisches Museum/Gropius-Bau, Centrum Judaicum). Sie lebt und arbeitet als Malerin und Bühnenbildnerin in Berlin.

Mehr über Anna Adam, die Ausstellung und den Online-Shop von Feinkost Adam© finden Sie auf der Website von "Milch und Honig"!

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9. Mai 2001 bis 2. Juni 2002

In den letzten 15 Jahren widmete sich die Denkmalpflege zunehmend Zeugnissen jüdischer Kultur. Ehemalige Synagogen oder jüdische Schulhäuser wurden restauriert und sind heute als Museen und Gedenkstätten zugänglich. Im Hauptraum der Schnaittacher Synagoge gibt diese Ausstellung einen Überblick auf jene Einrichtungen, die öffentlich zugänglich sind und an jüdische Geschichte und Kultur in Franken erinnern, aber in ihrer musealisierten Form gleichzeitig auch Zeugnisse der Zerstörung und Vernichtung durch die Schoa sind.

 

 

 

 

 

 

Die Ausstellung fand aus Anlaß der Jahrestagung der »Arbeitsgemeinschaft jüdischer Sammlungen« statt, die vom 4. bis 7. September 2001 in Fürth und Schnaittach abgehalten wurde.

Kuratoren: Bernhard Purin und Jutta Fleckenstein


23. Oktober 2002 bis 6. April 2003

Der in München tätige Architekt Fritz Landauer (1883-1968) war einer der wenigen bedeutenden Vertreter des Neuen Bauens in Süddeutschland. Neben den Synagogen in Augsburg und Plauen entwarf er Wohnbauten, aber auch Möbel und Grabdenkmäler.

Villa Hirschmann in Fürth (1930-31)

Im Mittelpunkt der in Kooperation mit dem Architekturmuseum Schwaben in Augsburg realisierten Ausstellung stehen neben der Synagogenarchitektur die in Nürnberg und Fürth realisierten Projekte Landauers.

Kuratorin: Jutta Fleckenstein


17. Oktober 2001 bis 3. März 2002

Die Bandbreite von Judaica-Postkarten reicht von Synagogenansichten über Darstellungen jüdischer Bräuche und Portraits bedeutender Persönlichkeiten bis hin zu jüdischen Feldpostkarten aus dem ersten Weltkrieg und zionistische Motive.

Die in der Andockung in außergewöhnlicher Form präsentierten Bildpostkarten gewähren nicht nur beinen Einblick in einen wenig beleuchteten Bereich der Postkarten-Produktion der Jahrhundertwende, sondern ermöglichen auch einen faszinierenden, teils realistischen und teils idealisierten Blick in eine versunkene Lebenswelt.

Kurator: Bernhard Purin

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4. April bis 30. September 2001

 

Die vom "Verein zur Förderung des Jüdischen Museums Franken e.V." unterstützte Andockung thematisiert mit historischen und zeitgenössischen Objekten und Bildern rund um Pesach dieses Fest zur Erinnerung an den Auszug aus Ägypten. In Fürth befand sich in den Nachkriegsjahrzehnten die in Deutschland damals einzige Einrichtung zum Backen ungesäuerte Brote, der Schmure-Matzes ("behütete Matzes").

Bis in die 1980er Jahre wurde alljährlich am 14. Nissan im ehemaligen Jüdischen Krankenhaus unter Beteiligung anderer Jüdischer Gemeinden Bayerns nach rituellen Vorschriften gebacken. Der damals verwendete Matzesofen gelangte auf Initiative der Familie Rosenfeld, die auch Fotografien und einen Amateurfilm aus den 1960er Jahren zur Verfügung stellte, in die Sammlung des Museums und wird im Rahmen dieser Andockung erstmals präsentiert.

Kuratorin: Monika Berthold-Hilpert

 




20. Juni bis 19. August 2001

In den Wochen zwischen den Wahlen und der Regierungsbildung in Österreich 1999/2000 entstand eine Serie von Zeichnungen des Wiener Malers Georg Chaimowicz (*1929), in denen er sich mit der politischen Situation seines Landes auseinandersetzt.

In den konzentriert gearbeiteten Graphiken wird klar gemacht: die Anständigen, das sind wir, die Aufständischen, die Mahner und Rufer und Kämpfer, die mit der erhobenen Faust. Die Anderen sind kaum in der Lage sich die Frage zu stellen: quo vadis, Austria? Sie sind die kleinbürgerlichen Dummköpfe, die auf alle leeren tagespolitischen, rassistischen und ausländerfeindlichen Parolen hereinfallen und - als zynisch, schneidend skizzierte - skelettierte Stahlhelmträger enden werden.

Kurator: Bernhard Purin

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7. Februar bis 22. Juli 2001

Erstmals bot das Jüdische Museum Franken seinen Besuchern die Möglichkeit,

das Thema einer Andockung selbst zu bestimmen. Zur Auswahl standen eine Portraitzeichnung von Joseph Süss Oppenheim, genannt "Jud Süss", eine Fürther Schützenscheibe von 1819, auf der auch der Fürther Rabbiner Meschulam Salman Kohn abgebildet ist und ein Portrait Jakob Wassermanns von Max Slevogt.

46 Prozent der Teilnehmer entschieden sich für "Jud Süss". Die Andockung wird das gewählte Bild und seine Geschichte vorstellen.

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